Paris 1979

Anfang der 80er Jaher drehte siche eine Scheibe, bzw. zwei Scheiben auf meinem Plattenspieler rauf und runter bis die Rillen qualmten. Es war “Paris” von Supertramp, aufgenommen am 29.November 1979 im Pavillion in Paris.
Ein Schulfreund von mir mälträtierte mich mit der Musik damals so lange, bis ich auch begeistert war. An dieser Begeisterung hat sich bis heute nichts geändert.

Noch heute ist der Sound dieser LP unübertroffen, die CD ist jedoch meilenweit davon entfernt.
Schlappe 33 Jahre später gibt es nun einen Konzertmitschnitt dieses denkwürdigen Ereignisses. Als ich das Cover gestern im Plattenladen sah, hatte ich fast die Tränen in den Augen. Allein das wunderschöne Cover lohnt den Kauf; im Innenleben befindet sich noch einen knallbunte Illustration mit der dicken Kellnerin aus “Breakfast In America”.

Los geht es mit einem kleinen Intro-Filmchen, in dem Charlie Chaplin durch Paris stapft, sich einen trinkt und anschließend im Gradarobeneingang des Paris Pavillion verschwindet. Und los geht es mit “School” – noch heute gibt’s bei dem Mundharmonika-Intro Gänsehaut.

Über das Repertoire der LP/CD hinaus gibt es noch einige zusätzliche Stücke auf der DVD, so “Goodbye Stranger”, “Even In The Quietest Moments”, “Give A Little Bit”, sowie das wahnsinnige “Child Of Vision”. Ebenfalls mit dabei: eine tolle Version von “Another Man’s Woman”.
Schon allein deswegen lohnt der Kauf. Der Sound der DVD ist ebenfalls über alle Zweifel erhaben. Satt und druckvoll kommen die Songjuwelen daher; so ein Sound sucht heute noch seinesgleichen bei der ganzen Superstar-Einheitssoße, die uns bisweilen vorgesetzt wird.
Besonders geil an den Stücken fand ich auf der LP damals wie heute die Kombination der Strings aus einem Elka-Keyboard und einem Oberheim Synthesizer. Cheesy, unnatürlich und kräftig! Kommt auf der DVD natürlich ebenfalls gut.

Die Bildqualität entsprichet nicht HD-Verhältnissen der heutigen Tage. Gerüchten zu Folge hat das Filmmaterial bei Drummer Bob Siebenberg jahrelang auf dem Dachboden gelegen – dafür ist es erstklassig. Diese Geschichte ist es aber auch – wie im Märchen …
Rechtlich scheint dieses Werk jedoch auf tönernen Füßen zu stehen, wie Roger Hodson auf seiner deutschen Webseite schreibt.

Trotz allem – hier sind Jungs am Werke, die ihre Instrumente beherrschen und erstklassige Songs vortragen. Im Studio genau so gut wie auf der Bühne. Auch solche Talente sind heute spärlich gesät, deshalb ist es schön, so etwas mal wieder zu sehen. Alleine schon wegen der Klamotten, der Matten der Musiker und des Instrumenten-Sammelsoriums, dass sich hier auf der Bühne tummelt. Zeitreise in die goldenen 70er Jahre. Sehenswert sind auch die Filmeinspielungen bei “Rudy” und “Fool’s Ouverture” – zu der Zeit sensationell!

Wieder einmal ein Dokument, dass vor Augen führt, wie schnell die Zeit vergeht, wie alt man mittlerweile geworden ist und was dabei selbst doch so zeitlos ist. Ohne Supertramp kann ich mir meine Jugend heute gar nicht mehr vorstellen. Noch heute begeistern mich die Songs der Gruppe wie damals; sie helfen in jeder Lebenslage. Bleibt nur noch der stumme Wunsch, die Band noch einmal in der Besetzung live zu sehen, wie sie in Paris auf der Bühne stand. Wenn Rick die Mundharmonika ansetzt und Roger die ersten Takte von “School” auf der Gitarre spielt …
Bis dahin tröstet uns “Paris”.
“Bon soir a un soirée avec Supertramp …”

Übrigens: Noch eine Anmerkung für den Connaisseur: Bei Supertramp ist damals bei dieser Tournee ein gewisser Chris de Burgh im Vorprogramm als Anreißer aufgetreten. Damals hatte der Herr noch ein Gespür für gute Musik  …

Sechs Monate Mac

 

Ende Juli waren es sechs Monate her, seit ich meinen iMac in Betrieb genommen habe.

