Oldtimertreffen August 2025

In den Sommermonaten findet regelmäßig ein Treffen klassischer Automobile an der Krefelder Rennbahn statt. Ausgerichtet wird die Veranstaltung von den Oldtimerfreunden Egelsberg. Der Eintritt für Besucher ist grundsätzlich frei.

Nach den automobilen Highlights des letzten Wochenende, Classic Days und Oldtimer Grandprix am Nürburgring sollte es an diesem Wochenende etwas beschaulicher zugehen. Sollte …

Das Wetter an diesem Sonntag war sehr einladend, die Temperaturen warm, aber nicht heiß. Keine Vergleich zu dem Treffen im Juni, das sehr heiße Temperaturen bot.

Manchmal braucht es keinen Fluxkompensator, um eine Zeitreise zu machen – ein sonniger Tag, ein paar Hundert Liter Benzingeruch und jede Menge blitzender Lack reichen völlig. Genau das gab’ es erneut beim Oldtimertreffen der Oldtimerfreunde Egelsberg auf der Krefelder Rennbahn.

Auf Grund des idealen Wetters erschienen am heutigen Tag eine Vielzahl von Fahrzeugen, unter anderem Ferrari, Jaguar, Borgward und Rolls-Royce, die zuvor selten bis gar nicht präsent waren. Es ist immer wieder erstaunlich, was für Schätze trotz der hohen Dichte an Oldtimer-Veranstaltungen in unserer Region zu Tage treten.

Auch heute gab es wieder eine bis dato unbekannte Kuriosität. Ein Peugot aus den 50er-Jahren mit einem BMW-Motor. Eine Nachfrage beim Besitzer ergab, dass es sich um einen Sechszylindermotor aus dem 520i handelte. „Der dreht nicht so hoch und hat für das Auto das ideale Drehmoment“, wusste er zu berichten. Doch damit nicht genug. „Das Fahrwerk stammt übrigens von Volvo“, sagte der Besitzer. So etwas lässt einen dann wieder staunend zurück, selbst prominente Besucher wie der bekannte Fernsehkoch und Moderator Horst Lichter waren entzückt …

In der unten stehenden Galerie findest Du ein paar Aufnahmen der Veranstaltung, auf Grund der hohen Anzahl an Fahrzeugen sind es heute etwas mehr geworden …


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Classic Days 2025

Nach einer Zwangspause im Jahr 2024, in dem die Classic Days erneut auf dem Messegelände in Düsseldorf stattfinden sollten, ist diese sehr beliebte Veranstaltung historischer Automobile in neuem Gewand wieder am Start. Die Classic Days gelten mit über 5.000 Besuchern als „Großveranstaltung“ und benötigt so ein entsprechedes Sicherheitskonzept und einige bürokratische Abläufe in Ämtern zur Genehmigung und Durchführung, Bauanträgen und Bauabnahmen: “Uns fehlen hier – Stand gestern Abend 4. Juni 2024 – noch umfassende Antworten der Behörden”, erklärten die Veranstalter im letzten Jahr. Hinzu kamen neue Aufgaben, wie die Umsetzung der neuen Cannabis-Ordnungswidrigkeiten-Verordnung oder auch akuten Gefahren-Abwehr-Szenarien. Aus diesen Gründen wurden die Classic Days 2024 abgesagt.

Im Jahr 2025 fanden die Classic Days nun ein neues zu Hause, erneut im Rhein-Kreis Neuss, in dem auch vergangene Veranstaltungen in Schloß Dyck in der Gemeinde Jüchen stattfanden. Das neue Domizil der Veranstaltung ist das im 13. Jahrhundert erstmals urkundlich erwähnte Rittergut Birkhof in der Stadt Korschenbroich.

Als Besucher der Classic Days war man zu Zeiten, an denen diese auf dem weitläufigen Gelände und der historischen Kulisse von Schloß Dyck stattfand, extrem verwöhnt. Alleine das Treffen der Markenclubs auf dem riesigen Miskantus-Feld vor dem Schloß suchte seinesgleichen. Auch auf dem Messegelände in Düsseldorf, auf dem die Classic Days in den Jahren 2022 bis 2023 stattfand, herrschten großzügige Platzverhältnisse, wenngleich die Atmosphäre früherer Veranstaltungen gelitten hat. Alleine der nahegelegene Flughafen Düsseldorf mit seinen zahlreichen Starts und Landungen, insbesondere in der Ferienzeit, tat der Stimmung im Hinblick auf den Lärmpegel einen nicht zu unterschätzenden Abbruch. Kann der neue Veranstaltungsort, das Rittergut Birkhof das alte Flair und die alte Stimmung wieder zurückbringen?

Die Platzverhältnisse sind gegenüber den vorangegangenen Veranstaltungsorten eingeschränkter, dennoch läßt sich die Frage mit einem klaren „Ja“ beantworten. Die Entscheidung für das Rittergut Birkhof war organisatorisch durchdacht und atmosphärisch sehr stimmig. Der weitläufige Park der Anlage mit Alleen, Rasenflächen und alter Baumkulisse bot eine beeindruckende Kulisse für das Festival, das als deutsche Entsprechung zu Goodwood gefeiert wird. Das Rittergut liegt in einem großen Park mit anschließendem Landschaftsgarten und zeichnet sich, so Organisator Marcus Herfort, “durch eine sehr englische Atmosphäre aus”.

Natürlich gab es wieder zahlreiche Highlights:

  • Der 2,6 km lange Rundkurs „Racing Legends“ bot spannende Demonstrationsläufe mit Rennwagen und Motorrädern bis Baujahr 1961 – eine nostalgische wie dynamische Attraktion,
  • Im Concours d’Elegance „Jewels in the Park“ glänzten edle Klassiker unter Buchen und Eichen – inklusive stilvoller Präsentation am alten Herrenhaus,
  • Thematisch gegliedert: VW‑Käfer‑Läufe, US‑Cars („Stars & Stripes“), JDM‑Show im „Green House“, inklusive dem legendären GT‑R von Paul Walker und einem Honda NSX,
  • Die Weltpremiere des VW ID. Every 1 gab dem Festival auch einen Blick in die Zukunft – überraschend und zeitgemäß. Leider wurde das Fahrzeug in dem ehemaligen Gartencenter sehr lieblos präsentiert, wie auch die japanischen Sportwagen.

In Anbetracht der Tatsache, dass es sich hier um eine privat ausgerichtete Veranstaltung handelte, war die Organisation sehr gut. Die Ausschilderung an den Zufahrtstrassen zum Veranstaltungsgelände war sehr gut und schlüssig, ankommende Autofahrer wurden unverzüglich auf die umliegenden Parkplätze geleitet, wenngleich niemand das für 8€ online erstandene Parkticket kontrollierte. Die Strecke, auf denen die historischen Fahrzeuge fuhren, führten in Teilen über das Veranstaltungsgelände. Dadurch wurde der Besucherstrom etwas unterbrochen. Ich sah es jedoch als Vorteil, man war im Grunde „gezwungen“, sich dadurch ein Bild der fahrenden historischen „Schätze“ zu machen – ein Grund, weswegen man derartige Veranstaltungen besucht. Einzig die geschlossene Veranstaltung der Julius Bär AG, eines privaten Vermögensverwalters im Herrenhaus des Rittergutes und der angrenzenden Terrasse paßte nicht ins Bild dieser gelungenen Veranstaltung. Hinter Zäunen verbargen sich einige Schätze, wie ein Porsche 356 und ein Dino, die jedoch meines Erachtens nach nicht das Interesse des dortigen Publikums weckten, dass augenscheinlich in der Hauptsache damit beschäftigt war, „gesehen“ zu werden.

In der letzten Dekade waren die Classic Days für mich immer ein fotografisches Highlight. Es waren dort immer unzählige, bisweilen sehr spezielle und sehr rare klassische Automobile zu bewundern. Darüber hinaus war auf den vergangenen Veranstaltungen immer sehr viel Prominenz vertreten, von Stirling Moss, John Surtees, Walter Röhrl, Jochen Mass bis hin zu Arturo Merzario. Dieser nahm auch im hohen Alter noch an Rennen teil und ließ sich bereitwillig ablichten, insbesondere mit den kleinen Gästen. Der Ehrengast der diesjährigen Classic Days, Hans-Joachim „Strietzel“ Stuck musste seine Teilnahme aus persönlichen Gründen leider absagen. Man brauchte bei den Classic Days nie nach speziellen Motiven zu suchen, im Gegenteil, man musste sich immer selbst disziplinieren, aus allen Möglichkeiten das Beste aufzunehmen.

In diesem Jahr gab es zudem noch eine organisatorische „Zwickmühle“ – zeitgleich zu den Classic Days fand am Nürburgring der alljährliche „Oldtimer Grandprix“ statt. Ein Freund und ich entschieden daher, am Samstag die Classic Days und am Sonntag den Oldtimer Grandprix zu besuchen. Im Nachhinein betrachtet, hätten wir diese Tage besser „getauscht“. Am Samstag zeigte sich das Wetter nicht von seiner besten Seite, es gab mehrere, teils heftige Regenschauer, die sowohl für die Fahrer als auch für die Besucher sehr unangenehm waren. Am Sonntag war das Wetter am Nürburgring erheblich freundlicher, wenn auch kühler. Leider war es bei dem Oldtimer Grandprix sehr leer – es war wenig Publikum dort, der Zeitplan der Rennläufe ließ zu Wünschen übrig und im Fahrerlager waren extrem wenig Fahrzeuge. Markenclubs wie Porsche und Ferrari waren äußerst spärlich vertreten. Aus diesen Gründen kam nicht die dort übliche Stimmung auf.

