OS X “El Capitan”

Am 30.September 2015 war es endlich soweit: Apple hat Version 12 des Betriebssystems OS X veröffentlicht; Codename „El Capitan“. Die Vorfreude war groß, wurde es doch von vielen Betatestern als Turbo für ein langsame OS X „Yosemite“ angebpriesen.
Die Neuerungen halten sich in Grenzen, Veränderungen fanden fast ausschließlich unter der Haube statt. Diese jetzt aufzuzählen, spare ich mir, wer die noch nicht kennt, der googlet mal schnell oder klickt im Finder -> Hilfe -> Neues in OS X.

Ende September, also kurz vor dem Erscheinen von „El Capitan“ flogen dann die Hiobsbotschaften in mein Email-Postfach.

Die Software von Native Instruments funktioniert nicht unter Logic und Steinberg’s Cubase wurde erst gar nicht für „El Capitan“ freigegeben. Ebenso äußerte sich der französische Hersteller für Softwareinstrumente, die Firma Arturia.
Da fragt man sich allen Ernstes, was diese Firmen während der fast viermonatigen Testphase getestet haben. Verstehen könnte man es, wenn es sich um Freeware handeln würden, aber das KOMPLETE-Paket von Native Instruments kostet immernhin knapp stolze 1.000 Euro und nicht wenige Leute schwören immer noch auf den Mac als Audio-Workstation. Da kann einem wirklich jeglicher Sinn für Humor abgehen.
Immerhin gibt es im Internet entsprechende Kniffe, wie es dann doch funktioniert. Dazu später mehr.

Schaut man sich im App-Store und im Internet entsprechende Berichte an, kommen noch mehr Hiobsbotschaften. Von abgebrochenen Installationen bis zum völligen Versagen ist hier teilweise die Rede. Das Verasgen äußert sich bei manchen Benutzern darin, dass der Mac mit „El Capitan“ nach einem Neustart nicht wieder hochfährt. Abhilfe schafft hier nur ein Backup aus der Time Machine, was einen wieder bei OS X „Yosemite“ landen läßt. Bravo!
Andererseits gibt es überwiegend positive Reaktionen, vor allem was die Geschwindigkeit und Stabilität des Systems anbelangt.

Den Mutigen gehört die Welt, also drückte ich am Samstag Nachmittag im App Store einfach mal auf aktualisieren.
Der iMac war nun für den Rest des Tages beschäftigt. Der Download des ca. 6 GB großen Installationspaketes zog sich wie Wagner’s „Ring der Nibelungen“. Nach zweieinhalb Stunden war der Rechner dann soweit und verlangte nach einem Neustart, um „El Capitan“ zu installieren. Ich gab grünes Licht und der iMac startete neu.
Der Installationsbildschirm sieht nun etwas ander aus. Der graue Apfel erscheint und darunter weist ein Balken darauf hin, wie lange die Installation noch dauert. Erst einmal tat sich minutenlang überhaupt nichts, was mich schon Böses erahnen ließ. Dann tauchte der Balken auf und meinte, in 30 Minuten wäre „El Capitan“ bereit zum Auslaufen. Aus den 30 Minuten wurden nach einer halben Stunde dann 47 Minuten und nach einer Stunde sind wir erst einmal auf eine Geburtstagsparty gegangen.

Gegen 00:30 Uhr waren wir wieder zu Hause und mein iMac präsentierte den Log-In Screen, auf dem schon „El Capitan“ in seiner ganzen Pracht durchschimmerte. OK, das war schon mal der erste Schritt – die Installation hat also geklappt.
Beim ersten Durchprobieren hat alles funktioniert, lediglich Mail brach bei dem Versuch ab, die Datenbank zu migrieren. Ein erneuter Start des Programms startete einen neuen Versuch, der von Erfolg gekrönt war. Lediglich sämtliche Passwörter für die diversen Postfächer mussten neu eingegeben werden. Wenn das alle ist, ist es ok.

