"No hay nada ya, en ese lugar, todo es ficticio, nada de realidad"

Toto

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Toto wurde 1976 aus einer ganzen Reihe Studiomusiker aus Kalifornien gegründet; kaum jemand kann daher behaupten, er habe noch nie einen Musiker von Toto gehört.
In den 80 Jahren gehörte es zum guten Ton, Bandmitglieder wie David Paich, Jeff Procaro, Steve Porcaro oder Steve Lukather als Studiomusiker zu beschäftigen. Sie alle waren maßgeblich an dem Jahrhundertwerk Thriller von Michael Jackson beteiligt.Eine weitere Liste würde hier den Rahmen sprengen.

Anfang der 80er Jahre war es nicht so einfach, gute Musik zu entdecken. Rosanna und Africa von Toto dudelten Tag ein Tag aus im Radio. Eine LP kostete damals rund 16,- DM – ein halbes Monatstaschengeld. So zögerte ich lange, mir das Album mit dem Schwert und der römischen Vier zu kaufen, passte es doch nicht so ganz zu der Musik. Was sich darauf an Musik findet ist wie eine Perlenkette – ein schönes Teil nach dem Anderen in einer großen stilistischen Breite und einer lässigen Professionalität an den Instrumenten.

Nach diesem Album verließ Leadsänger Bobby Kimball mit seiner prägnanten Stimme die Band und es folgten einige weitere Kollegen, freilich ohne lange zu bleiben.
Einen großen Verlust erfuhr die Band am 5.August 1992 als Schlagzeuger Jeff Porcaro plötzlich verstarb. Mit seinem Tod verlor die Band einen der besten Schlagzeuger der Rockgeschichte, der seinen Groove auf unzähligen Aufnahmen hinterließ. Gerüchten zu Folge soll Bruce Springsteen ihm eine Million Dollar geboten haben, um mit ihm auf Tournee zu gehen, was Jeff jedoch ablehnte, um weiter mit Toto zu touren.

Nach Jeff’s Tod entschied Toto, dass es weitergeht. Als Schlagzeuger wurde Simon Phillips, ebenfalls ein grandioser Musiker an den Drums verpflichtet.
Im Jahr 1998 trat Bobby Kimball wieder der Band bei und wirkte auf dem folgenden Album Mindfields mit.

Im Jahr 2008 erklärte Steve Lukather die Band für aufgelöst. Im Februar 2010 erklärte die Band, dass sie zu Gunsten Ihres erkrankten Bassisten Micke Porcaro noch einmal auf Tournee geht. Den Bass-Part übernahm dabei Nathan East, ebenfalls eine Größe der kalifonrnischen Studiomusiker-Szene. Im Jahr 2015 erschien wieder ein Studio-Album mit dem schlichten Namen Toto XIV, auf dem wiederum alle Qualitäten der Band sichtbar wurden.

Am 15.März 2015 starb Bassist Mike Porcaro im Alter von nur 59 Jahren an ALS. Er und sein Bruder Jeff waren einer der genialsten Rhythmusgruppe der Rockgeschichte.

Meine Lieblingsalben von Toto:


IV - 1982