kwerfeldein x friends Lightroom Presets

Wer meinen Blog aufmerksam liest stellt fest, dass ich für die Entwicklung meiner Fotos in Lightroom sehr gerne die Presets von André Duhme, dem Betreiber der Seite The Classic Presets nutze.
Diese versuchen so authentisch wie möglich, analoge Filme in der digitalen Welt zu emulieren.

Bekannt geworden ist André Duhme mit den Classic K14 Presets, die den Kodak Kodachrome emulieren auf der hervorragenden Foto-Seite kwerfeldein von Katja Kemnitz.
Um Katja finanziell etwas unter die Arme zu greifen, hat André sich entschlossen, mit einigen bekannten Fotografen die “kwerfeldein x friends”-Presets zu kreieren.

Presets sind immer so eine Sache – es gibt haufenweise davon im Internet zu kaufen und alle versprechen, dass Deine Fotos sofort den ultimativen Look haben. Sommer, Winter, Frühling, Hochzeiten, Portraits – für alles gibt es das vermeintlich passende.
Die Ernüchterung folgt meistens auf den Fuß – Portraits sind was für die Geisterbahn, Hochzeitsfotos werden zu Werbemitteln für Scheidungsanwälte und Landschaften ersaufen in Regenbogenfarben.
Das ist bei den Presets von André grundsätzlich nicht so, gleiches gilt auch für die “kwerfeldein x friends”-Presets.
Vielleicht sind diese nichts für knallige Werbeanzeigen, doch verleihen sie jedem Foto einen charakteristischen Look, wie auch in diesem Fall.

Ich habe ein simples Foto von mir mit allen Presets bearbeitet; es wurden lediglich marginale Änderungen an der Belichtung vorgenommen. Sofort hat alles “gesessen”. Dabei verleihen die Presets dem Foto einen wirklich eigenen Stil und Charakter.

Ich bin sehr begeistert von dieser Preset-Colletcion, die im Online-Shop von André für schlanke €34,99 erhältlich sind.
In der unten befindlichen Galerie kannst Du Dich von der Qualität dieser Arbeit überzeugen, für mich ist sie jeden Cent wert!

kwerfeldein x friends

Presets aus der Serie "kwerfeldein x friends".

Kalibrierung in Lightroom

Was tun wir in Lightroom, um den Farbton einer Aufnahme anzupassen?
Da gibt es zunächst die Gradationskurven, weiterhin das HSL (Hue, Saturation, Luminance)-Modul oder die Teiltonung.
Bisweilen gelingt das nicht immer so, wie wir uns das vorstellen. Das Resultat sind dann Helligkeitssprünge und/oder Farbabrisse.

Wie so oft im Leben, gibt es noch eine andere Möglichkeit, die jedoch nicht so sehr im Fokus steht, wie die drei oben genannten Möglichkeiten. Diese Möglichkeit ist die Kalibrierung, zu finden im gleichnamigen Reiter ganz unten im Entwicklungsmodul. Dieses Tool fassen die meisten wohl selten an.

Mit diesem Modul kann man ganz wunderbar den Farblook einer Aufnahme bearbeiten, ohne dass es zu Helligkeitssprüngen oder Farbabrissen kommt.
Hier ein Tutorial zu verfassen angesichts der Tatsache, dass bei Google eh alles zu finden ist, wäre auf den ersten Blick müßig. 
Jedoch findet man sehr viel, auch auf den Hilfeseiten von Adobe. Jedoch findet man nichts, wie man mit Hilfe dieses Tools einen Farblook erstellt. 

Am Ende findest Du ein Video von Nate Jonson von “Nate Photographic”, in dem sehr anschaulich beschrieben wird, was man mit diesem Tool alles anstellen kann

Mit den Reglern der Kalibrierung kann man sehr schnell einen Farblook mit sehr weichen Übergängen erstellen und zwar mit Hilfe der Interaktion der Primärfarben rot, grün und blau.
Es wird also nicht nur eine Farbe geändert, sondern auch die Interaktion zwischen den Farben ändert sich. Bewegt man den Rot-Regler Richtung Orange, verschieben sich rot und grün Richtung gelb. Magenta und türkis werden dagegen abgeschwächt. Zieht man den Rot-Regler in die andere Richtung, wird enthält das Rot mehr magenta und das Blau mehr lila. Gelb und türkis werden dagegen wieder abgeschwächt.