Am Sonntag Morgen kam dann der „Elchtest“. Rechner ausschalten und neu starten und schauen, ob sich o.g. Problem bei meinem iMac auch zeigt. Schließlich ist dieser bereits 4 Jahre alt und sämtliche Betriebssystem-Updates wurden einfach gnadenlos auf die bestehende Installation (OS X „Lion“) „drübergebügelt“. Kein „Clean-Install“, kein gar nix.
Der Start von einen mechanischen Festplatte dauert beim Mac immer seine Zeit, so auch hier. Nach einer kurzen Zigarettenlänge war der iMac jedoch wieder da, wo ich ihn vor ein paar Minuten ausgeschaltet habe.
Wunderbar. Alles ist gut.

Spielt man ein wenig mit dem Rechner herum und ruft ein paar Programme auf gelangt man schnell zu der Überzeugung, dass man hier vor einem neuen Rechner sitzt. Wie gesagt, der iMac ist 4 Jahre alt und mit seinen 2,7 GHz bestimmt nicht der schnellste. Was sich hier jedoch an Performance offenbarte, habe ich bis dato bei noch keinem Update erlebt. Flott, zügig, alles ohne Ruckeln. Vom Allerfeinsten! Respekt, Apple. Es muß nicht immer das letzte Gimmick mit den neuesten Killer-Features sein. Zuweilen hilft es auch, dem System einfach ein wenig Beine zu machen. Die Überlegung, einen neuen Mac zu kaufen, werde ich wohl erst einmal auf Eis legen, solange diese Performance anhält.

Natürlich wollte ich nun wissen, ob sich meine Sammlung von Native Instruments-Synthesizer und Effekten unter „El Capitan“ wieder an den Start bringen läßt.
Im Audio-Programm „Logic Pro X“ werden alle Plug-Ins mit einem sog. Plug-In Manager geprüft. Prompt veragten auch alle Native Instruments-Plug-Ins ihren Dienst. War auch nicht anders zu erwarten.

Es gibt jedoch eine Lösung. Der Überltäter sitzt tief im System und heißt „auvaltool“, zu finden im Verzeichnis „usr/bin“.
Bevor man auf „El Capitan“ aktualisiert, sollte man sich aus dem alten System eine Kopie dieses Progrämmchens sichern. Dazu geht man in den Finder und klickt in der Menüleiste auf „Gehe zu“ und dann auf „Gehe zum Ordner“, Tastenjunkies drücken alternativ Umschlag-CMD-G. Anschließend gibt man in dem Dialogfeld „usr/bin“ (ohne Anführungszeichen) ein und gelangt zu dem gewünschten Ordner. Ich habe mir einfach das „auvaltool“ auf den Desktop gezogen.

Anschließend startet man den Mac im Recovery-Modus. Nach dem Einschalten wird dazu einfach die Tastenkombination CMD+R gedrückt. Der Mac startet nun im Wiederherstellungsmodus. Ist dieser geladen, ruft man über die Menuleiste das Terminal ein und gibt folgenden Befehl ein:
csrutil disable

Dieser Befehl schaltet die „System Inegrity Protection“ aus. Danach startet man den Rechner neu.
Anschließend wird das vom alten System kopierte „auvaltool“ in den o.g. Ordern “/usr/bin“ kopiert. Sicherheitshalber sollte man sich das neue „auvaltool“ aus „El Capitan“ auf irgendwo hinkopieren, damit man im Zweifelsfall wieder dran kommt.
Abschließend sollte man die „System Inegrity Protection“ tunlichst wieder einschalten. Dazu startet man wieder im Recovery Modus, ruft das Terminal auf und gibt folgenden Befehl ein:
csrutil enable

Nach einem Neustart ruft man dann Logic auf und validiert einfach die zuvor abgelehnten Plug-Ins. Idealerweise funktioniert das auch mit Plug-Ins der Firma Arturia, die, wie oben erwähnt, auch davon abrieten, auf „El Capitan“ zu aktualisieren.
Das ist zwar jetzt alles ein ganzes Stück Windows-Like (Basteln IM Rechner anstatt AM Rechner zu arbeiten, wie Mac-Benutzer es gewohnt sind) – es führt aber letztendlich zum Erfolg. Vielleicht gibt es von Apple beim nächsten Update eine Korrektur des „auvaltool“, damit man sich nicht immer einer solchen Bastelei hingeben muss.
Das bin ich, seit ich den Mac benutze, nämlich überhaupt nicht mehr gewohnt.