In der folgenden Galerie sieht Du einige Aufnahmen der Classic Days 2025.


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Logistikspezialist (m/w/d) – Einstieg auch ohne Vorkenntnisse

Keine Angst, … ich poste hier keine Stellenanzeige oder Stellengesuche. Oben genanntes Angebot befand sich heute Morgen in einer eMail von LinkdIn! Dieses Oxymoron – ein Spezialist o/ne Vorkenntnisse hat mir sofort ein Lächeln ins Gesicht gezaubert.

Worum geht es nun in diesem Angebot? Dieses stammt von einem „wichtigen Anbieter von Weiterbildung und Qualifizierung im Bereich der IT, Industrie 4.0 und digitaler Transformation.“ Aha. Deren Fokus liegt „vor allem auf innovativen Technologien wie Automatisierungstechnik, Logistik 4.0 und Robotik, die Unternehmen und Fachkräfte optimal auf die Anforderungen der modernen Arbeitswelt vorbereiten.“ Noch ein Aha-Erlebnis!

Weiterhin erfährt man, dass es sich um eine neunmonatige Weiterbildung zur IT-Fachkraft zur Logistik 4.0 mit IHK-Zertifikat handelt. Vier praxisorientierte Module werden in einem Remote-Seminar angeboten. Das einzige, was nötig sei, ist ein stabiler Internetzugang. Das nächste Oxymoron, Praxisorientierung lernt man also daheim auf’m Sofa.

Auf unsere heutigen, fast 40 Kilometer langen Radtour ist mir dieser Post nicht mehr aus dem Kopf gegangen. Am Ende bleibt mir nur ein Zitat des berühmten Franz Münchinger, Protagonist der berühmten 80er Jahre Serie Monaco Franze: „Ein rechter Scheißdreck war’s …“. „Wie, wie, wie …?“ – „Was, was was, …?“.

Nicht die Radtour, sondern der LinkedIn-Post. Warum? Dazu ein Abriss meiner Ausbildung und Erfahrung im Logisitkbereich. Es kann sein, dass es etwas länger wird, für einen kurzen Abriss hatte ich angesichts dieser fast schon ironisch anmutenden Anzeige keine Zeit.

Ende der Achtziger, Anfang der Neunziger Jahre habe ich den Beruf des Speditionskaufmanns erlernt. Also das, was heute Logistiker sind. Die Ausbildung damals war enorm vielfältig – man lernte, wie man Güter von A nach B über die Straße, die Schiene, die Luft und das Wasser transportiert. Doch das war noch lange nicht alles, wir bekamen Einblicke in das Handelsrecht, national wie international, in das Versicherungswesen, die Klassifizierung von Gefahrstoffen und in zollrechtliche und zolltarifliche Dinge. Als Speditionskaufmann hätte man somit auch ohne weiteres als Industriekaufmann, in Zollagenturen, bei Luftfahrtgesellschaften, Reedereien, bei der Deutschen Bundesbahn oder gar in einer Verischerungsgesellschaft einen Job finden können. Die Ausbildung dauerte 3 Jahre und fand offline in einem Speditionsbetrieb und der Berufsschule statt. Da alle Mitschüler aus unserer Berusfschulklasse in LKW-Speditionen lernten, mussten wir gar sämtliche Autobahnen und die damals noch existierenden Grenzübergänge auswendig lernen. Das hat den hübschen Nebeneffekt, dass ich heute noch ohne Navigationsgerät von Hamburg nach München fahren kann, auf Grund der praktischen Ausbildung zusätzlich von dort wahlweise weiter nach Amsterdam oder Genua.

Freilich waren wir zu der Zeit der Ausbildung noch wenig IT-affin. Die Kommunikation erfolgte ausschließlich über Telefon und Fernschreiber (quasi ein Vorläufer von Chat-Programmen und WhatsApp-Gruppen). Ganz wild wurde es mit dem Aufkommen von Fax-Geräten. Man konnte auf einmal in Echtzeit einen handgeschriebenen Brief nach China schicken (den dort vermutlich keine Sau lesen konnte …)

Mussten wir damals einen unserer Fahrer erreichen, begann ein heute unvorstellbares Procedere: Wir suchten uns die Ladepapiere (tatsächlich aus Papier) heraus um herauszufinden, welche Kunden der Fahrer anfährt. Dann wurden aus einem meterlangen Schrank die Bundestelefonbücher herausgeholt, um die Telefonnummern der betreffenden Kunden herauszufinden. Diese wurden angerufen und man fragte sich zu der Stelle durch, die der LKW-Fahrer vermutlich anfahren wird. Wir baten dann höflich auszurichten, dass der Fahrer mal bitte in seiner Firma anruft. ’Ne Stunde später riefen wir dann nochmal an: „War unser Fahrer schon da.“ „Ja, er ist aber wieder weg.“ „Hatten Sie nicht ausgerichtet, dass er mal zurückrufen soll?“ „Ham’ wer vergessen …“. Da haste dann zunächst einmal Pech gehabt …

Der nächste technologische Turbo, der zur Verbesserung der Kommunikation gezündet wurde, war der sogenannte „Europiepser“. Das war ein kleines Gerät mit eigener Telefonnumer, die man Anrufen konnte. Der Besitzer des Gerätes wusste nun, dass er sich zurückmelden sollte.

Das folgende Highlight war die Erfindung des Mobiltelefons. Im Jahr 1991 hatten wir in unserer Spedition Partnerbetriebe in den neuen Bundesländer. Das waren die ehemaligen DEUTRANS-Betriebe (für den internationalen Güterkraftverkehr), die Kraftverkehrsbetriebe (für den überregionalen Güterverkehr) und Handelstransportbetriebe (für den regionalen Güterverkehr, also heute vereinfacht gesagt Amazon- und DHL-Boten). Das Telefonnetz in den neuen Bundesländern war so marode wie heutzutage Straßen, Radwege und Brücken in Deutschland. Was jedoch funktionierte, war das D2-Mobilfunknetz (damals noch von Mannesmann bereitgestellt). Ich hatte auf meinem Schreibtisch solch ein „mobiles“ Telefon, was freilich so mobil war, dass man es nur als durchtrainierter Gewichtheber oder russischer Kugelstoßer bewegen konnte.

Wir hatten in unserem Betrieb damals zu Beginn der Neunziger Jahre bereits ein elektronisches Frachtabrechnungssystem, welches von unserer eigenen EDV-Abteilung programmiert wurde. Das war damals bereits so fortschrittlich und einfach zu handhaben, dass es locker heute noch die Anforderungen erfüllen würde.

Seitdem hat sich insbesondere im technologischen Bereich die Welt mindestens um 180 Grad gedreht. Ich könnte meinen Job heute lediglich mit einem Tablet wahlweise auf dem Ballermann, der Zugspitze oder in einem Innuit-Iglo in Grönland ausführen, vorausgesetzt, das Internet ist stabil. Die Technik bietet uns heute die Möglichkeit, LKW über GPS zu orten. Wir können feststellen, wieviel Kraftstoff sich im Fahrzeug befindet, wie hoch die Reichweite sein wird, wieviel Lenk- und Arbeitszeit der Fahrer noch zur Verfügung hat, wie lange seine nächste Ruhepause dauern wird und wie viel von seiner wöchentlichen Arbeitszeit noch zur Verfügung steht. Die Technik rechnet uns ebenfalls aus, wie viele Leerfahrten noch wirtschaftlich sind und ob wir es uns beispielsweise unter allen vorgenannten Aspekten erlauben können, einen LKW leer von Koblenz nach Köln fahren lassen können um eine Ladung aufzunehmen. Unter oben genannten Aspekten können wir ebenfalls präzise unter Berechnung der momentanen und voraussichtlichen Verkehrsverhältnisse eine Aussage treffen, wann die Ladung, die wir dann in Köln übernehmen können in Hamburg sein wird. Die Ladeadresse sendet mein EDV-System dann einfach auf das Tablet des betreffenden Fahrers. Die Technik sagt mir dann auch unter Berücksichtigung oben genannter Faktoren, wieviel Zeit mein Fahrer noch hat und bis wohin ich ihn schicken kann, um eine Folgeladung aufzunehmen.

Schöne neue Welt – es hört sich perfekt an! Das ganze wird dann heute unter anderem mit dem trendigen Begriff Supply Chain Management umschrieben. All das „lernt“ man in der Weiterbildung zur IT-Fachkraft zur Logistik 4.0! Das hört sich doch zunächst einmal hervorragend an. Ich lerne ganz einfach vom Sofa aus, wie ich einen Warenstrom mit wenigen Mausklicks und einer intelligenten Technik in Gang halten kann. Freilich nicht nur, wie im Beispiel von Köln nach Hamburg, sondern gar weltweit. Das hört sich so romantisch an, wie in dem Lied Seemann, deine Heimat ist das Meer von Lolita:

Deine Heimat ist das Meer
Deine Freunde sind die Sterne
Über Rio und Shanghai
Über Bali und Hawaii
Deine Liebe ist dein Schiff
Deine Sehnsucht ist die Ferne
Und nur ihnen bist du treu ein Leben lang

Ist das wirklich alles so einfach? Kann man das so schnell lernen, womöglich von der Couch aus? Man lernt in dem angepriesenen Seminar grundsätzliche Dinge aus dem Logistikgewerbe, Gefahrgut, Zoll, Tourenplanung, Rechtsgrundlagen, Arbeitssicherheit, Nachhaltigkeit und ist am Ende gar „Programmierer für Softwarelösungen“, was normalerweise ein wenigstens ein Studium in einer Programmiersprache voraussetzt. Kurz und knapp – man mutiert zur eierlegenden Wollmilchsau! Für so etwas, freilich ohne die Programmierung zu lernen, waren damals drei Lehrjahre vorgesehen.