Als Beispiel erstellen wir zwei ganz einfache Looks, die wir für Landschaftsaufnahmen und Portraits verwenden wollen.
Verdeutlicht sei das an einem Farbrad, zunächst mit der Einstellung Landschaft.
Das ganze sieht noch sehr unspektakulär aus, wir sehen das rot, blau, gelb und grün etwas kräftiger daher kommen und rot in Richtung Magenta geht.

FarbradLandscape

So sehen die entsprechenden Einstellung in Lightroom dazu aus.

Auf ein entsprechendes Foto angewendet, bekommen wir dieses Ergebnis (rechts vorher/links nachher):

Landscape automaticLandscape_landscape

Um ein Portrait zu bearbeiten, gibt es eine andere Einstellung.
Zunächst angezeigt auf dem Farbrad, wobei hier gelb, rot leicht verschoben und entsättigt sind:

FarbradPortrait

So sehen die entsprechenden Einstellungen in Lightroom aus.

Auf ein entsprechendes Foto angewendet, bekommen wir dieses Ergebnis (rechts vorher/links nachher):

Portrait automaticPortrait_portrait

Der eigenen Kreativität sind hier natürlich keine Grenzen gesetzt; Ausprobieren ist hier wirklich das Mittel der Wahl. Natürlich lassen sich diese Einstellung auch als Preset abspeichern, um hier schnell den Aufnahmen einen bestimmten Look zu geben. 
Beim Erstellen eigener Presets ist dieses Modul grundsätzlich immer mein Einstieg, da man hier im Grunde sehr einfach schon einen bestimmten “Basis-Look” erhält.

Hier nun das versprochene Video von Nate Johnson, was noch etwas tiefer in die Materie einsteigt:

Nate bietet auf seiner Homepage “Nate Photographic” übrigens auch einige exzellente Presets für Lightroom an, die analoge Filme simulieren. Hervorzuheben ist dabei “X-Chrome” – ein kompletter Entwicklungsworkflow für schwarz-weiß-Aufnahmen in Lightroom, der es in sich hat.

Thüringen

Den größten Erfolg erzielten wir in Thüringen. Dort sind wir heute wirklich die ausschlaggebende Partei. […] Die Parteien in Thüringen, die bisher die Regierung bildeten, vermögen ohne unsere Mitwirkung keine Majorität aufzubringenAdolf Hitler, 02.Ferbuar 1930

Die Geschichte wiederholt sich, insbesondere durch einen Teil der Parteien der politischen Mitte. Gerade der CDU als Nachfolgerin der Zentrumspartei sollte in Erinnerung bleiben, dass sie am 24.März 1933 durch Zustimmung zum Ermächtigungsgesetz der NSDAP den Weg in die Diktatur geebnet hat.
Die Deutsche Staatspartei, der unter anderem der spätere FDP-Politiker und Bundespräsident Theodor Heuss angehörte, argumentierten zu diesem Ermächtigungsgesetz wie folgt:

„Wir fühlen uns in den großen nationalen Zielen durchaus mit der Auffassung verbunden, wie sie heute vom Herrn Reichskanzler vorgetragen wurde […]. Wir verstehen, dass die gegenwärtige Reichsregierung weitgehende Vollmachten verlangt, um ungestört arbeiten zu können […]. Im Interesse von Volk und Vaterland und in der Erwartung einer gesetzmäßigen Entwicklung werden wir unsere ernsten Bedenken zurückstellen und dem Ermächtigungsgesetz zustimmen.“

Weder Kommunisten noch Sozialdemokraten – sie sind für ihren Widerstand in den Knast eingefahren oder haben sofort eine Kugel in den Kopf bekommen – haben den Nationalsozialisten den Weg zur Macht geebnet; es waren neben rechten und nationalistischen Kräften die sogenannte “Mitte”!
Es soll bitte keiner sagen, dass die Ministerpräsidentenwahl in Thüringen am 05.Februar 2020 ein ungewolltes Missgeschick war …

Qashqai 2019

Anfang November 2019 war es soweit – mein Qashqai aus 2012 wurde in Rente geschickt und das Nachfolgemodell kam an den Start.
In Sachen Qualität und Preis/Leistung war der Qashqai bis jetzt das beste Auto, was ich je gefahren hatte; in 8 Jahren gab es keinen außerplanmäßigen Werkstattaufenthalt.