Nach diesem Installationsmarathon war nun unser MacBook Pro Retina 13 Zoll an der Reihe, immerhin auch schon 2 Jahre alt. Um auf Nummer Sicher zugehen, lief bereits am Samstag auf dem kleinen Kistchen ein Time Machine Backup.

Der Download auf dem MacBook ging gefühlt doppelt so schnell und die Installation ebenfalls. Auch hier gab es keine Probleme, selbst Mail zeckte nicht herum, fuhr sofort hoch und hatte alle benötigten Email-Konten am Start.
Da das MacBook über eine SSD-Platte verfügt, ist hier der gefühlte Geschwindigkeitszuwachs natürlich nicht so groß wie bei einem Rechner mit mechanischer Festplatte. Das MacBook ist und bleibt einfach pfeilschnell!

Alles in allem ist „El Capitan“, soweit ich es nach ein paar Stunden beurteilen kann, das bisher gelungenste Update auf unseren Macs. Auch wenn man beispielsweise von „Snow Leopard“ auf den Kapitän aktualisiert, wird sich jeder unmeittelbar zurechtfinden und mit dem Mac arbeiten können. Das ist leider, wie ich selbst erfahren musste, bei Windows komplett anders. Wenn man von XP nach Windows 10 aktualisiert, dann trifft einen erst einmal der Schlag und man wird sich vermutlich überhaupt nicht mehr zurechtfinden. Fairerweise muss man aber sagen, dass Windows 10 meinen 5 Jahre alten Rechner ebenso befeuert, wie der Kapitän meinen Mac.




OS X Yosemite

Die Yosemite Falls gehören zu den höchsten und bekanntesten Wasserfällen der Welt. Sie befinde sich im Yosemite-Nationalpark in der Sierra Nevada in den USA.
Soviel zur Allgemeinbildung.

Yosemite heißt auch das neue Betriebssystem für den Mac. Seit Donnerstag nacht ist es über den Mac App-Store kostenfrei zu beziehen.
Willy Brandt hat beim Mauerfall 1989 gesagt, dass jetzt zusammenwächst, was zusammen gehört.
Nicht anders sieht es hier aus, bei OS X 10.10, Codename Yosemite. Die enge Verzahnung zum mobilen Betriebssystem iOS 8 ist unübersehbar.

Als bekennender Apple-Stalinist sind unsere mobilen Geräte selbstverständlich schon auf dem neuesten Stand.
Zeit also, die Macs aufzufrischen.
Wie bei Apple gewohnt, geht diese Prozedur äußerst entspannt vonstatten. So entspannt, dass ich mir für den ganzen Fackelzug unseren Wellness-Freitag mit Sauna und Massage ausgesucht habe.
Einfach gesagt, zwischen 2 Saunagängen und der anschließenden Massage wurden MacBook Pro und iMac mit dem neuen Betriebssystem gefüttert. Beim MacBook Pro geht das erfahrungsgemäß um Welten schneller als bei unserem iMac, da das kleine Notebook eine SSD-Festplatte hat, also nix Mechanisches.
Der große iMac ist hat da eher die Mentalität eines großen Strassenkreuzers und hat die Sache etwas gemütlicher angehen lassen.

Doch auch er war nach einer knappen Stunde (inclusive 5,6 GB Download!) wieder am Start, in schöner, neuer Pracht.
Das erste auffallende Merkmal nach dem Start ist das flachere Design. keine Knöpfe mehr, an “denen man lutschen möchte”, wie Steve Jobs es bei der Einführung der Aqua-Oberfläche einmal formuliert hat. Auch die neue Schrift in den Menus wirkt sehr simpel, dennoch edel.