Was gibt es da besonderes zu berichten?
Nun, ich bin immer noch sagenhaft begeistert von diesem sagenhaften Gerät. Meine alte Windose erfüllt nur noch den Zweck eines Datenspeichers und eines Videorekorders, da meine DVB-T Antenne nicht zum Mac kompatibel ist (Terretec). Das hat darüber hinaus den Charme, dass der Mac für andere Arbeiten frei bleibt und die Videos sofort auf dem Datenspeicher-Rechner in der iTunes-Bibliothek landen, von der aus ich mit iPad und dem Mac zugreifen kann.

Für alles andere muss nun der Mac herhalten, als da hauptsächlich wären Fotoverwaltung, Videobearbeitung und Musikproduktion.
Das Standardprogramm für Bilder ist hier iPhoto. Anfangs war ich skeptisch, aber das Programm macht seine Sache. Das “zur Sicherheit” installierte Picasa von Google, das ich bislang benutzte, fristet nur ein Schattendasein. Für die Bearbeitung meiner Bilder von der Canon-Cam benutze ich Aperture, da man hier sehr komfortabel RAW-Dateien bearbeiten kann und Plug-Ins einbinden kann. Verwaltet werden die fertigen Resultate mit iPhoto (weil minimalistischer als Aperture) Seit den neuesten Updates gibt es hier nur eine Mediathek, was die Sache enorm erleichtet.
Dort besteht eine hervorragende Anbindung an Twitter, Fatzebook und Flickr. Wenn ich dann noch Bilder auf meinem iPad haben möchte, um diese im trauten Kreis der Lieben zu zeigen, werden diese einfach in den Fotostream geschoben, der die Synchronisation mit allen iOS-Geräten übernimmt.
Feine Sache, kinderleicht. Keine Probleme.

Mit der Musikproduktion war die Sache dann schon etwas diffiziler. Mein ProTools-System mit Mischpult und Audio-Interface ist nicht kompatibel mit dem aktuellen Mac-Betriebssystem, OSX Lion. Zwar werden einem im Internet Mittel und Wege aufgezeigt, das ganze ans Laufen zu bekommen, aber zukunftsträchtig ist das Ganze nicht.
Alternativ gab es die Möglichkeit, ProTools von Version 8 auf Version 10 aufzurüsten, aber dafür verlangt Avid schlappe 540 Euro. Dabei wird einem aber auch freundlicherweise in Aussicht gestellt, dass das zugehörige Digi 003 (Mischpult, Controller & Audio-Interface) mit der Folgeversion 11 nicht mehr funktionieren wird. Tolle Aussichten.
Das ist jedoch nicht Apple und dem neuen OS X Lion anzukreiden, sondern der strunzdämlichen Politik von Avid. Vielleicht wollen die keine Mac-User mehr …
Da war es an der Zeit, dass ich mich wieder meiner alten Liebe Cubase vom Hamburger Softwarehaus Steinberg widme.
Cubase Artist & Audio-Interface, respektive Controller für 275 Euronen beim einem namhaften Music Store in Köln. Nicht mehr, nicht weniger.
Beides am Mac ist ein Traum, ich vermisse nix mehr. Und da alte Liebe nicht rostet, war es an der Zeit, mal wieder Logic zu benutzen. Das läuft seit Anfang des Jahrhunderts nur auf Mac-Rechnern und war damals meine erste DAW auf meiner allersten Windose überhaupt.
Für 150 Euros im Mac App-Store kann man da getrost zuschlagen und schon gar nix falsch machen. Am neuen Mac ebenfalls ein Traum, auch wenn das Programm im Vergleich zu Cubase schon etwas angestaubt ist. Dafür ist es ausgereift!
Der unschätzbare Vorteil: Mit Garageband am iPad oder am Mac kann man hier ein Projekt beginnen und anschließend in Logic nach allen Regeln der Kunst bearbeiten. Einfacher geht’s kaum. Und vielleicht schiebt Apple bei Gelegenheit mal wieder ein Update für Logic nach, wäre nicht schlecht …

Für Musikprojekte, die komplett im Rechner laufen, wie es bei mir der Fall ist, braucht man eine Menge Rechenpower, bzw. RAM. Wie sieht’s damit am Mac aus?
Hervorragend, bis dato habe ich das Teil noch nie in die Knie zwingen können, und das bei exzessivem Gebrauch leistungshungriger Plug-Ins, bzw. Faltungshall. Alles läuft geschmeidig, von Abstürzen ganz zu schweigen. Wenn mal ein Absturz erfolgt, dann meistens auf Grund schlampig programmierter Plug-Ins von Drittherstellern. Bei einer Windose reißt so ein Absturz immer das Audiogerät mit runter; Folge: Neustart oder endlos warten, bis sich der Prozess von selbst beendet, da er nicht mehr reagiert.
Beim Mac gibt’s das nicht. Wenn ein Programm einmal absemmelt, dann bestätigt man die freundliche Absturzmeldung mit einem “Erneut starten” und alles ist wieder gut. Einzig die 4 GB RAM habe ich auf 12 GB aufgerüstet, da das Mac-OS komplett 64bit ist und mehr RAM auch nutzen kann. “Amazing”, wie Steve Jobs sagen würde.