Nach 8 Jahren und 120.000 km Laufleistung ist es jedoch beim besten Auto nur eine Frage der Zeit, bis die ersten Wehwehchen aufkommen.
Im Oktober 2019 stellte mir mein freundlicher Nissan-Händler, das Autohaus Elflein in Willich, für ein Wochenende ein Vorführfahrzeug zur Verfügung.
Automatik. Was bitte soll ich damit? Ich bin noch gute 15 Jahre vom Renteneintrittsalter entfernt?
Mein Verkäufer meinte, ich würde danach in kein anderes Auto, insbesondere nicht mit Schaltgetriebe steigen. Verkaufstaktik …

Die ersten Meter mit dem Vorführwagen machten die “Drohung” des Verkäufers augenblicklich war. Da ich von meinem damaligen Qashqai mit 2 Litern Hubraum und 140 PS keine Leistung vermisst habe, griff ich beim Vorführwagen zum 1,3 Liter-Modell mit 160 PS (mit Turbo). Meiner Ansicht nach ist Hubraum durch nichts zu ersetzen. Ich war auf Grund der kleinen Maschine misstrauisch.

Dieses Mißtrauen wich jedoch nach ein paar Kilometern Landstrasse und anschließendem Ausritt auf die Autobahn kompletter Begeisterung. Der Wagen beschleunigt aus dem Stand raus ohne jedwedes Ruckeln der Automatik äußerst geschmeidig bis an die 180 km/h. Danach geht es etwas langsamer, aber wir haben es hier auch nicht mit einem Rennwagen zu tun. Bis 160 km/h ist das Motorengeräusch äußerst dezent, beim Beschleunigen hört man jedoch, dass es sich nicht um eine 2-Liter Maschine handelt.

Beeindruckt von den Fahrleistungen hatte ich natürlich den Verbrauch im Auge. Der ist für so einen “Dicken” fantastisch.
Seit er seit November 2019 in meinem Besitz ist, hat er es nicht geschafft, sich im Schnitt mehr als 7,5 Liter/100 km zu genehmigen. Dabei ist alles drin – Stadtverkehr, Landstrasse, Autobahn sowie Stop-and-Go-Verkehr auf der alltäglichen Fahrt zur Arbeit.

Für die Bequemlichkeit meiner Altersklasse entsprechend sorgen Klimaanlage, Sitzheizung und beheizbare Frontscheibe. Größtes KO-Kriterium war jedoch die Integration von Apple CarPlay – auch diese ist vorhanden. Ich kann also über AppleMusic auf knapp 30 Millionen Musiktitel währen der Fahrt zugreifen, was längere Fahrten äußerst angenehm macht :-)!

Alles in allem ein sehr kommodes Fahrzeug, das genug Power und Platz hat. Für den Preis den Nissan bei diesem Fahrzeug aufruft kein Grund, über die A-X-T-Cross-SuperSUV’s der Marktbegleiter des japanischen Konzerns nachzudenken.

Bei dem Motor handelt es sich übrigens über eine gemeinschaftliche Entwicklung von Nissan, Renault und Mercedes. Es sieht so aus, als ob die Leute ihren Job verstehen, insbesondere mit dem tollen Doppelkupplungsgetriebe im Qashqai.

Abschließend noch ein paar Bilder vom “Dicken”:

10 Jahre Greta

Im Jahr 2019 feierte Greta, der Markt der schönen Dinge sein zehnjähriges Bestehen.
Der sommerliche Greta-Markt in Mönchengladbach ist, wie sein Pendant Claus, schon fast Tradition. Dieses Jahr feiert die schöne Greta ihren 10 Geburtstag.
Es ist immer wieder faszinierend, wie viele kreative Menschen es gibt.
Auch in diesem Jahr gab es wieder ein Füllhorn der unterschiedlichsten Aussteller, keiner wie der andere und immer wieder höchst interessant.