Die Frage, die sich nach einem Betriebssystem-Update stellt ist, ob alles wie gewohnt funktioniert. Die Frage ist mal wieder mit einem ganz klaren “ja” zu beantworten! Alles läuft, keine Geschwindigkeitseinbußen, keine Inkompatibilitäten, keine Treiber-Probleme.
Einzig den iMac habe ich noch einmal neu gestartet, was prinzipiell ungewöhnlich ist. Doch danach lief er wirklich rund, immerhin hat er schon 3 Jahre und 3 Betriebssystem-Updates hinter sich.

Zeit, die Neuerungen auszuprobieren. iCloud hat jetzt eine richtige Ordnerstruktur analog Dropbox und läuft perfekt. Continuity und Hands-Off heissen die neuen Zauberwörter.
Will heissen, ich schreibe an einem Text auf meinem iPad und ich habe keinen Bock mehr und will am Mac weiterarbeiten. Kein Problem. Mein “Pages” wartet schon im Dock auf mich. Anrufen vom MacBook aus, wenn ich auf der Terasse sitze – kein Problem, solange das iPhone in Reichweite ist. Einfach aus dem Adressbuch die Nummer wählen, dass Höhrer-Symbol anknipsen und los geht’s.

So stellt man sich ein Betriebssystem-Update vor. Ohne Probleme, ohne Schmerzen.
Dass es auch anders geht, hat sich am selben Tag auf der Arbeit gezeigt. Hier haben wir es mit Windows 7 zu tun. Ich musste mein Dell-Notebook dringend mit Sicherheits-Updates versorgen. Das funktioniert in einer großen Firma mit einem Net-Installer. In der Zeit, in der dieser die Patches gesucht hat, haben meinem Macs ein ganzes Betriebssystem heruntergeladen. In der Hälfte der Zeit, in denen das Dell-Laptop die endlich gefundenen Patches installiert hat, haben sich beide Macs aktualisiert.

Gut, dass ich mir so etwas zu Hause nicht mehr antun muss …




Stay hungry, stay foolish …

Am 05.10.2012 ist es ein Jahr her, dass uns Steve Jobs verlassen hat.

Zeit, sich einmal wieder an einen außergewöhnlichen Menschen zu erinnern. Abseits des Kultes um seine Person sollte man einmal darüber nachdenken, was unser dieser Mann mit seinem Werk gebracht hat und wie er unser Leben erleichtert hat. Es ist keine Götterverehrung, denn wäre Steve Jobs Gott, so wäre er heute noch am Leben. So einfach ist das.

Es gibt vier Dinge, mit denen Steve Jobs unsere digitale Welt verändert hat, angefangen im Jahr 1984 bis ein Jahr vor seinem Tod, dem Jahr 2010.
Doch nun mal hübsch der Reihe nach. Beginnen wir im Jahr 1984, die Älteren unter uns haben noch wehmütige Erinnerungen daran.

In diesem Jahr wurde der Macintosh geboren. Gut, den gibt’s heute noch, werden jetzt viele sagen. Und was ist so besonderes daran.
Nun, der Mac war der erste Computer mit vollkommen graphischer Benutzeroberfläche und eine Maus als eingabegerät in einer Welt, wo man Eingaben auf dem PC nur über eine Tastatur in die Kommandozeile hacken konnte. Eine Firma aus Redmond hat damals richtig viel davon geklaut und haben damit einen riesigen Erfolg gehabt. Und warum nicht der Mac?

