Musik

Musik ist meine große Leidenschaft.

Bei mir fing alles im Radio mit „Ob-La-Di, Ob-La-Da“ von den Beatles an, die erste Musik, an die ich mich erinnern kann. Damit war die Grundsatzfrage für alle Zeiten geklärt: Team Beatles, definitiv nicht Rolling Stones.

Anfang der 70er Jahre klimperte ich leidenschaftlich auf dem Klavier im Elternhaus von Jürgen Dahmen herum – damals einfach der Sohn von Bekannten, später ein bekannter Musiker. Mein Vater roch Talent (oder wollte das Geziepe beenden) und versprach mir ein eigenes Klavier, vorausgesetzt, ich nähme Unterricht. In der Musikschule erklärte man mir dann allen Ernstes, ich müsse zuerst Blockflöte lernen. Ich machte unmissverständlich klar, wie schwachsinnig ich das fand. Das Ergebnis: Die Blockflöte blieb stumm, das Thema Klavier war passé.

Mitte der 70er erlitt ich eine musikalische Gehirnwäsche durch einen Freund, der mir bei jedem Besuch sämtliche verfügbaren ABBA-LPs vorspielte. Es wirkte: Bis heute gibt es für mich – abgesehen von den Pet Shop Boys und Prefab Sprout – keine perfektere Popmusik. Anfang der 80er folgte die nächste Belagerung: Ein Schulfreund malträtierte mich so lange mit dem Live-Album Paris von Supertramp, bis es endlich „Klick“ machte. Mein gesamtes Taschengeld ging fortan für Supertramp-LPs drauf. Eine Liebe für die Ewigkeit.

Der eigentliche Wendepunkt kam kurz darauf im Musikunterricht. Unser damaliger Lehrer erklärte uns, was ein Synthesizer ist und wie er funktioniert – damals ein völlig revolutionäres Unterfangen! Plötzlich hörte ich die Welt mit anderen Ohren. Ich deckte mich mit Scheiben von Jean-Michel Jarre und Kraftwerk ein. Während Kraftwerk bis heute vollkommen zeitlos geblieben ist, hat sich Jarre über die Jahre leider zum André Rieu der Synthesizer-Gilde entwickelt. Kraftwerk blieb Bauhaus, Jarre wurde Neuschwanstein. Doch der Wunsch war eingepflanzt: Ich wollte auch so ein Tasteninstrument, das diese unerhörten Klänge erzeugen konnte.

2012 warf ich den PC über Bord und stieg auf Mac um – ein Schritt, den ich jedem Musikschaffenden nur wärmstens ans Herz legen kann. Prompt folgten 2013 und 2015 die ersten Album-Veröffentlichungen auf iTunes.

Mitte der 80er wurden Keyboards schließlich erschwinglich. Ich kaufte mir ein Gerät und brachte mir sämtliche Musiktheorie autodidaktisch bei. Ende der 90er machten PC und Software die eigene Musikproduktion endlich massentauglich. 2004 war es so weit: Unter dem Projektnamen Son Electronique stellte ich meine ersten Tracks ins Netz – auf Plattformen wie Jamendo, ReverbNation, SoundClick, Audiomack und Bandcamp, wo man sie bis heute kostenfrei herunterladen kann.

Soundtechnisch ist meine Musik tief geprägt von Urgesteinen wie Kraftwerk, Tangerine Dream, Yello, Klaus Schulze und Schiller. Die Inspiration für die Tracks ziehe ich aus den vielen Reisen, die ich machen durfte – und aus meiner Heimat, dem Rhein-Ruhrgebiet.

Wer wissen möchte, wie die Reise nach dem Blockflöten-Fiasko weitergegangen ist: Hör gerne mal rein! Mehr über das Projekt gibt es auf der Homepage von Son Electronique.