Die beiden Organisatoren Nicole Kyas & Myriam Topen haben auch dieses Jahr wieder ein Event der Extra-Klasse auf die Beine gestellt.
Außergewöhnliche Aussteller, ein wunderschön geschmückter Schillerplatz, viele Leckereien und grandiose DJ’s. Grandios deswegen, weil “Spacelab” von Kraftwerk lief. Im Alter von 41 Jahren bläst dieses Stück so manchem aktuellem Konglomerat immer noch die Haare vom Kopf …

Anbei ein paar Eindrücke von Greta 2019:

10 Jahre Greta

Am ersten Juli-Wochenende 2019 feierte der "Markt der schönen Dinge" seinen 10.Geburtstag.

Cinematic Looks

Cinematireife-super-Hollywood-Blockuster-Presets, damit werben zig Seiten im Internet. Alle versprechen Dir, In Lightroom oder Photoshop den ultimativen Hollywood-Look für Deine Fotos mit nur einem (Preset)-Klick zu erstellen.
Natürlich nicht umsonst, Geld wollen die Seitenbetreiber zu allem Überfluss auch noch haben, oftmals nach dem Motto “Viel hilft viel”.

Nach einigen ausgegebenen Euronen oder Dollars folgt meistens die Ernüchterung auf dem Fuß; was auf den Beispielfotos im Internet galaktisch aussieht, verhunzt die eigenen Fotos bis zur Unkenntlichkeit. Wenn man sich zudem mit den Reglern in Lightroom oder dem CameraRaw-Modul in Photoshop wenig bis gar nicht auskennt, kommt schnell Frustration auf.

Das Gute liegt jedoch meistens näher als man denkt, das gilt für Besitzer oder Abonnenten von Adobe Photoshop. Bekannterweise kann man ein Foto mit diversen Einstellungsebenen wie Gradationskurven, Farbkorrektur oder Kontrast/Helligkeit bearbeiten. Unter anderem gibt es auch die Option, über Einstellungsebenen sogenannte Color Look-up Tables einzusetzen. 
Wer mit dem Thema “LUT’s” nicht vertraut ist, kann sich hier belesen.
Von nun an gilt es, die Kreativität beiseite zu legen uns sich der vorgefertigten Look-up Tables von Adobe zu bedienen. Vorgaben wie Candlelight, Foggy Night und Horror Blue lassen dabei zunächst wenig Gutes erahnen. Schnell ist man geneigt, die Ebene wieder in den Mülleimer zu ziehen.

Klickt man jedoch weiter, findet man solche Dinger, die mit Fuji oder Kodak anfangen. Hier beginnt die Sache interessant zu werden.
Es handelt sich um Emulationen von Kino-Filmen der oben genannten Firmen. Wer damit immer noch nichts anfangen kann, dem sei die Seite “Shot on What” ans Herz gelegt. Dort findet man zu den in Photoshop vorhandenen Emulationen zig Beispiele, die mit dem entsprechenden Filmnegativmaterial gedreht wurden.
Die Look-up Tables sind nicht sonderlich spektakulär, jedoch verleihen sie den Fotos einen ganz bestimmten “Touch”, den man so ohne Weiteres mit den Bordmitteln von Photoshop nicht so einfach hinbekommt.

Die Anwendung dieser Look-up Tables ist jedoch nicht auf Photoshop beschränkt. Seit Lightroom LUT’s in Form von Kameraprofilen unterstützt, kann man diese auch dort nutzen. Wie das geht, habe ich in meinem Beitrag “LUT’s in Lightroom” beschrieben.
Ich habe mir zu den Profilen einfach Presets mit gleichem Namen in meinem Preset-Ordner angelegt und kann so mit einem Klick darauf zugreifen.
A propos “Ein Klick” – die Profile funktionieren in der Tat meistens mit einem Klick auf meine Fotos, insbesondere, wenn man sich ein wenig Mühe macht und nach den Eigenheiten der verschiedenen Filme unseren Freund Google befragt. 

So einfach und kostengünstig kann man sich den Look der berühmten Blockbuster auf die eigenen Fotos holen.
In der folgenden Galerie habe ich ein Foto vom abendlichen Strand in Carvoerio an der Algarve mit den verschiedenen Looks bearbeitet. Bis auf den Film-Look fand keine weitere Bearbeitung statt.

Zu beachten ist, dass es sich bei den Simulationen für den Fuji F125 und den Kodak 5218 um sog. Tungsten-Filme handelt, also Filme, die auf Kunstlicht abgestimmt sind. Alle anderen sind Simulationen, die am besten bei Tageslichtaufnahmen und einem Weißabgleich von 5.500 Kelvin funktionieren.

