Jeff Porcaro: Der Mann, der den Groove atmen ließ New
Die Grafiken/Bilder in diesem Beitrag wurden mittels KI generiert.
Am 5. August 2026 jährt sich der Tod von Jeff Porcaro zum 34. Mal. Jeff Porcaro, geboren am 1. April 1954 in Hartford, Connecticut, starb am 5. August 1992 und wurde nur 38 Jahre alt. [1]
Es gibt Musiker, die man sofort erkennt, sobald sie einen Ton spielen. Bei Jeff Porcaro reichte oft ein einziger Takt. Nicht, weil er laut sein musste. Nicht, weil er sich in den Vordergrund spielte. Sondern weil sein Schlagzeugspiel etwas hatte, das viel seltener ist als Technik: Haltung, Geschmack und ein unglaubliches Gefühl für den Song.
Porcaro war Gründungsmitglied und Schlagzeuger von Toto, der Band, die mit Songs wie „Hold the Line“, „Rosanna“ und „Africa“ Pop- und Rockgeschichte schrieb. Zugleich war er einer der gefragtesten Sessiondrummer seiner Generation. AllMusic beschreibt ihn als einen der höchst angesehenen Studio-Schlagzeuger im Rock von Mitte der 1970er bis in die frühen 1990er Jahre und schreibt, dass der Sound des Mainstream-Pop/Rock-Drummings der 1980er Jahre zu einem großen Teil der Sound von Jeff Porcaro gewesen sei. [1]
Was Jeff Porcaro so besonders machte, war nicht nur Präzision. Viele Drummer spielen präzise. Bei ihm klang Präzision menschlich. Seine Grooves hatten Luft, Wärme und Bewegung. Sie wirkten nie mechanisch, sondern immer so, als würde das Schlagzeug mit der Musik sprechen. Er konnte einen Song antreiben, ohne ihn zu überladen. Er konnte Spannung erzeugen, ohne sich aufzudrängen. Und er verstand, dass ein großartiger Drumtrack nicht beweisen muss, wie gut der Schlagzeuger ist. Er muss beweisen, wie gut der Song ist.
Schon früh war Musik Teil seines Lebens. Sein Vater Joe Porcaro war ein renommierter Schlagzeuger und Lehrer, und auch Jeffs Brüder Steve und Mike wurden professionelle Musiker. [1] Paiste nennt als Stationen seiner Karriere unter anderem Aufnahmen und Tourneen mit Seals and Crofts, Boz Scaggs und Steely Dan. [2] Gerade diese Mischung aus Familienprägung, Studioerfahrung und musikalischer Offenheit machte Jeff Porcaro zu einem Drummer, der fast jedes Genre bedienen konnte, ohne seine eigene Handschrift zu verlieren.
Sein Name ist für viele Schlagzeuger bis heute untrennbar mit „Rosanna“ verbunden. Der berühmte Groove aus Toto IV gilt als Paradebeispiel für musikalische Kontrolle, Dynamik und Timing. „Rosanna“ ist kein Schlagzeugsolo im klassischen Sinne, aber für Drummer ist es ein Lehrstück: Wie spielt man komplex, ohne kompliziert zu wirken? Wie erzeugt man Bewegung, ohne den Song zu zerdrücken? Wie bringt man Technik zum Grooven?
Doch Porcaros Vermächtnis ist größer als ein einzelner Groove. Er spielte auf unzähligen Aufnahmen mit, unter anderem werden in seiner Diskografie Arbeiten mit Künstlern wie Michael Jackson, Elton John, Don Henley, Warren Zevon, Rickie Lee Jones und Bruce Springsteen genannt. [2] Wer Pop- und Rockmusik der 1970er und 1980er Jahre hört, begegnet Jeff Porcaro deshalb oft, auch wenn sein Name nicht immer auf dem Cover steht.
Vielleicht liegt genau darin seine Größe. Jeff Porcaro war kein Drummer, der ständig „Schaut her!“ rief. Er war einer, der sagte: „Hört hin.“ Sein Spiel lehrte, dass Zurückhaltung keine Schwäche ist. Dass Groove mehr bedeutet als Tempo. Dass ein Song manchmal genau dann am stärksten wird, wenn jeder Musiker weiß, wann er Platz lassen muss.
34 Jahre nach seinem Tod wirkt Jeff Porcaro nicht wie eine Figur aus einer vergangenen Ära. Sein Einfluss lebt in Studios, Proberäumen und auf Bühnen weiter. In jeder Diskussion über Feel, Timing und songdienliches Spiel fällt früher oder später sein Name. Und wenn junge Drummer heute versuchen, den Geist seiner Grooves zu verstehen, lernen sie nicht nur Schlagzeug. Sie lernen Musikalität.
Jeff Porcaro hat den Groove nicht erfunden. Aber er hat gezeigt, wie tief er atmen kann.
Hier das Video zu „Can You Hear What I‘m Saying“ aus dem Jahr 1990, wo Jeff Porcaro mit seinem ebenfalls verstorbenen Bruder Mike Porcaro einen unglaublichen Groove zaubert.
Danke, dass Du diesen Beitrag gelesen hast. Vergiß bitte nicht, diesen Blog zu abonnieren!
Entdecke mehr von Casual Conversations
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.