Nein. So einfach ist das nicht. Weiterbildungsinstitute wollen uns das weismachen, viele Führungskräfte in der Wirtschaft glauben das ernsthaft. Mit KI und hochgezüchteten EDV-Systemen machen wir das doch alles „mit der Kapp“ und alles flutscht. Quasi Vagisan für die logistischen Abläufe! Selbstverständlich ist heute vieles einfacher geworden. Mein Job ist heute gegenüber der Zeit meiner Ausbildung auf die reine vorgegebene Tätigkeit betrachtet die pure Erholung.

Heutige logistische Konzepte sind jedoch derart komplex, dass man sie ohne die genannte Technik gar nicht mehr bewältigen kann. Wie ich oben beschrieben habe, telefonierten wir früher oft stundenlang, um einen Fahrer zu erreichen. So ein Vorgehen wäre heute ein Ding der Unmöglichkeit! Heute wird erwartet, dass ich als Logistiker ein Verkehrsmittel auf Knopfdruck nicht nur von A nach B schicke, sondern auch noch über C und D, und das teilweise in Sekundenbruchteilen. Die Arbeit und der Einsatz, die dazu erforderlich sind, sind dank der Technik nicht das Problem. Das Problem ist der Stress, der dadurch aufkommt und Fehler und/oder Störungen in den logistischen Prozessen verursacht. Es gilt dabei nämlich, eine Reihe weiterer Parameter zu berücksichtigen, die einem keine Technik voraussagen kann.

Bleiben wir einfachheitshalber bei unserem Transport von Köln nach Hamburg. Ich kann alles präzise vorausberechnen. Was passiert jedoch, wenn der Kunde nun ganz einfach und kurzfristig entgegen des ursprünglichen Auftrages verlangt, den Transport von Hamburg nach Lübeck umzuleiten? Warum macht der Kunde das, sowas geht doch gar nicht? Doch, das geht heute. Der Kunde verwendet nämlich ein computergesteuertes Supply Chain Management System, das ihm sagt, dass plötzlich in Hamburg keine Lagerkapazität mehr frei ist, die in Lübeck aber noch zur Verfügung steht und es für ihn als Kunde kostengünstiger ist, den LKW einfach nach Lübeck umzuleiten. Warum sein System ihm so etwas vorschlägt oder meldet, bleibt zunächst sein Geheimnis. Als Logistiker schlägt nun Deine große Stunde. Du wirst nicht gefragt, ob Du das hinbekommst, es wird von Dir verlangt. Einfach so. Und dann nutzt Dir Deine schöne computergestützte Tourenplanung herzlich wenig, denn die fällt da gerade zusammenwirken ein Kartenhaus. Da nützt es Dir auch wenig, dass Du nun eine zertifizierte IT-, EDV-, Logistik- oder sonst was für ’ne Fachkraft bist.

Dann nämlich nützt kein Mausgeschiebe oder Knöpfchendrücken etwas, dann musst Du in diesem Fall zunächst mal mit dem Fahrer des LKW, einem Menschen, der da nun umgeleitet werden soll, kommunizieren! Spinnen wir mal weiter. Die Technik sagt mir gerade, dass in Hamburg ’ne Brücke gesperrt ist, die Umleitungen überlastet sind, Torben-Wirsing bei seiner Mutter Chantal-Sunrise aus‘m Lastenrad gefallen ist und die Straße blockiert und dies und das und Ananas. Dann musst Du mit einem Menschen sprechen, ihn fragen, ob er vielleicht noch ’ne andere Strecke kennt, die Dir Deine Technik, aus was für Gründen auch immer, nicht vorschlägt. „Ja, da gibt‘s ’ne Abkürzung, die kenne ich“. „Ich kenne auch den Kunden, da musst Du vorher über das Internet ein Zeitfenster zur Entladung buchen“. Super – hat Dir Dein Kunde zuvor natürlich nicht gesagt. In seinem System sieht der nämlich nur für ihn in Hamburg relevante Daten und andere Läger gehören nicht dazu und ihn nur sein System interessiert. Das soeben beschriebene führt natürlich zu enormen Stress, den es „früher“ in dieser Form nicht gab. Abweichungen von der Regel sind nämlich das Letzte, was Du heutzutage, insbesondere bei solchen Weiterbildungen lernst. Dort wird Dir beigebracht, wie Systeme funktionieren, was sie alles können und wie unglaublich effizient sie Deine Prozesse machen und nicht, was Du zu tun hast, wenn sie nicht funktionieren. Da ist es nämlich nicht damit getan, eine 24/7-Hotline anzurufen, die Dir sagt, was Du zu tun hast, wenn Dein Bildschirm anfängt zu flimmern oder TicToc nicht mehr erreichbar ist.

In der Logistik zählt zu allererst, dass Du mit Menschen zusammenarbeiten musst, auf die Du Dich verlassen kannst und die sich auf Dich verlassen können. Du kannst die tollsten und geilsten Systeme haben, aber der Faktor Mensch spielt die entscheidende Rolle.

Man kann noch so viele technische Lösungen erstellen, entscheidend ist in der Logistik daneben jedoch ein gerütteltes Maß an Erfahrung und der (selbstverständlich korrekte) Umgang mit Menschen, insbesondere im Hinblick auf rechtliche Hintergründe (z.B. Lenk- und Schichtzeiten von LKW-Fahrern).

Da bleibt mir das im Eingang genannte Lachen tatsächlich im Hals stecken und weicht ungläubigem Kopfschütteln. Es bewahrheitet sich meiner Ansicht nach wieder der Satz „Je weniger einer weiß, desto mehr glaubt er jeden Scheiß“. Das gilt für Leute, die meinen, sie währen nach den neuen Monaten Ausbildung eine Koryphäe in der Logisitk als auch für Führungskräfte mit Personalverantwortung die meinen, eine ebensolche Koryphäe für die Lösung all ihrer Probleme zu bekommen, womöglich noch für kleines Geld, denn der Bewerber hat ja, wie es in der Überschrift steht, keine Vorkenntnisse!




20 Jahre Apple

Ende diesen Jahres ist es 20 Jahre her, dass ich zum Apple-Fanboy mutiert bin. In der Welt der Technik gibt es kaum eine Marke, die so polarisiert wie Apple. Für die einen ist es eine Lifestyle-Marke, für die anderen ein Synonym für Qualität, Innovation und Nutzerfreundlichkeit. Doch was genau macht Apple-Geräte so besonders? In diesem Beitrag gibt es einen Blick auf die Vorteile, die iPhones, Macs, iPads & Co. zu beliebten Begleitern im Alltag machen. Bei mir fing zunächst ganz harmlos mit einem einzelnen Gerät, dem iPod mini an. Mittlerweile besteht unser Haushalt mit allem, was zur Gattung Computer und Mobile Devices gehört, nur aus Geräten der Firma Apple. Warum um alles in der Welt betreibt man einen derartigen gear porn, insbesondere, da die Produkte aus Cupertino nicht in dem Ruf stehen, billig zu sein? Ist es das erhabene Gefühl, im nächsten Starbucks mit dem Apple-Logo auf dem ultra-dünnen MacBook ein kreatives Leuchtfeuer zu entfachen und wenigstens für einen Creator gehalten zu haben? Ich gehe nicht zu Starbucks und mir ist es seit geraumer Zeit völlig egal, was die Leute von mir halten. Ich möchte mich auf wesentliche Dinge konzentrieren und im digitalen Bereich ist für mich hier Apple nach wie vor das Maß der Dinge. Aber nun alles einmal hübsch der Reihe nach.

iPod

Wir schreiben das Jahr 2005. Napster war in aller Munde, es gab keine CD, die man dort nicht „kostenlos“ herunterladen konnte und als Reaktion darauf ersann die Musikindustrie immer abstrusere Kopierschutzmaßnahmen für CDs, die zur Folge hatten, dass so einige CDs nicht einmal im CD-Spieler des Autos hörbar waren. Steve Jobs und Apple schufen iTunes und sie schafften es, die Musikindustrie mit ins Boot zu holen. Musikdownloads waren nicht mehr illegal und zudem erschwinglicher als ein physischer Datenträger. Das Medium der Wahl war natürlich Apples eigener iPod. 1.000 Songs in der Hosentasche war der Werbeslogan der Stunde. Natürlich gab es auch vor dem iPod MP3-Player – der iPod war im Grunde keine bahnbrechende Erfindung. Ich besaß auch so ein Teil mit wilden 256MB Speicherplatz. Die Bedienung war ein grausiges Erlebnis. Am einfachsten war es, auf Play zu drücken und den ganzen Speicher runterlaufen zu lassen. Einzelne Titel oder Alben zu suchen war eine Katastrophe. Dann kam der iPod. Mit seinem Klick Wheel war es ein Kinderspiel, durch die Listen der Interpreten, der Alben oder der selbst angelegten Playlisten zu scrollen. Der 2005 erworbene iPod mini war für mich das Gerät der Wahl. Es war sehr klein, bot ausufernde 4 GB Speicher und war recht günstig – ideal für unseren damaligen Skiurlaub. Überall Musik auf der Piste …

Zum Befüllen des iPods war die Software iTunes das Mittel der Wahl. Simpel in der Benutzung und für Windows verfügbar. Ein cleverer Schachzug von Apple. Zu diesem Zeitpunkt war Windows definitiv der Platzhirsch, da es fast nur Desktop-Computer gab. Windows XP lief halbwegs stabil und Windows 7, für viele heute noch das beste Microsoft-Betriebssystem, stand in den Startlöchern.