 


Cinestill-Presets für Lightroom

Sempre um sorriso

Wer oder was ist Cinestill, wird sich jetzt der eine oder andere fragen?
Cinestill-Filme von der gleichnamigen Firma aus den USA sind modifizierte Kodak-Kinofilme, die durch das entfernen eines sogenannten Remjet-Layers im C41-Prozess als Foto entwickelt werden können.
Es gibt zwei Filme, den Cinestill 50D und den Cinestill 800T.
Der Cinestill 50D entsprich dem Kodak Vision3 50D 5203/7203 und der Cinesteill 800T entspricht dem Kodak Vision3 500T 5219/7219.
“LaLa Land”, “The Hateful Eight”, “Spectre” und “The Matrix” sind nur einige Beispiele, in denen diese Filme verwendet wurden.

Cinestill 50DCinestill 800T
Der Cinestill 50D ist ein Taglichtfilm mit einer Farbtemperatur von 5500 Kelvin und hat eine Lichtempfindlichkeit vin ISO/ASA 50 – somit wirklich nur für Aufnahmen mit viel Licht zu gebrauchen. Der 50D ist einer der schärfsten und feinkörnigsten Farbnegativfilms mit einem sehr hohen Belichtungsspielraum.
Der Cinestill 800T ist ein Kunstlichtfilm bei einer Farbtemperatur von 3200 Kelvin. Er kann bis zu ISO/ASA 3200 gepusht werden. Der Film ist perfekt für Street-Fotografie, Konzertaufnahmen und Aufnahmen unter „available light“.

Aufnahmen, die mit diesen Filmen erstellt wurden lassen sich auf dem Instagram-Kanal @cinestillfilm bewundern.

Im Netz gibt es Lightroom-Presets, die man nicht mehr zählen kann. Es gibt Presets, die teilweise recht eindrucksvoll analoge Filme emulieren können.
Auf der Suche nach oben genannten Filmen ist jedoch ganz schnell “Hängen im Schacht”, wie man so schön sagt.
Solange, bis man “The Classic Presets” findet.
Der Betreiber, André Duhme, bietet bereits eine kleine Sammlung analoger Emulationen und eine hervorragende Preset-Serie, die die Kodak Kodachrome-Filme darstellen.

Auf André’s Seite gibt es weiterhin die oben genannten Cinestill 50D und Cinestill 800T als Lightroom-Presets unter dem Namen “Classic ECN-2 Lightroom Presets” für momentan schlanke €19,99 käuflich zu erwerben. Mit den zwei Filmemulationen kommen noch eine Menge Einstellungen für Weißabgleich, Kontrast, Körnung, Tonung, etc..

Hier zwei Beispiele zu den Presets, jeweils das Original mit einer automatischen Lightroom-Entwicklung und das 50D, bzw. 800T Preset:

Die Presets sind keine “Immer-drauf-Lösungen” – sie eignen sich nicht immer und allezeit für jedes Foto. Bilder mit viel Licht eignen sich für den 50D; Fotos unter Kunstlicht und “available light” eignen sich besonders für den 800T.
Für mich verleihen sie den Aufnahmen einen speziellen Charakter, den ich persönlich sehr mag.

Cinestill-Films auf Instagram:

Something is wrong.
Instagram token error.
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Photoshop-Tutorials

Um Gottes Willen, jetzt kommt doch wohl nicht das billionste Photoshop-Tutorial, das kein Mensch braucht !?!?

Keine Angst, ich gehen nicht unter die Leute, die Tutorials auf YouTube anbieten. Dennoch lohnt ein Blick dorthin, um unter den Millionen Angeboten “was Echtes” zu finden.
Gibt man “Photoshop Tutorial” bei YouTube ein, so wird man erschlagen von Angeboten, in der Mehrzahl versprechen diese, atemberaubende Bilder zu erstellen, aus einem Scarface ein Model zu machen und aus einer Winterlandschaft ein Bild mit Karibikflair zu erstellen. Da schüttelt man bisweilen den Kopf, was einem da alles geboten wird.
Etwas wirklich brauchbares ist eher rar gesät.