Apple’s Credo war es immer, die Hardware mit der Software und umgekehrt zu verbinden. Das Mac-Betriebssystem läuft nur auf einem Apple Rechner. Windows hingegen wird für eine unüberschaubare Zahl an PC-Hersteller lizenziert, es ist also nicht an eine spezifische Hardware gebunden. Die Folgen davon kann man bis heute in den einschlägigen Windows-Foren bestaunen …
Im Jahr 1984 war der Macintosh schlichtweg eine Sensation. Leider konnte Apple nie dem Riesen aus Redmond die Stirn bieten, dazu kam ein Mismanagement ohne Gleichen, verbunden mit dem Rauswurf von Steve Jobs aus der eigenen Firma.

Nach seinem Rauswurf gründete Jobs die Firma NeXT und baute dort die Computer, die er bei Apple nie bauen konnte. Zu teuer und zu wenig Software, diese Gründe verhinderten auch hier den Erfolg. Immerhin ist auf einem NeXT-Rechner das World Wide Web erfunden worden.

1997 kehrte Jobs zu Apple zurück und als nächstes kam der quitschbunte iMac, der so ganz anders war als alle Computer, die es bis dato gab. Er sah einfach zum Knutschen aus und mit Apple ging es wieder bergauf.
Die nächste Revolution passierte 2001, als der iPod vorgestellt wurde: 1000 Songs in der Hosentasche. Das war damals eine Sensation. Es war zwar nicht die Erfindung des MP3-Players, aber kein Gerät ließ sich so leicht bedienen wie der iPod. Das Problem damals war, dass es im Internet zu dieser Zeit kaum legale Musik zum Download gab. Zu dieser Zeit wurden mehr CD-Rohlinge als herkömmliche Msuik-CDs verkauft.
Jede Plattenfirma versuchte ihr Ding, es war kompliziert und zum Scheitern verurteilt. Das Werk von Steve Jobs war es, alle diese Plattenfirmen unter einen Hut zu bekommen und dazu zu bringen, ihre Musik im iTunes Store zur Verfügung zu stellen. So wurde der bis dato erfolgreichste Music Store im Internet geboren.

Im Jahr 2007 folgte die nächste Revolution. In diesem Jahr gab es etwas, womit man im Internet surfen konnte, Mails lesen und schreiben konnte, Musik hören konnte und womit man telefonieren konnte. Das alles kam in einem Gerät daher und es hieß iPhone und hatte nichtmals eine Tastatur. Die Bedienung erfolgte über einen Touchscreen. Von allen deswegen und wegen des Preises belächelt, wurde das iPhone zu einem der erfolgreichsten Mobiltelefone und Vorbild für eine ganze generation von Smartphones.
War früher Microsoft und IBM das “Feindbild” von Apple, so ist es seitdem Google mit seinem Android-Betriebssystem, das ähnlich Windows, für Hardwarehersteller lizenzoert wird.
Steve Jobs hat Google immer des Ideendiebstahls bezichtigt, das seiner Meinung nach Android eine 1:1 Kopie des iPhone-Betriebssystem iOS sei. Nun, wenn es eine Kopie wäre, würde es funktionieren, aber lassen wir das.
Jobs war so wütende, dass er Anroid den “themronuklearen Krieg” erklärte, wobei er das ganze damalige Barvermögen von Apple in Höhe von 40 Milliarden Dollar in die Wagschale werfen wollte. Die Wut kam daher, weil Eric Schmidt von Google während der iPhone-Entwicklung im Aufsichtsrat von Apple saß.

im Jahr 2010 läutete Steve Jobs mit dem iPad das “post-PC Zeitalter” ein. Wie das iPhone, ist auch das iPad mit einem berührungsempfindlichen Display ausgestattet und benötigt somit ebenfalls keine Tastatur. Auch dieses Teil wurde von vielen belächelt, heute hat es jedoch einen Marktanteil von ca. 68%. Bei den Netzzugriffen hält es gar einen Anteil von 98%. Da fragt man sich, ob die restlichen Tablets der Wettbewerber in den Regalen der Händler stehen …

Zentraler Speicherort für Musik, Kontakte, Kalender und Dokumente ist mittlerweile die iCloud, die für alle Macs und iOS-Geräte ein einzigartiges Ökosystem darstellen. Alles funktioniert, jedoch so umspektakulär, dass der Benutzer kaum etwas mitbekommt davon.