Ein Apple Desktop-Rechner, der coole iMac, war schon immer mein Traum gewesen, schied jedoch auf Grund meiner damaligen finanziellen Möglichkeiten aus.

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iPad

Es sollte bis 2011 dauern, bis das nächste Apple-Gerät zu uns ins Haus kam. Es handelte sich um das 2010 erschienen iPad. Zur Kategorie der Tablets gehörend, war dieses Gerät etwas ganz Neues. Man konnte in iPhoto seine Bilder fast wie am Mac bearbeiten, man konnte Texte in Pages schreiben und Tabellenkalkulationen in Numbers erstellen, freilich nicht so komfortabel wie heute. Es war eine willkommene Ergänzung zu einem Desktop-Rechner, erlaubte das iPad eine gewisse Mobilität. Später konnte man es sogar mit SIM-Karten kaufen und man war nicht mehr auf ein WLAN angewiesen. Mittlerweile haben iPads fast mehr Rechenleistung als im Jahr 2010 ein MacPro. Es gibt wenig, was man heute nicht auf dem iPad erledigen kann, und mit iPadOS 26 ist gar ein richtiges Fenstermanagement angekündigt.

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iMac & MacBook

Irgendwann im Jahr 2009 habe ich in einem Musikmagazin bei einem Preisausschreiben eine komplette Pro-Tools Ausrüstung gewonnen, also Profi-Software zum Musikaufnehmen und ein komplettes Mischpult incl. FireWire-Audiointerface. Damals besaß ich noch einen Rechner mit Windows 7, ich glaube er war von MediaMarkt. Der hatte zwar FireWire, aber es war ein stetiger Kampf mit Abstürzen und BlueScreens. Der Erwerb eines eigens für den Audio-Bereich in einem renommierten Kölner Music Store bracht da wenig Abhilfe. Das Audiointerface stürzte in der Regel alles zwei Tage ab und ließ sich nur durch einen Neustart wieder zum Laufen überreden. Des Weiteren schaffte ich mir eine Drucker/Scanner Kombination an, die über WLAN ansteuerbar war. Das Drucken funktionierte tadellos, doch unter Windows ließ sich das Gerät partout nicht zum Scannen überreden. Selbst mit meinem 2011 erworbenen iPad war das ein Kinderspiel!

All das bewog mich Anfang 2012 dazu, von meinem Windows-Rechner zu einem iMac zu wechseln. Es wurde die Variante mit 27-Zoll Bildschirmgröße. Größtes Manko: Der ganze schöne Hauptgewinn mit ProTools-Hardware und Software war auf absehbare Zeit wertlos, da Digisdesign, der damalige Hersteller von ProTools die Hardwareunsterstützung für das Mischpult auf ziemlich absehbare Zeit abgekündigt hatte. Auf Grund der Tatsache, dass ich für das ganze Gedöns keinen Pfennig bezahlt habe, war das verschmerzbar. Für schlanke 270 Euro erwarb ich vom Softwarehersteller Steinberg die „Cubase Artist“-Version. Da ich das Programm bereits unter Windows nutzte, brauchte ich nicht umlernen. In der Mac-Version war jedoch ein Bug, der bei der Step-Eingabe von Noten das Programm zum Absturz brachte. Vom Support von Steinberg kam dann eine ziemlich arrogante Antwort, ich solle doch bitte alle Komponenten wie Betriebssystem und die Software aktuell halten, dann würde Cubase auch ordnungsgemäß funktionieren. Ja nee, iss klar. Hier stand ein flammneuer iMac mit der aktuellsten Software …

Zeit, sich der Alternative aus dem Haus Apple zu widmen, dem Programm Logic. Das war damals für schlanke 199 EUR im Apple Store erhältlich. Ich habe es bereits einige Jahre zuvor einmal benutzt, es jedoch zu Gunsten von Cubase wieder verworfen. Ich war überrascht, wie benutzerfreundlich das Programm sich nach so vielen Jahren anfühlte. Nachdem das Hamburger Unternehmen Emagic die Software Anfang der 2000er Jahre an Apple verkauft hat, ist hier augenscheinlich eine Menge passiert. Logic nutze ich bis heute, einmal gekauft und nie wieder für Updates, die streckenweise grandios sind, bezahlt. Hier merkt man deutlich, wie sie Apples Integration von Hardware und Software auszahlt.

Beiläufig erwähnt werden soll noch, dass mein Drucker/Scanner ca. 3 Minuten zur Einrichtung am Mac brauchte und BIS HEUTE seinen Dienst verrichtet, sogar mit der neuen Generation der Apple Silicon Prozessoren.

Der iMac mit seinem Betriebssystem, damals noch OS X genannt, war ein traumhaftes Erlebnis. Das Gerät lief wesentlich flüssiger als ein Windows Rechner und eine Wartung fand schlicht und ergreifend nicht statt. Systemoptimierung wie Defragmentieren der Festplatte, Aufräumen der Registry und Rumspielen mit Virenscannern und Firewalls fand schlichtweg nicht statt. Lediglich das Firewall-Programm Little Snitch ist von Anfang an dabei, hindert es einfach und wirkungsvoll ausgesuchte Programme daran „nach Hause“ zu telefonieren und verdächtige Netzwerkaktivitäten zu melden. Updates bei einem Mac laufen ebenfalls sehr simpel und geräuschlos über das Internet ab. Grundsätzlich sind alle Updates kostenfrei; es gibt keine Home-, Special-, Professional-, oder was weiß ich was für Versionen mit unterschiedlichem Funktionsumfang. Mein 2012 erworbener iMac war bis 2017 im Einsatz – nicht ein einziges mal wurde das Betriebssystem neu installiert! Alle Updates wurden gnadenlos darüber installiert und es kam zu keiner Störung! 2017 kam dann ein neuer iMac aus dem Apple Refurbished-Store, also ein Gebraucht-Gerät. Auch hier funktionierte alles klaglos und er tat bis Ende 2023 seinen Dienst!

Natürlich leckt man bei so einer grandiosen Kombination Blut, deshalb musste im Jahr 2013 ein mobiler Mac her – ein MacBook Pro, das BIS HEUTE tadellos seinen Dienst verrichtet, bis auf einen Batterietausch im Jahr 2017, der im Apple Store kurz und schmerzlos über die Bühne ging.

Ende 2023 unterstütze mein iMac von 2017 keine neuen Betriebssystem-Updates mehr, so dass er weichen musste. Leider vernachlässigt Apple den iMac seit Einführung der Silicon-Prozessoren sträflich! Es gibt nur noch eine 24-Zoll Variante, auch leistungsmäßig bin ich nicht fündig geworden. Die Alternative ist jedoch der macMini- früher tatsächlich als Mini-Version belächelt. Mein neuer macMini M2 Pro ist jedoch lediglich auf die physische Größe betrachtet mini. Ich weiß nicht, wie viele Prozessor-Kerne das Ding hat, es ist mir auch herzlich egal. Mit 32 GB RAM und einer 1 TB SSD-Festplatte ist Leistung im Überfluss da. Der neueste Rechner ist immer auch der schnellste, aber diese kleine Mac schlägt dem Fass den Boden aus! Er startet gefühlt schneller als ein iPhone, ruckelt nicht, gibt keine Geräusche von sich und erledigt selbst anspruchsvolle Aufgaben mit Bravour.

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iPhone

Das 2007 erschienen iPhone war ein Meilenstein, vereinigte es doch drei Geräte in einem: ein Telefon, einen iPod und einen Webbrowser. Das konnten damals bereits Geräte von Motorola, Nokia und Blackberry, doch keines so simpel und benutzerfreundlich wie das iPhone. Keine Rumgefrickel auf einer Mäusetastatur, sondern mit einem eleganten Touchscreen. Es hatte natürlich seinen Preis. Um im Jahr 2009 in die Welt der Smartphones einzutauchen, war ein iPhone natürlich eine Option, aber es gab sie zunächst nur für Telekom-Kunden. Da ich seit 1998 Vodafone-Kunde war, entfiel also diese Option.

Alternative damals im Jahr 2011 war ein günstiges Samsung Galaxy. Na ja, irgendwie sah es ja ein wenig aus wie ein iPhone. Mit diversen Softwarehacks sah die Oberfläche dann tatsächlich aus wie ein iPhone. Dennoch war das Gerät eine einzige Katastrophe. Es wurde sehr schnell sehr langsam und man konnte beispielsweise die Facebook-App nur dann starten wenn man alle anderen Apps zuvor geschlossen hatte. Wehe, es rief dann auch noch jemand an …

Im Jahr 2013 ging mir das Gerät so dermaßen auf die Nerven, das ich beschloss, mir ein iPhone zuzulegen. Ich war verwöhnt von der Bedienung der Apple-Geräte und von ihrer nahtlosen Integration untereinander, die damals freilich noch in den Kinderschuhen steckte. Mittlerweile liefen die Geräte bei allen gängigen Mobilfunkanbietern, so auch bei meinem Provider Vodafone. Es wurde ein iPhone 5 mit heute ironisch anmutenden 16 GB Speicherplatz. Auch hier, wie am iMac und am iPad ging alles flüssig und geschmeidig von Statten, keine Abstürze, keine Haken.

