Achtsamkeit

Schön, dass Du Dich getraut hast, diese Seite anzuklicken! Und Respekt: Du hast es geschafft, Dich nicht vom nächsten Katzenvideo ablenken zu lassen, sondern bist genau hier gelandet. Das ist doch schon der erste Schritt zu mehr Achtsamkeit, oder?
Was ist eigentlich Achtsamkeit? Unter dem Begriff Achtsamkeit (englisch: Mindfulness) versteht man eine bestimmte Form der Aufmerksamkeit: die bewusste, absichtslose und völlig wertfreie Wahrnehmung des aktuellen Moments.
Und keine Sorge: Hier gibt es kein stundenlanges Schweigen in kühlen Höhlen und ich ernähre mich auch nicht ausschließlich von Licht und grünem Tee, leider bisweilen im Gegenteil. Ich glaube fest daran, dass Achtsamkeit mitten im Chaos des Alltags stattfinden muss – genau da, wo die To-Do-Liste brennt, das WLAN streikt und der Kaffee kalt wird. Achtsamkeit bedeutet für mich nicht, alle Probleme wegzulächeln. Es bedeutet, dem Wahnsinn des Alltags mit einem dicken Schutzschild aus Gelassenheit (und einer gesunden Portion Humor) zu begegnen.
Die Kernaspekte der Achtsamkeit lassen sich in drei wesentliche Säulen unterteilen:
- Fokussierung auf das Hier und Jetzt
- Bewusstes Wahrnehmen statt automatisches Reagieren
- Eine Haltung der Nicht-Bewertung
Die Aufmerksamkeit wird ganz bewusst auf den gegenwärtigen Moment gelenkt – also auf das, was Du jetzt gerade tust, fühlst , denkst oder körperlich wahrnimmst. Das Gegenbeispiel zur Achtsamkeit ist das „Grübeln“ (in der Vergangenheit hängen) oder das „Sorgen“ (in der Zukunft leben), ebenso wie das Handeln auf Autopilot.
Der wohl anspruchsvollste Teil: Aufkommende Gedanken, Gefühle oder körperliche Empfindungen (wie z. B. ein Zwicken im Rücken oder ein Gefühl der Ungeduld) werden einfach nur beobachtet und registriert, ohne sie als „gut“ oder „schlecht“ zu verurteilen. Man nimmt sie an, wie sie sind, und lässt sie wie Wolken am Himmel vorbeiziehen, anstatt innerlich mit ihnen in den Ring zu steigen.
Normalerweise reagieren wir auf Reize (einen stressigen Gedanken, einen Kommentar des Partners, ein lautes Geräusch) reflexartig und automatisch. Achtsamkeit schafft einen Raum zwischen dem Reiz und unserer Reaktion. In diesem Raum liegt die Freiheit, bewusst zu entscheiden, wie man antworten möchte.
Ein einfaches Alltagsbeispiel:
Du Kaffee trinkst und dabei gedanklich schon die To-do-Liste für den Tag durchgehst, bist Du unachtsam. Achtsamkeit bedeutet: Du spürst die Wärme der Tasse in Ihren Händen, riechst das Aroma, schmeckst den ersten Schluck ganz bewusst und nimmst die Textur wahr – ohne den Zustand zu analysieren, sondern einfach nur, um die Erfahrung im Moment zu machen.
Bereit für ein bisschen mehr Omm?
Egal, ob du tief in die Meditation einsteigen willst oder einfach nur suchst, wie du deinen Alltag überlebst, ohne abends wie ein überreiztes Smartphone-Display zu flackern: Lass uns gemeinsam durchatmen.
Gib mir den Mut, Dinge zu ertragen, die ich nicht ändern kann.
Gib mir die Kraft, Dinge zu ändern, wo ich es kann.
Gib mir die Weisheit, zwischen beiden zu unterscheiden!
Als kleinen Tipp möchte ich Dir noch den Podcast „Wie war der Tag, Liebling“ mit dem SWR3-Moderator Kristian Thees und Anke Engelke ans Herz legen. Dieser Podcast ist so etwas wie der gemütliche Küchentisch des deutschen Audio‑Alltags: zwei Menschen, ein Tag, ein Haufen Beobachtungen – und die charmante Kunst, aus scheinbar kleinen Momenten große Geschichten zu machen. Einen Link dazu findest Du oben und rechts, bzw. unten im Menu.
Atme mal tief ein. Und wieder aus. Siehst du? Läuft schon.
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