Puristen monieren, dass Apple nun in der heutigen Ausprägung kein reiner Computerhersteller mehr ist, was sich auch im Namen wiederspiegelt, der von Apple Computer Inc. schlicht in Apple Inc. geändert wurde. Das ist richtig so und ich finde es nicht schlecht. Apple hat es unter Steve Jobs verstanden, alle Produkte des Unternehmens zu einem “Digital Lifestyle” zu verschmelzen. Alles geift ineinander, alles ist perfekt aufeinander abgestimmt und alles funktioniert.
Man kann in der Wüste Gobi mit einem iPhone den Sand filmen, ihn anschließend mit iMovie schneiden und zu Hause am Mac weiterbearbeiten. Wenn sein muss, kann man seine komplette Musiksammlung währenddessen aus der Cloud streamen und dabei noch telefonieren, vorausgesetzt, man hat in der Wüste Gobi ausreichenden Netzempfang.

In unserem Haushalt sind seit knapp einem Jahr fast ausschließlich Apple Geräte im Einsatz. Nach meinem Empfinden ist die Zeit, die wir mit Basteleien an irgendwelchen Systemen drastisch zurückgegangen und man kann sich auf das konzentrieren, wofür diese wunderbar schlichten und durchgestylten Geräte gemacht wurden sind: Spielen, Spaß haben und/oder Arbeiten.
Das alles ist natürlich nicht das alleinige Werk von Steve Jobs, aber unter seiner Führung ist es Apple gelungen, wie keine andere Firma den digitalen Lifestyle zu verkörpern. Niemand anderes hat es in dieser Konsequenz hinbekommen.

Anbei noch ein Link zu der denkwürdigen Rede, die Steve Jobs vor den Absolventen der Stanford University gehalten hat:

[su_youtube_advanced url=”https://youtu.be/DpMwWaxoI4Y” rel=”no” title=”Steve Job’s Rede in Stanford am 12.Juni 2005″]

Ruhe in Frieden, Steve …




Sechs Monate Mac

 

Ende Juli waren es sechs Monate her, seit ich meinen iMac in Betrieb genommen habe.

Was gibt es da besonderes zu berichten?
Nun, ich bin immer noch sagenhaft begeistert von diesem sagenhaften Gerät. Meine alte Windose erfüllt nur noch den Zweck eines Datenspeichers und eines Videorekorders, da meine DVB-T Antenne nicht zum Mac kompatibel ist (Terretec). Das hat darüber hinaus den Charme, dass der Mac für andere Arbeiten frei bleibt und die Videos sofort auf dem Datenspeicher-Rechner in der iTunes-Bibliothek landen, von der aus ich mit iPad und dem Mac zugreifen kann.

Für alles andere muss nun der Mac herhalten, als da hauptsächlich wären Fotoverwaltung, Videobearbeitung und Musikproduktion.
Das Standardprogramm für Bilder ist hier iPhoto. Anfangs war ich skeptisch, aber das Programm macht seine Sache. Das “zur Sicherheit” installierte Picasa von Google, das ich bislang benutzte, fristet nur ein Schattendasein. Für die Bearbeitung meiner Bilder von der Canon-Cam benutze ich Aperture, da man hier sehr komfortabel RAW-Dateien bearbeiten kann und Plug-Ins einbinden kann. Verwaltet werden die fertigen Resultate mit iPhoto (weil minimalistischer als Aperture) Seit den neuesten Updates gibt es hier nur eine Mediathek, was die Sache enorm erleichtet.
Dort besteht eine hervorragende Anbindung an Twitter, Fatzebook und Flickr. Wenn ich dann noch Bilder auf meinem iPad haben möchte, um diese im trauten Kreis der Lieben zu zeigen, werden diese einfach in den Fotostream geschoben, der die Synchronisation mit allen iOS-Geräten übernimmt.
Feine Sache, kinderleicht. Keine Probleme.