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Fazit

Im letzten Jahr bat mich ein Freund, ihm unter Windows 11 einen Drucker zu installieren. Mein Ehrgeiz war geweckt, doch ich stand wie der Ochse vor dem Berg. Was muss ich hier machen? Es war ein Fackelzug ohne Ende, Treiber herunterladen, Zusatzprogramme des Herstellers installieren, die mehr schlecht als recht funktionieren und die Tatsache, dass man bei JEDER Benutzung des Scanners diesen über das Betriebssystem suchen lassen muss. Das Gerät ließ sich nicht in der Systemkonfiguration speichern! Wie sollen wenig computer-affine Menschen mit so etwas klarkommen?

All das kenne ich nicht mehr, seit ich Apple-Geräte benutze. Scanner, Drucker, Audio-Interface, MIDI-Interface, CD-Player, Kamera – alles wird einfach angeschlossen und nach wenigen Augenblicken funktioniert es!

Eine geniale Funktion am Mac ist die Time Machine: Man schließt einfach eine Festplatte an den Mac an, die in der Time Machine als Backup-Laufwerk zugewiesen wird. Fortan speichert diese Software das Betriebssystem, die Programme und sämtliche Daten als Backup. Löscht man versehentlich irgendetwas vom Mac, holt man sich in der Time Machine Software über einen virtuellen Zeitstrahl die entsprechende Datei zurück. Den Gipfel erlebt man jedoch, wenn man sich einen neuen Mac zulegt. Dazu wird das Time Machine Laufwerk mit einer aktuellen Sicherung des alten Systems einfach an den neuen Mac angeschlossen und dieser gestartet. Der Mac fragt sodann, ob er neu konfiguriert werden soll oder ob Benutzerkonten, Programme und Dokumente Audi einem Time Machine Backup übertragen werden sollen. Diese Abfrage bestätigt man, geht eine Runde spazieren, Fahrrad fahren oder Eis essen, je nach Gusto und wenn man zurückkommt, sieht der neue Mac aus wie der alte. Er öffnet sogar zuvor auf dem alten Mac nicht geschlossene Programmfenster. Das ist Benutzerfreundlichkeit, die ihres Gleichen sucht!

Alle Apple Geräte sind mittlerweile so verzahnt und vernetzt, dass man nahtlos von einem Gerät auf das andere wechseln kann. Telefongespräche vom iPhone kann man ohne komplizierte Einstellung am iPad, am Mac oder an der Apple Watch entgegennehmen. Man beginnt am iPad im hauseigenen Textverarbeitungsprogramm Pages mit einem Text, den man später am Mac öffnet und weiter bearbeitet. Eine Tabellenkalkulation in Numbers beginnt man am Mac und kann diese problemlos auf dem iPhone während einer Zugfahrt bearbeiten (vorausgesetzt, die Deutsche Bahn bekommt ein stabiles WLAN auf die Kette).

Dreh- und Angelpunkt ist bei allen Geräten die iCloud, in der alle diese notwendigen Daten gespeichert werden. Die gesamte Fotoverwaltung erfolgt ebenfalls über die iCloud. Eine Fotosammlung auf allen Geräten. In der iCloud lassen sich iPhone- und iPad-Backups speichern. Die Einrichtung eines neuen Mobile Device geht dabei genau so geschmeidig von Statten wie zuvor beim Mac beschrieben. Sogar die Zwischenablage funktioniert über die iCloud. Wenn man ein PDF-Dokument auf dem iPad hat, und daraus eine Passage kopiert, kann man es über diese Funktion auf dem iPhone in eine WhatsApp Nachricht kopieren.

Gegenüber Windows und Android muss man sich zunächst auf die Logik der Apple Geräte einlassen. Ich finde, diese ist einfach zu erlernen und sie funktioniert gnadenlos gut. Ich habe es noch nie erlebt, dass beispielsweise die iCloud nicht erreichbar ist oder meine Geräte sich untereinander „verloren“ haben!

Es gibt einen schönen Spruch: „ Windows Benutzer wissen nicht, warum es nicht funktioniert; Linux Benutzer wollen wissen, warum es nicht funktioniert. Apple Benutzer wollen gar nicht erst wissen, warum es funktioniert“. Dem ist nichts hinzuzufügen. Bis auf Betriebssystem-Updates ist alles extrem wartungsfrei und man muss sich um nichts kümmern. Ein einziges Mal in fast 15 Jahren Mac musste ich in den Recovery Modus wechseln, weil Apple bei einem Update einen Fehler bei Audio Plug-Ins „verbrochen“ hat.

Über CarPlay läßt sich bei kompatiblen Geräten das iPhone auf dem Display des Gerätes anzeigen. Das funktioniert kabelgebundenen oder drahtlos. Dadurch habe ich noch nie den CD-Spieler des Autos oder das eingebaute Navigationssystem verwendet. In Apple Karten speichert man einfach seinen favorisierten Orte und ruft sie im Auto ab. Hat man im Kalender einen Termin mit Ortsangabe hinterlegt, kann man im Auto einfach den Kalender öffnen, das Ereignis antippen und schon startet die Navigation.

All das ist auch mit Windows- und Androidgeräten mittlerweile möglich. Mit ist jedoch niemand bekannt, der da nicht über irgendwelche Hürden klagt. Im Apple-Kosmos funktioniert alles, wie bereits oben geschrieben. Die Zeit, die ich früher mit Pflege, Wartung und Spielereien an den Geräteeinstellungen verbracht habe, ist seit dem Gebrauch von Apple-Geräten fast gegen Null geraten. Natürlich haben die Geräte ihren Preis, konfiguriert man sich jedoch ein professionelles Windows-System, ist das auch nicht ganz ohne. Der Wiederverkaufswert von Apple-Geräten ist beträchtlich! Zudem bietet Apple für jedes Bedürfnis ein passendes Gerät. Vom kleinen iPad, dass man lediglich zum ebook-Lesen, Email checken oder Websurfing verwendet bis zum High-End Desktop-Rechner für professionelle Aufgaben wie Musik erstellen oder Video-Editing ist hier alles in unterschiedlichen Preiskategorien verfügbar. im Apple-Store kann man sich die Geräte nach eigenen Bedürfnissen einrichten und erklären lassen – der Service ist hervorragend!

Zudem sind die neuen Apple-Silicon Prozessoren in den Desktop-Rechnern und den Mobilgeräten einfach konkurrenzlos effizient und leistungsfähig. Mein 2023 erworbener macMini ist bis jetzt auch bei den anspruchsvollsten Aufgaben wie Musikaufnahmen, Bildbearbeitung und Videoschnitt nicht ein einziges Mal in die Knie gegangen. Ich bin mir noch nicht einmal sicher , ob in dem Gerät überhaupt ein Lüfter verbaut ist. Er ist in allen Situationen absolut geräuschlos. Panta rei – alles fließt …

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Anna Lapwood

Wer ist Anna Lapwood und was hat dieses barocke Schlachtschiff einer Kirchenorgel damit am Hut? Antwort auf den ersten Teil der Frage: Anna Lapwood ist die Popstar-Organistin der Klassikszene, womit auch die Frage nach dem komischen Instrument im Titelbild beantwortet sein dürfte. Wie kommt man auf diese Person? Wir hören seit einiger Zeit den Podcast „Wie war Dein Tag, Liebling“ mit Anke Engelke und dem SWR-Moderator Kristian Thees – äußerst empfehlenswert! Dort stellte Kristian Thees die Musikerin vor und berichtete von einem Konzert mit ihr. Anna Lapwood ist sehr stark in den sozialen Medien vertreten und so konnten wir uns unmittelbar einen Eindruck verschaffen. Man sieht ein kleines, zierliches Persönchen mit einer enormen positiven Ausstrahlung, die alles aus ihrem Instrument, der Kirchenorgel herausholt. Natürlich auch mal laut, aber wirklich faszinierend sind die leisen Töne, die sie aus diesem gewaltigen Instrument herausholt. Sehr schnell stellte sich große Begeisterung ein! Doch nun ein paar Worte zu Anna Lapwood.

In der oft als sehr konservativ empfundenen Welt der klassischen Musik ist es selten, dass eine junge Künstlerin nicht nur musikalisch brilliert, sondern gleichzeitig neue Zielgruppen anspricht und die Bühne mit Popstars teilt, ohne dabei in Kitsch und Klischees zu verfallen. Die britische Organistin Anna Lapwood schafft genau das – und revolutioniert nebenbei das Image eines Instruments, das zu lange als verstaubt galt: die Kirchenorgel.

Anna Lapwood wurde 1995 in Großbritannien geboren und erhielt zunächst eine klassische Ausbildung als Harfenistin, bevor sie sich der Orgel zuwandte. Bereits in jungen Jahren zeigte sich ihr außergewöhnliches Talent: Mit nur 21 Jahren wurde sie zur Director of Music am renommierten Pembroke College in Cambridge – als erste Frau in der Geschichte des Colleges. Dort leitet sie den Chor und ist verantwortlich für die musikalische Ausbildung – und das mit einer Mischung aus Präzision, Leidenschaft und jugendlicher Frische.

