"No hay nada ya, en ese lugar, todo es ficticio, nada de realidad"

Weimar

Weimar, Buchenwald, Wartburg, Eisenach, Jena

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Nach dem Tode meines Vaters im Juni 2007 wollten wir meiner Mutter etwas Abwechslung gönnen. Wir wählten ein Ziel, welches leicht zu erreichen, nicht zu weit weg ist und trotzdem Abwechslung bietet.

Die thüringische Stadt Weimar bot ein lohnenswertes Ziel.
Wir kamen in einem kleinen Hotel am Stadtrand unter.
Vom Wetter wurden wir in diesen Oktobertagen sehr verwöhnt.
Weimar ist eine äußerst sehenswerte Stadt mit sehr schönen Plätzen, Bauten und Parks.
Überall wird man Zeuge der deutschen Geschichte.
Im Park an der Ilm wandelt man auf Goethes Spuren und kann sein Gartenhaus, sowie sein Wohnhaus im Stadtkern besichtigen. Der Park an der Ilm lädt dabei zu ausgedehnten Spaziergängen ein. Im deutschen Nationaltheater tagte 1919 die verfassungsgebende Versammlung zur ersten demokratischen Republik in Deutschland, die dieser ihren Namen, “Weimarer Republik” gab.

Die Wartburg

Ein weiteres lohnenswertes Ziel ist die Wartburg bei Eisenach, auf der man auf den Spuren von Martin Luther wandelt und eine wundervolle Aussicht auf Eisenach und die hügelige thüringische Landschaft hat.
wurde um 1067 von Ludwig dem Springer gegründet und gehört seit 1999 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Kaum ein anders Bauwerk ist mit der deutschen Geschichte enger verbunden als die Wartburg. In den Jahren 1521 bis 1522 hielt sich Martin Luther dort als “Junker Jörg” auf und übersetzte das Neue Testament in die deutsche Sprache. Bis dato hatte es nur in lateinischer Sprache existiert.

Das Bauhaus

Ein Highlight ist jedoch die Bauhaus Universität. Dort kann man einen sogenannten “Bauhaus-Spaziergang” buchen.
Das Bauhaus entstand am 12.April 1919 in Weimar durch die Vereinigung der Großherzoglich-Sächsischen Kunstschule Weimar mit der 1907 von Henry van de Velde gegründeten Großherzoglich-Sächsischen Kunstgewerbeschule Weimar.
Bedauerlicherweise schien das Interesse an dieser Veranstaltung äußerst gering, es war für uns eine “Privatführung”. Das hatte jedoch den unschätzbaren Vorteil, dass wir das Arbeitszimmer von Walter Gropius, dem ersten Direktor des Bauhauses in Weimar betreten durften. Dieser Raum ist normalerweise für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Für mich als “Bauhaus-Fan” ein unvergessliches Erlebnis.

Das Konzentrationslager

Ein weiterer, wenngleich trauriger Höhepunkt war der Besuch der nahegelegenen Gedenkstätte des Konzentrationslagers Buchenwald. Dieses Konzentrationslager wurde zwischen Juli 1937 und April 1945 auf dem Ettersberg bei Weimar als Haftstätte zur Zwangsarbeit betrieben; die Zahl der dort zu Tode gekommenen Menschen wird mit 56.000 geschätzt. Bedrückend ist schon die Zufahrt zur Gedenkstätte auf dem Etterseberg durch ein dunkles Waldgebiet. Der Besuch der Zellen und Gaskammern läßt den Besucher stumm zurück.
Möge es für immer ein Mahnmal gegen faschistischen Terror bleiben.

Weimar und Umgebung

Reise nach Weimar und Umgebung im Herbst 2007