Zu den brauchbaren YouTube-Channels gehört zweifellos “PIXimperfect” von Unmesh Dinda. Sieht man den Typen zum ersten mal, gewinnt man den Eindruck, ein Maskenbildner aus Bollywood auf Drogenentzug ist hier für das Styling zuständig. Aussehen ist immer eine persönliche Sache, also beiseite damit. Wenn Unmesh hier etwas erklärt, hat das Hand und Fuß und ist sofort verständlich (alles auf Englisch – also nix für Leute die mental und linguistisch in einer einzigen Volksgemeinschaft gefangen sind). Es werden auch nicht geheimste Geheimtricks gezeigt (sonst wären sie ja nicht mehr geheim), sondern zuweilen auf ganz simple Sachen, auf die man nie kommt – beispielsweise ein richtiger Farbtonmix bei den Schwarz-Weiß-Einstellungen oder Erhöhung der Sättigung ohne dafür global die Sättigung anzuheben. Mir gefällt dieser Kanal, er ist sehr praxisnah und äußerst verständlich (wenn man o.g. Barrieren bereit ist, zu überwinden). Es wird nix versprochen, was nicht gehalten wird. Hier der Link:

Dieses Video ist im erweiterten Datenschutzmodus von Youtube eingebunden, der das Setzen von Youtube-Cookies solange blockiert, bis ein aktiver Klick auf die Wiedergabe erfolgt. Mit Klick auf den Wiedergabe-Button erteilst Du Deine Einwilligung darin, dass Youtube auf dem von Deinem verwendeten Endgerät Cookies setzt, die auch einer Analyse des Nutzungsverhaltens zu Marktforschungs- und Marketing-Zwecken dienen können. Näheres zur Cookie-Verwendung durch Youtube findest Du in der Cookie-Policy von Google unter https://policies.google.com/technologies/types?hl=de.

Kodachrome-Presets für Lightroom

Image by Pittaya

Jetzt wird es witzig – es geht darum, den Look der legendären Kodachrome-Filme mit Hilfe von Lightroom-Presets nachzubilden. Was ist daran so komisch?

Zum ersten liebe ich den Look der Kodachrome-Filme. Paul Simon beschreibt den Kodachrome in seinem gleichnamigen Song äußerst treffend:

They give us those nice bright colors
They give us the greens of summers
Makes you think all the world’s a sunny dayPaul Simon

Kodachrome ist die Marke für einen von 1935 bis 2009 produzierten Diafilm des Filmherstellers Kodak. Der Kodachrome-Film war der erste kommerziell erfolgreiche Dreifarbfilm mit einer sehr natürlichen Farbwiedergabe und einer hohen Schärfe und wies ein sehr feines Korn aus. Mit seinen lebendigen Farben hatter er einen wegweisenden Einfluss auf die Entwicklung des Farbfilms. Erst in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts erreichten die Mitbewerber annähernd das Niveau des Kodachrome.
Viele Berufsfotografen und ambitionierte Hobbyfotografen bevorzugten diesen Film. Der wohl berühmteste Nutzer von Kodachrome-Filmen war der amerikanische Fotograf Steve McCurry, weltberühmt für das Foto eines afghanischen Mädchens auf dem Cover der National Geographics. Steve McCurry war es auch, der die letzte Rolle des Kodachrome 64 verschiessen durfte, bevor die Produktion von Kodak 2009 eingestellt wurde. Hierzu gibt es eine hervorragende Dokumentation auf YouTube:

Zum zweiten bin ich äußerst skeptisch, was die Verwendung von Presets zur Entwicklung der Fotos in Lightroom betrifft.
Presets sehen auf den Webseiten der Hersteller immer toll aus; es gibt leuchtende Farben, tiefe Kontraste, verwaschene Retro-Looks und verträumte Hochtzeits-Stile. Auf die eigenen Fotos angewendet, folgt nicht selten eine gewisse Ernüchterung. Zuweilen scheinen die Haare rot, die Kontraste sind so hoch, dass man nur noch schwarz-weiß wahrnimmt, richtiges Retro-Feeling stellt sich ebenfalls nicht ein und auf den Hochzeitsfotos wirken diese wie aus der Werbebroschüre eines Scheidungsanwaltes.
Ist man mit den detaillierten Bearbeitungsmöglichkeiten in Lightroom nicht sonderlich vertraut, richten solche Presets mehr Schaden als Nutzen an, da der Nutzer gar nicht weiß, wo er hier etwas ändern kann, damit das Ergebnis halbwegs ansehnlich ist.
Eine neue Möglichkeit in Lightroom Classic CC ab Version 7.3 ist die Verwendung von LUT’s als Kamera-Profile, womit man einen bestimmten Look “in einem Rutsch” auf das Bild anwenden, bzw. stufenlos beimischen kann. Wie das geht, steht hier: LUT’s in Lightroom.
Ich nutze selbst kaum Presets und wenn, dann fast nur selbst erstellt. Diese dienen hauptsächlich dazu, bestimmte Tonungen (z.B. das berühmt-berüchtigte Orange ‘n’ Teal), eine Vignette oder bestimmte Körnung hinzuzufügen.