Während die Orgel in der öffentlichen Wahrnehmung oft als „Kircheninstrument“ mit angestaubtem Ruf gilt, verleiht Lapwood ihr eine neue Bühne – im wahrsten Sinne des Wortes. Auf TikTok, Instagram und YouTube erreicht sie Millionen von Menschen, die sich normalerweise nicht für klassische Musik interessieren. Ihre Videos zeigen sie beim Improvisieren, beim Einüben von Filmmusik oder beim Covern von Pop-Hits auf der Orgel – mit beeindruckender Virtuosität und ansteckender Begeisterung. Man glaubt zunächst nicht, dass in einer derart zierlichen Person soviel Kraft steckt. Bei einem Vorspiel auf der Orgel in jungen Jahren wurde ihr geraten, mehr wie ein Junge zu spielen. Ihr Hashtag in den sozialen Medien ist seitdem folgerichtig #playlikeagirl.

Ein viraler Clip, in dem sie Musik aus „Harry Potter“ auf einer riesigen Konzertorgel spielt, brachte ihr internationale Aufmerksamkeit – ebenso wie ihr regelmäßiges Spiel in der Royal Albert Hall in London, wo sie mittlerweile Artist in Residence ist.

Anna Lapwood ist nicht nur in der Klassikszene gefragt – sie tritt auch mit Künstlern und Künstlerinnen aus anderen Genres auf, darunter die Grammy-prämierte Sängerin Aurora oder der Komponist Hans Zimmer. Ihre Vielseitigkeit, Offenheit und Neugier machen sie zur perfekten Brückenbauerin zwischen Tradition und Moderne.

Besonders eindrucksvoll: Ihre Mitwirkung an Livekonzerten, bei denen sie mit einer fast rockstarhaften Aura hinter der Orgel sitzt – ein Bild, das vielen Zuschauern die Augen für das Potenzial dieses Instruments öffnet.

Neben ihrer Konzerttätigkeit ist Lapwood auch eine engagierte Musikvermittlerin. Sie setzt sich für die Förderung junger Musikerinnen ein, spricht offen über Herausforderungen im Musikbetrieb – insbesondere für Frauen – und hält inspirierende Vorträge über Inklusion und Vielfalt in der Musik.

Ihr Ziel ist klar: Die Orgel soll aus dem Schatten der Kirchenmauern heraus ins Licht der modernen Musikwelt treten – und alle sind eingeladen, zuzuhören.

Anna Lapwood ist nicht nur eine brillante Musikerin – sie ist eine Pionierin. Mit ihrer Mischung aus Talent, Charisma, und digitalem Gespür macht sie die Orgel wieder cool. Sie steht für eine neue Generation von Künstler*innen, die keine Berührungsängste mit Genregrenzen oder Traditionen haben. Wer denkt, die Orgel sei ein Relikt vergangener Zeiten, sollte sich nur ein paar Minuten Anna Lapwood ansehen – und wird eines Besseren belehrt.

Auch in Deutschland gewinnt Anna Lapwood an Popularität. Am 15.Juli 2025 spielte sie ein freies Konzert im Kölner Dom. Über 13.000 Menschen wollten die Künstlerin sehen und hören. Da soviel Menschen nicht auf einmal in den Kölner Dom paßten, beraumte sie kurzerhand am gleichen Abend ein zweites, freies Konzert an!

Hier ein Blick in den YouTube-Kanal von Anna Lapwood:






Project Indigo

Das klingt zunächst sehr geheimnisvoll! Was um alles in der Welt ist das nun wieder? Kommen jetzt die Außerirdischen, hat die NSA eine neue Spionagesoftware geschrieben oder färbt Donald Trump seine Haare nun tiefblau?

Nichts von all dem ist Gott sei Dank der Fall. Bei diesem Projekt handelt es sich um eine Kamerasoftware aus den Adobe Labs, die die Fotografie auf Mobiltelefonen auf ein neues Level in die Nähe von Spiegelreflexkameras heben will. Die Software ist zunächst nur für Apple iPhones ab Modell 12 erhältlich; eine Android-Version ist laut Adobe in Planung.

Der besondere Ansatz hier ist laut Adobe der Fokus auf sog. Computational Photography. Die App kann bis zu 32 Einzelbilder aufnehmen und kombiniert diese zu einem Foto mit „deutlich reduziertem Bildrauschen und erhöhtem Dynamikumfang“. Die kostenlose App nutzt ein neues, innovatives Verfahren, bei dem bis zu 32 dieser Einzelbilder erfasst und zu einem finalen Foto zusammengerechnet werden. Dieses Multi-Frame-Verfahren reduziert, wie gesagt, das Bildrauschen erheblich und erweitert den Dynamikumfang – selbst bei schwierigen Lichtverhältnissen entstehen so detailreiche Aufnahmen. Dabei unterbelichtet die App die Aufnahmen stärker als übliche Kamera-Apps, was zu besseren Ergebnissen bei den Lichtern führt. Weiterhin verfügt die Software über eine Reflect Removal Funktion, die Spiegelungen entfernt, die beispielsweise beim Fotografieren durch Fensterscheiben entsteht und eine AI-Denoising, eine Funktion zum Entrauschen der Bilder, die auf künstlicher Intelligenz beruht. Je nach iPhone-Modell enthält die Software einen bis zu zehnfachen Zoom (bei meinem iPhone 14 leider nur einen 2-fach Zoom) und einen Nachtmodus, in dem man Belichtungsreihen erstellen kann.

Fotos, die mit Mobilgeräten gemacht werden, sehen auf dem Bildschirm derselben umwerfend gut aus. Betrachtet man sie jedoch auf einem großen Computerbildschirm, fällt sofort eine übertriebene Tonwertanpassung, erhöhte Sättigung und Schärfung auf, die die Bilder dann nicht mehr so toll aussehen läßt und beim Betrachten anstrengt. Hier ein Beispiel mit der iPhone-Kamera und einem bearbeiteten Project Indigo Foto. Insgesamt ist das Ergebnis aus Project Indigo in meinen Augen weitaus harmonischer und angenehmer fürs Auge, insbesondere wenn man die Aufnahme auf einem großen Bildschirm betrachtet! Ebenso kann man eine deutlich detailliertere Farbtrennung beobachten.

iPhone vs. Project Indigo

Hier setzt das Project Indigo an. Aufnahmen lassen sich im JPG-Format und im Rohdatenformat DNG speichern. Die JPG-Aufnahmen werden automatisch in Apple Fotos gespeichert, die DNG-Version kann man bei Bedarf an Adobe Lightroom als HDR-Bild exportieren, wenn man diese App auf dem iPhone verfügbar hat. Nutzt man dazu die Desktop-Version von Lightroom, offenbart sich die Qualität der Bilder erst richtig, wenn man diese auf einem Computerbildschirm betrachtet und bearbeitet.

Die DNG Versionen sind prädestiniert zur Nachbearbeitung in Adobe Lightroom, da sie die zuvor gespeicherten Multi-Frames enthalten. Dazu legt Adobe ein eigenständiges Kameraprofil an, das zunächst etwas flauer als die JPG-Version aussieht, aber dafür wesentlich mehr Spielraum in der Bearbeitung bereitstellt. Nutzt man zur Bearbeitung andere Kameraprofile, wie ich, muss man bei der Bearbeitung etwas Vorsicht walten lassen, da die Fotos, insbesondere im HDR-Bearbeitungsmodus deutlich an Kontrast und Helligkeit, besonders in den hellen Bildbereichen gewinnt.

Die Bedienung von Project Indigo orientiert sich an den bekannten Elementen eine Spiegelreflexkamera – es lassen sich Belichtung, ISO-Werte, Weißabgleich, Fokus und Verschlußzeit manuell einstellen. Sehr interessant ist zudem die Möglichkeit, die Anzahl der aufzunehmenden Frames zu bestimmen – ein Feature, das es in dieser Form bisher nicht gab.

Nach ein paar kurzen Tests wird klar, dass die Aufnahmen wesentlich harmonischer aussehen als die Pendants, die mit der iPhone-Kamera erstellt wurden, sogar Aufnahmen, die man direkt aus Adobe Lightroom im Rohdatenformat anfertigt, können hier nicht mithalten. Wo viel Licht ist, ist leider auch noch ein wenig Schatten. Die App „saugt“ förmlich an der Batterie des iPhones, das Gerät wird sehr heiß und es gibt auch nicht seltene Abstürze der Software. Für eine Software in diesem frühen Entwicklungsstadium sollte man jedoch darüber hinwegsehen, die Ergebnisse sprechen für sich. Hier gibt es mit Sicherheit eine spannende Entwicklung zu beobachten. Geplant sind weitere Features wie ein Portrait-Modus und eine Version für die Android-Fraktion.

Am Wochenende habe ich bewusst meine Canon 80D zu Hause gelassen und nur mit der neuen App fotografiert, sowie in Lightroom bearbeitet. Hier ein paar Beispiele: Radtour Baarlo-Panningen-Neer.

