Eine Liebeserklärung an den angebissenen Apfel

Vor 20 Jahren habe ich mich auf ein Experiment eingelassen, von dem ich nicht wusste, dass es lebenslänglich werden würde: mein erstes Apple-Produkt.

Heute, zwei Jahrzehnte später, ist unser Haushalt ein Windows- und Android-freies Biotop – eine Art digitales Naturschutzgebiet, in dem nur ein einziges Ökosystem überlebt hat: das mit dem angebissenen Apfel drauf.
Und nein, das ist kein Stockholm-Syndrom. Das ist Hingabe.

Man arbeitet MIT den Geräten, nicht IN ihnen

Das ist der Satz, der alles erklärt. Bei Apple öffne ich mein MacBook, und es tut einfach, was ich will. Kein Rechtsklick-Ritual durch sieben Untermenüs, kein Update, das sich zunächst weigert, sich dann jedoch installiert und anschließend den Neustart drei Mal verschiebt, weil es sich das letztendlich nochmal überlegt hat. Ich klappe den Laptop auf – er ist da. Ich klappe ihn zu – er schläft, ohne Drama, ohne Abschiedsszene. Das gleiche beim iMac ode Mac mini.

Andere Betriebssysteme fühlen sich manchmal an wie eine Wohnung, in der man ständig Möbel rücken muss, damit die Tür überhaupt aufgeht. Bei Apple ist die Tür einfach… eine Tür.

Die Verzahnung: Zauberei mit Marketingabteilung

Ich kopiere Text auf dem iPhone und füge ihn auf dem Mac ein. Ich beginne eine Mail auf dem iPad und beende sie auf der Uhr (okay, das mit der Uhr ist vielleicht etwas überzogen– aber bei der Geschwindigkeit, mit der neue Features kommen, sage ich lieber nichts Falsches). AirDrop wirkt wie ein kleiner Zaubertrick, den ich nach 20 Jahren immer noch niemandem erklären kann, ohne dass es nach Voodoo klingt.

Wartungsarm bis zur Belanglosigkeit

Ich erinnere mich nicht, wann ich das letzte Mal ein Antivirenprogramm gebraucht, einen Treiber gesucht oder eine Registry bereinigt habe. Meine Geräte laufen einfach – so unauffällig, dass ich manchmal vergesse, dass Technik theoretisch auch nerven könnte.

Der Preis der Bequemlichkeit

Ist das teuer?
Ja.
Bin ich dadurch komplett in einem geschlossenen Garten gefangen, aus dem es kein Entkommen gibt?
Auch ja.
Aber es ist ein sehr gepflegter Garten, mit gemähtem Rasen, funktionierender Bewässerung und einem Gärtner, der nie krank wird.

Nach 20 Jahren ziehe ich Bilanz: Ich habe kein einziges Windows- oder Android-Gerät mehr im Haus. Nicht aus Snobismus oder Geltungsdrang auf dem Sofa eines Starbucks und einem „Decaff Latte Macchiato Espresso mit CO2-freier Hafermilch“ , sondern aus purer Bequemlichkeit – der ehrlichsten aller Tugenden.

Meine Beiträge zu Apple und Mac

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