Für die Videobearbeitung ist bereits iMovie mit an Bord und man kann damit äußerst ansehnliche Filmchen produzieren, sehr simpel und sehr leicht zu erlernen. Wer schon einmal mit einer Videosoftware gearbeitet hat, kommt unmittelbar zum Ziel. Sehr schön auch die Systemintegration in OS X. Man kann die Filme z.B. unmittelbar in iTunes veröffentlichen und hat dann weiteren Zugriff.
Um mehr aus den Filmen herauszuholen, empfiehlt sich Final Cut Pro X, zusammen mit dem Animationsprogramm Motion 5 ein unschlagbares Team.
Beide Programme sind zwar weitaus diffiziler als iMovie und erfordern eine längere Einarbeitungszeit, aber die Ergebnisse sind vom Feinsten.

Wer jetzt wieder sagt, dass Apple nur maßlos überteuertes Zeug verkauft, der sei eines besseren belehrt. Die beiden Programme zur Videobearbeitung, Final Cut Pro X und Motion 5, sowie Logic 9 Pro schlagen mit knapp unter 450 Euro zu buche, dafür bekommt man für eine Windose nichts Gleichwertiges; man muss hier gut und gerne das doppelte investieren, womit sich der Anschaffungspreis für einen Mac schon wieder relativiert.
Man lebt fortan zwar im Apple-Universum, aber dort funktioniert einfach alles und man kann sich auf das Wesentliche, auf die Arbeit konzentrieren. Programme im App-Store laden, installieren und fröhlich sein. Systemanpassungen sind hier ein Fremdwort. Und Updates, wenn sie mal kommen, sind frei Haus über den App-Store erhältlich.

Einen Neustart am Mac gab es übrigens zuletzt bei der Aktualisierung auf OS X 10.8, die übrigens absolut perfekt lief, am ersten Augustwochenende. Danach geht der Mac, wenn wir beide müde sind, so wie ich, in den Ruhezustand.
1 Sekunde abknipsen und nach der Regeneration ca. 5 Sekunden bis zum ordnungsmäßen Betrieb.
Das kann keine Windose.
Und ich auch nicht …

Hello iMac

 

Vor fast zwei Monaten habe ich der Windows-Welt nun den Rücken gekehrt und benutze meinen neuen iMac.
Es ist bei weitem der beste Rechner, den ich mir bis jetzt gekauft habe.

Wie kommt man dazu, diese Mondpreise für einen Apple-Rechner abzudrücken.
An erster Stelle aus Frust mit Windows. Irgendwie ertappt man sich immer beim Basteln an irgendwelchen Systemeinstellungen, um irgendetwas ans
laufen zu bekommen. Zuletzt ein HP Photosmart, der beim besten Willen nicht zum Scannen über das Netzwerk zu überreden war.
Beim Mac ist das beispielsweise ein Kinderspiel, noch leichter ist es beim iPad.

Sicher muss man sich am Mac in vielen Bereichen umgewöhnen, oft ertappt man sich jedoch, dass man bislang viel zu kompliziert gedacht hat.
Seit der Umstellung auf den Mac habe ich immer mehr den Eindruck, das man hier wesentlich schneller ans Ziel kommt wie auf einer Windose.
Was die Hardware anbelangt, ist man hier in einer anderen Welt. Äußerst wertig kommt der Rechner daher, das fängt schon bei der perfekten Verpackung an. Kein Vergleich mit den Windows-Rechnern, die ich bis jetzt besessen habe.
Alles in allem eine Investition, die sich gelohnt hat.

Und wer jetzt behauptet, dass ein PC teurer ist, der geht mal zu Dell und läßt sich folgenden Rechner konfigurieren:
Intel QuadCore, 2,7 Ghz, 1 TB Festplatte, 4GB RAM, Bluetooth-Tastatur & Maus, Webcam, Lautsprecher, einfache Software für Musikaufnahme, Fotografie, Video und Musikverwaltung sowie einen 27-Zoll Monitor mit 2560 zu 1440 Pixeln Auflösung.
Ihr werdet erstaunt sein.

Und, … der iMac sieht einfach nur geil aus!