In den nachstehenden Slidern sind die Unterschiede zwischen der iPhone-Kamera und der Project Indigo-App deutlich zu sehen. In den ersten beiden Bildern aus unserem kleine Zaubergarten wurden keine Nachbearbeitungen vorgenommen. Die folgenden DNG-Aufnahmen wurden in Lightroom mit dem Indigo-Profil und automatischen Einstellungen (links) und mit einem Kodak Vision 3 50D-Profil aus Color.io im rechten Bild bearbeit.

iPhone JPG vs. Project Indigo JPG
Project Indigo DNG, Indigo-Profil vs. Project Indigo DNG, eigenes Profil

Download von Project Indigo im Apple App-Store.




Radtour Baarlo-Panningen-Neer

Diese Woche war leider überschattet von einem sehr traurigen Ereignis – wir mussten unsere kleine Somali-Katze Miranda mit nur knapp 11 Jahren über den Regenbogen gehen lassen 😢. Um uns auf etwas andere Gedanken zu bringen, haben wir heute mit unseren Rädern mal wieder eine unserer „Seelentouren“ unternommen.

Erneut begann unsere Tour in Baarlo, ein paar Kilometer südwestlich von Venlo. Dort ist nicht nur die Maas sehr reizvoll, sondern auch die Heldense Bossen, ein großes Waldstück zwischen Baarlo und der westlich gelegenen Stadt Helden. Wir hatten das große Glück, dass heute wenige Leute unterwegs waren und konnten so die Ruhe und den Frieden des Waldes in vollen Zügen genießen. Ziel war heute die kleine Nachbarstadt von Helden, Panningen.

Panningen haben wir vor einigen Jahren schon entdeckt, es ist eine wirklich schmucke, kleine Stadt, die für ihre Größe sehr viele Einkaufsmöglichkeiten und eine Unzahl an schönen Restaurants bietet. So etwas sucht man bei uns vergebens. Es gibt sogar einen Laden, in dem man die verrücktesten Karnevalskostüme erwerben kann. Die für unsere Radtouren unerlässlichen Drinks, Aperol Spritz und La Chouffe genossen wir im Tinus, einem typisch niederländischen „Eetcafé“. Zur allgemeinen Stabilisierung gab es neben den obligatorischen Drinks noch eine Portion Poffertjes, kleine Pfannkuchen.

Nach unserer Stärkung ging es weiter auf unserer Tour, die einen kleinen Schwenk nordwestlich von Panningen macht und dann durch den südlichen Teil der Heldense Bossen nach Neer führt. Dort machten wir einen kleinen Stopp an der Friedesse Molen, die seit unserem letzten Besuch sehr schön renoviert und instand gesetzt wurde. Ein lohnenswertes Ziel mit einem kleinen, feinen Restaurant.

Von Neer aus ging es weiter nach Kessel. Auf diesem Stück gibt es, wie in einem vorausgegangenen Bericht bereits geschrieben, mehrere Stellen, von denen man einen wunderbaren Panoramablick über die Maas hat. In Kessel ist immer ein Besuch bei Corneeltje Pflicht, ein kleiner Deko- und Brokanteladen auf dem Veerspad 1. Selbstredend, dass einige kleine Devotionalien für unseren Garten hier kurzfristig den Besitzer wechselten.

Von Kessel aus geht es weiter an der Maas zurück nach Baarlo. Dort ist uns in der kleinen Siedlung Oyen des Öfteren bereits ein alter Bauernhof mit Café aufgefallen, in dem es Boerenijs, Bauerneis gibt. Diesmal beschlossen wir, im Parkhoeve De Middelt Rast zu einzulegen und das Eis zu testen . Lange Rede, kurzer Sinn: unbedingt probieren! Witte Dame – weiße Dame, Vanilleeis mit Schlagsahne und Schokoladensoße. Schlagsahne frisch, Vanilleeis zum Niederknien und ein kleines Sternchen weniger für die Schokoladensoße – eine Prise zu wenig für,meinen Geschmack. Dennoch: 9 Punkte mit Sternchen. An dem Hof kann man sogar Boeregolf, also Bauerngolf spielen. Wir haben es schon mal live gesehen, schau Dir die Homepage an.

In Baarlo angekommen, ist wieder ein schöner und sehr entspannter Urlaubstag zu Ende gegangen, der sein Ziel erreicht hat: uns etwas abzulenken und die wunderschöne Natur zu genießen (und natürlich die beschriebenen Leckerigkeiten).

Wie immer, hast Du die Möglichkeit, Dir auf der Tourenkarte die GPX-Daten herunterzuladen um die Tour „nachzufahren“.

Hier findest Du den Startpunkt der Tour:

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Pride Month – jeder Jeck ist anders

Allerorten wird darüber berichtet, dass im Juni „Pride Monat“ ist. Doch was ist das überhaupt, selbst Menschen meiner Generation scheinen damit bisweilen überfordert zu sein …

Der Pride Month ist ein jährlich im Juni stattfindender Monat, in dem die LGBTQIA+-Community (Lesbisch, Schwul, Bi, Trans, Queer, Intersex, Asexuell und andere) gefeiert wird. Der Pride Month erinnert an die Stonewall-Aufstände in New York City im Juni 1969. Damals wehrten sich queere Menschen, vor allem trans Frauen und queere People of Color, gegen Polizeigewalt und Diskriminierung – ein Wendepunkt in der LGBTQIA+-Bewegung. Während des Monats finden Paraden, Veranstaltungen, Workshops, Ausstellungen und Demonstrationen statt. Sie zeigen die Vielfalt der queeren Community und machen auf bestehende Probleme aufmerksam.

Pride ist nicht nur eine Feier, sondern auch ein Protest. Der Monat lenkt die Aufmerksamkeit auf Themen wie:

  • Diskriminierung und Gewalt gegen queere Menschen
  • Ungleiche rechtliche Behandlung
  • Queere Rechte weltweit Gesundheit und Aufklärung

Ein zentrales Symbol ist die Regenbogenflagge, die Vielfalt und Stolz repräsentiert. Quere Menschen werden auch heute noch in vielen Ländern unterdrückt, diskriminiert oder sogar verfolgt werden. Der Pride Month ist ein Zeichen für Gleichberechtigung, Freiheit, Liebe und Menschlichkeit – für alle.

Ehrlich gesagt, tue ich mich ein wenig schwer damit. Wir sind damals in den 80er Jahren mit Leuten groß geworden, die schon damals nicht in die Zeit gepasst haben. Bei Boy George und Grace Jones war es schon damals schwierig, sich auf ein Geschlecht festzulegen, Freddie Mercury war stockschwul, die Pet Shop Boys waren und sind stockschwul, Madonna hat Britney Spears später auf offener Bühne einen Zungenkuss gegeben und Alison Moyet war definitiv „oversized“ und Bronski Beat haben uns von einem Kleinstadtjungen vorgesungen. Das alles war uns zur damaligen Zeit alles herzlich egal, wir haben diese Leute gefeiert, sie waren Idole und niemand aus unserer Generation kam auf die Idee, sich über diese Menschen abschätzig zu äußern. Für uns war das alles ziemlich normal.

Für mich ist und bleibt es unverständlich, warum man für so etwas heute mit einer bunten Fahne auf die Straße gehen muss. Vermutlich bin ich als Flüchtlingskind rheinischer Herkunft etwas verblendet. Hier, im Rheinland hat sich seit der Römerzeit alles getroffen, was es in Europa gab. Keltische Legionäre, griechische Ärzte, schwedische Reiter, französische Schauspieler und graubündner Landsknechte. Die haben sich hier alle gerauft, gesofffen und Kinder gezeugt. Als Napoleon das Rheinland besetzte, durften sich gar Juden, Protestanten und Polen hinzugesellen!

Mir ist es, ehrlich gesagt, vollkommen gleichgültig, wo jemand herkommt, welchen Gott er anbetet und ob er nur Jungs mag, sie nur Mädels mag und ob jemand dabei ist, der selbst nicht weiß, was er ist. Mir ist es auch herzlich egal, ob ein Kind zwei Väter oder zwei Mütter hat. Ich halte es da mit Ian Fraser „Lemmy“ Kilmister, dem Gründer von Motörhead: Entweder, Du bist ein Arschloch oder keins. So einfach ist das.

Wenn Menschen heute mit bunten Fahnen auf die Straße gehen, weil man sie für abnormal oder gefährdend hält, schwillt mir der Kamm, auch aus oben genannten Gründe aus meiner Jugend. Da sollen queere Menschen aus der US-Army ausgeschlossen werden, in Ungarn werden queere Veranstaltungen verboten, weil sie angeblich Kinder gefährden, die Weinkönigen Julia Klöckner untersagt Bundestagsbeamten, in ihrer Funktion als Amtsträger an queren Veranstaltungen teilzunehmen und in Bad Freienwalde können rechte, kognitiv teilmöblierte Gesellen einfach auf einer queeren Veranstaltung um sich prügeln, ohne dass es in der Kommunalverwaltung selbst Amtsträger irgendwie besonders interessiert.

Laut unserem Grundgesetz ist jeder Mensch gleich und als solcher zu behandeln. Jeder Mensch sollte ein Platz in unserer Gesellschaft haben. Darauf sollten wir stolz sein, nicht darauf, dass wir beispielsweise reinerbig von einem deutschen Schäferhund abstammen – das ist keine Leistung. Und wer hier seinen Platz noch nicht gefunden hat, dem sollten wir helfen, diesen zu finden.