Auf der Suche nach einem geeigneten Kodachrome-Look fällt man über tonnenweise Presets und oder LUT’s im Internet; auch gibt es Tutorials, die einem den ultimativen Kodachrome-Look näherbringen wollen. Die Ergebnisse sind jedoch allesamt äußerst ernüchternd. Auch hier sehen die Beispielfotos toll aus, auf den eigenen Bilden relativiert sich alles wieder.
Auf Empfehlung einiger Fotografen bin ich dann auf eine Seite namens “The Classic Presets” von André Duhme gestossen, der neben vielen “Vintage-Presets” eben auch Emulationen des Kodachrome 25 und Kodachrome 64 anbietet. Diese hören auf den Namen “Classic K14” – K14 beschreibt den Entwicklungsprozess der vorgenannten Kodachrome Filme.
Die Beispielfotos auf André’s Seite fand ich zunächst äußerst ansprechend, insbesondere vom “Feeling” der Bilder – hier scheint jemand nicht einfach nur an den Farbreglern gedreht zu haben.
Ernüchterung mag da beim Preis der Presets aufkommen – gerade mal 6 Presets für €29,99. Das ist quantitativ nicht viel, jedoch reden wir hier über ZWEI Filme, die adaptiert werden.
Angesichts der Qualität der Presets vergißt man den Preis jedoch ganz schnell wieder. Neben den eigentlichen Emulationen gibt es noch weitere Presets, mit denen man beispielsweise den Kontrast, den Weißabgleich, die Verteilung von Licht und Schatten, etc. sehr einfach anpassen kann (wenn man es mit den Lightroom-Reglern nicht selbst machen will). Darüber hinaus kann man den Aufnahmen via Presets noch einen wärmeren oder kälteren Farblook geben.
Das ganze mag zwar auf den ersten Blick nicht so spektakulär wie bei anderen Presets aussehen, doch mir gefällt einfach der Look, der mit den Presets erzeugt wird. Weiterhin “funktionieren” die Presets der beiden Kodachrome-Emulationen einfach auf einem Großteil meiner Fotos. Man sollte dabei auch bedenken, dass man in der analogen Welt auch nicht nur mit ein oder zwei Filmen die ganze Welt fotografiert hat. Einen Kodachrome 25 (mit ISO/ASA 25) wird man nicht für die Milchstrassenfotografie verwenden, warum soll dann ein Presets die Hasen aus dem Hut zaubern?
Ich habe bis dato keine bessere “Kodachrome”-Emulation als die “Classic K14 Lighreoom Presets” im Netz gefunden (sofern man einen Kodachrome überhaupt emulierten kann, das ist wie mit echtem Vinyl-Knistern …). Hier stimmt meiner Ansicht nach das Feeling, was auf den Bildern hervorragend herüberkommt. Übrigens wurde hier mit äußerster Liebe zum Detail gearbeitet, denn neben den Presets gibt es noch spezielle Kameraprofile für viele aktuelle Modelle der “üblichen Verdächtigen” (Canon, Sony, Fuji, Nikon und sogar einige iPhone-Modelle). Alleine diese Tatsache rechtfertigt den Preis abermals.

Insgesamt für einen Preset-Muffel und Kodachrome-Fan wie mich eine klare Empfehlung für die “Classic K14 Lightroom Presets”.
Im Anschluß gibt es noch ein paar vorher/nachher-Fotos mit den Classic K14 Presets:

Mercedes-Benz  190 SLK14-64er
K25-beforeK25-after

Aufnahmen mit den Classic K14-Presets auf Instagram:

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Instagram token error.
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