Ich stelle mir bisweilen meine kleine Welt ohne diese Menschen vor, oder ohne „Männer mit braunen Augen und mit schwarzem Haar“ – da ist nichts mehr bunt, höchstens monochrom, im Zweifel „Zappenduster“, wie man hier im Rheinland sagt. Jeder Jeck is anders.

“Jede Jeck is anders” ist eine kölsche Redewendung, die bedeutet: „Jeder Narr ist anders” oder “Jeder Verrückte ist anders”. Es ist ein Ausdruck von Toleranz und Akzeptanz, der besagt, dass jeder Mensch einzigartig ist und seine eigenen Macken und Marotten hat. Es ist ein Teil des “Kölschen Grundgesetzes”, welches die kölsche sowie die rheinische Mentalität und Lebensart beschreibt. Und zu dieser Mentalität gehört in meiner Welt auch eine bunte Fahne.

… und bitte erzählt mir jetzt nicht, dass ein Mann mit Rock, ’ne Frau mit Bart oder jemand, der nicht weiß, was er/sie/es ist, gefährlich ist! Die Welt geht nicht an solchen Menschen zu Grunde, sondern an alten Männern in Nadelstreifenanzügen.




Oldtimertreffen in Krefeld

In den Sommermonaten findet regelmäßig ein Treffen klassischer Automobile an der Krefelder Rennbahn statt. Ausgerichtet wird die Veranstaltung von den Oldtimerfreunden Egelsberg. Der Eintritt für Besucher ist grundsätzlich frei.

Ich besuche die Veranstaltung mittlerweile mit einem Freund gemeinsam seit nunmehr acht Jahren. Neben alten Bekannten, die meistens zu jedem Treffen anreisen gibt es immer wieder Fahrzeuge, die wir dort selten oder nie gesehen haben. Leicht und zwanglos kommt man mit einigen Besitzern der klassischen Automobile ins Gespräch und erfährt oftmals Geschichten über die entsprechenden Fahrzeuge, die man so nicht kennt oder noch nicht gehört hat.

Leider war am heutigen Tag nicht der gewohnte Betrieb, trotz oder wegen des Wetters. Das Thermometer hat bereits kurz nach 11:00 Uhr an der 30-Grad Marke gekratzt. Klimaanlagen waren in den Zeiten, aus den die Automobile stammen, ein nahezu unbezahlbarer Luxus. Nichtsdestotrotz haben wir wieder ein seltenes Fahrzeug entdeckt, das wir zuvor noch nicht auf einer Automobilausstellung gesehen hatten: Eine Fiat 2300 Limousine, die in den Jahren 1961-1968 hergestellt wurde und äußerst selten ist.

Das Oldtimertreffen an der Krefelder Rennbahn hat immer eine sehr schöne Atmosphäre, da es hier sehr überschaubar ist. Für das leibliche Wohl ist auch immer gesorgt, es ist bei jeder Veranstaltung ein kleiner Pavillon vor Ort, an dem es eine Vielzahl an Getränken und kleinen Snacks gibt. Und bisweilen kommt es dort schon einmal vor, dass Promis wie der TV-Moderator und Oldtimerfreund Horst Lichter neben Dir sitzt …


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Lineare Profile in Lightroom

Was zum Geier sind denn nun wieder „lineare Profile“? Ist das jetzt ein neuer Trick, um bei Tinder bessere Matches zu erhalten?

Gewiß nicht, ich bin in der komfortablen Situation, Tinder nicht benutzen zu müssen. Lieber bin ich mit meiner besseren Hälfte unterwegs, fotografiere viel und danach hat sie Ruhe vor mir, da ich meine Fotos „entwickle“.

Bei einer Digital-Kamera, gibt es, wie im echten Leben auch, zwei Möglichkeiten. Du stellst die Kamera so ein, dass sie Dir ein fertiges *.jpg, also JPEG erstellt. Das ist ein fertig entwickeltes Bild, das Du sofort von der Kamera in Deinen Facebook-, Instagram-, oder sonstwas-Stuhlkreis posten kannst. Die zweite Möglichkeit ist, im Rohdatenformat zu fotografieren. Die Datenmenge ist erheblich größer und Du brauchst einen sog. RAW-Konverter. In meinem Fall ist das Adobe Lightroom, Deiner Kamera wird in aller Regel auch ein Programm des Herstellers zu diesem Zweck beiliegen. Ich kenne jedoch kaum Leute, die damit arbeiten. Lightroom ist quasi der Standard hier, genau so wie Microsoft Word für Texte.

RAW-Dateien sind grundsätzlich nicht anschaubar, da nur eine riesige Zahlenkolonne. Über einen sog. RAW-Konverter werden sie erst am Bildschirm sichtbar und bearbeitbar dargestellt. Beim Mac ist das alles schon an Bord, bei Windows bedarf es da eines Zusatzprogramms. Mangels Win-Rechner in meinem Besitz und Kenntnisse über das dort verwendete Betriebssystem muss ich hier jetzt leider mit weiteren Erklärungen passen.

Adobe Lightroom hat einen eingebauten RAW-Konverter, der das Bild im Programm nun bearbeitbar darstellt. Man kann viele Regler hin- und herschieben, Belichtung und Kontrast ändern und an den Farben herumspielen. Dabei geht es hier zunächst gar nicht.

Um das Bild in Lightroom darzustellen, bedarf es eines Profils für die entsprechende Kamera, da jeder Sensor, einfach gesagt, Licht und Farben anders interpretiert. Adobe tut sich jedoch , sagen wir es mal höflich, schwer, Profile unterschiedlicher Kamerahersteller zu implementieren. Canon-Benutzer können seit 2018 ein Lied davon singen. Standardmäßig wählt Lightroom bei der Bearbeitung das Profil „Adobe Farbe“ aus – ein generelles, nicht-lineares Profil von Adobe.

Das Problem ist, dass in diesem Profil schon Bearbeitungen „eingebaut“ sind, die das Bild auf den ersten Blick gefälliger machen; sie haben viel Kontrast und gesättigte Farben. Das ist jedoch nicht jedermanns Sache, insbesondere, da die Regler in Lightroom, auf diesem Profil aufbauen.

Zur Verdeutlichung hier zwei Tonwertkurven, links das lineare Profil, rechts das nicht-lineare Profil. Der linke untere Bereich stellt die Farbe schwarz dar, der rechte obere Bereich die Farbe weiß.

Lineare Tonwertkurve

Nicht-lineare Tonwertkurve

Wünschenswerter ist natürlich ein Profil, dass keinerlei Bearbeitungen an Kontrast und Tonwert der Aufnahmen enthält. Was tut man nun, wenn man kein lineares Profil des Kameraherstellers vorliegen hat. Brauchen ist nicht haben …

Auch hier gibt es zwei Möglichkeiten. Die einfache Methode ist, sich ein entsprechendes Profil zu besorgen. Es gibt ein Linear Profile Repository, aus dem man sich zu fast allen gängigen Kameras lineare Profile herunterladen kann. Wie man diese in Lightroom/Camera RAW installiert, wird in folgendem Video erklärt:

Die zweite, etwas unkomfortablere, aber ergiebigere Möglichkeit ist, sich selbst ein lineares Profil zu erstellen. Dazu muss man sich bei Abobe den DNG-Editor herunterladen. Dort lädt man eine RAW-Datei der betreffenden Kamera ein und erstellt ein lineares Profil. Wie das genau funktioniert und was es zu beachten gilt, erklärt dieses Video:

Die erste Verwendung eines linearen Profils mag zunächst etwas ernüchternd sein; unten siehst Du einen Bildvergleich – links das Adobe Farbe-Profil und rechts das lineare Profil, beides zunächst mit automatischen Einstellungen. Im Bild darunter (auch das Titelbild dieses Beitrages) siehst Du ein lineares Profil, was mit den Reglern in Lightroom in Richtung eines Kodak Ektar 100 bearbeitet wurde. Dieser Film eignet sich besonders für Landschaftsaufnahmen.

links Abobe Farbe-Profil / rechts lineares Profil

Die Unterschiede scheinen auf den ersten Blick marginal zu sein, jedoch lassen sich die Regler in Lightroom wesentlich nuancierter und effektiver einsetzten, da sie in diesem Falle nicht „gegen“ ein Profil arbeiten müssen, das von Haus aus in den Tiefen sehr kontrastreich ist, in den hellen Bereichen jedoch kontrastärmer ist..

Mit einem linearen Profil sehen die Bilder am Monitor zunächst sehr ungewohnt, kontrastarm, bzw. flau aus. Beim Adobe-eigenen Profil sieht das zunächst etwas gefälliger aus, da in diesem Profil, wie bereits weiter oben erwähnt, Bearbeitungen enthalten sind. Das mag gefallen oder auch nicht.

Durch die Anwendung eines linearen Profils kann man nun sämtliche Pixel der Rohdatei von Grund auf bearbeiten. Ein lineares Profil erlaubt es dem Fotografen somit, eine Stufe weiter zurück in der freien Bildgestaltung zu gehen.

Der wichtigste Vorteil eines linearen Profils ist jedoch, dass nun alle weiteren Änderungen an Schiebereglern den maximalen Bereich umfassen und nicht den durch das Adobe Farbe-Profil stark eingeschränkten Bereich aufweisen.

Die Installation eines linearen Profils ist zwar mit etwas Aufwand verbunden, dieser entschädigt jedoch mit einer besseren Bildqualität und vollständiger Kontrolle über das Foto.