Mit der Musikproduktion war die Sache dann schon etwas diffiziler. Mein ProTools-System mit Mischpult und Audio-Interface ist nicht kompatibel mit dem aktuellen Mac-Betriebssystem, OSX Lion. Zwar werden einem im Internet Mittel und Wege aufgezeigt, das ganze ans Laufen zu bekommen, aber zukunftsträchtig ist das Ganze nicht.
Alternativ gab es die Möglichkeit, ProTools von Version 8 auf Version 10 aufzurüsten, aber dafür verlangt Avid schlappe 540 Euro. Dabei wird einem aber auch freundlicherweise in Aussicht gestellt, dass das zugehörige Digi 003 (Mischpult, Controller & Audio-Interface) mit der Folgeversion 11 nicht mehr funktionieren wird. Tolle Aussichten.
Das ist jedoch nicht Apple und dem neuen OS X Lion anzukreiden, sondern der strunzdämlichen Politik von Avid. Vielleicht wollen die keine Mac-User mehr …
Da war es an der Zeit, dass ich mich wieder meiner alten Liebe Cubase vom Hamburger Softwarehaus Steinberg widme.
Cubase Artist & Audio-Interface, respektive Controller für 275 Euronen beim einem namhaften Music Store in Köln. Nicht mehr, nicht weniger.
Beides am Mac ist ein Traum, ich vermisse nix mehr. Und da alte Liebe nicht rostet, war es an der Zeit, mal wieder Logic zu benutzen. Das läuft seit Anfang des Jahrhunderts nur auf Mac-Rechnern und war damals meine erste DAW auf meiner allersten Windose überhaupt.
Für 150 Euros im Mac App-Store kann man da getrost zuschlagen und schon gar nix falsch machen. Am neuen Mac ebenfalls ein Traum, auch wenn das Programm im Vergleich zu Cubase schon etwas angestaubt ist. Dafür ist es ausgereift!
Der unschätzbare Vorteil: Mit Garageband am iPad oder am Mac kann man hier ein Projekt beginnen und anschließend in Logic nach allen Regeln der Kunst bearbeiten. Einfacher geht’s kaum. Und vielleicht schiebt Apple bei Gelegenheit mal wieder ein Update für Logic nach, wäre nicht schlecht …

Für Musikprojekte, die komplett im Rechner laufen, wie es bei mir der Fall ist, braucht man eine Menge Rechenpower, bzw. RAM. Wie sieht’s damit am Mac aus?
Hervorragend, bis dato habe ich das Teil noch nie in die Knie zwingen können, und das bei exzessivem Gebrauch leistungshungriger Plug-Ins, bzw. Faltungshall. Alles läuft geschmeidig, von Abstürzen ganz zu schweigen. Wenn mal ein Absturz erfolgt, dann meistens auf Grund schlampig programmierter Plug-Ins von Drittherstellern. Bei einer Windose reißt so ein Absturz immer das Audiogerät mit runter; Folge: Neustart oder endlos warten, bis sich der Prozess von selbst beendet, da er nicht mehr reagiert.
Beim Mac gibt’s das nicht. Wenn ein Programm einmal absemmelt, dann bestätigt man die freundliche Absturzmeldung mit einem “Erneut starten” und alles ist wieder gut. Einzig die 4 GB RAM habe ich auf 12 GB aufgerüstet, da das Mac-OS komplett 64bit ist und mehr RAM auch nutzen kann. “Amazing”, wie Steve Jobs sagen würde.

Für die Videobearbeitung ist bereits iMovie mit an Bord und man kann damit äußerst ansehnliche Filmchen produzieren, sehr simpel und sehr leicht zu erlernen. Wer schon einmal mit einer Videosoftware gearbeitet hat, kommt unmittelbar zum Ziel. Sehr schön auch die Systemintegration in OS X. Man kann die Filme z.B. unmittelbar in iTunes veröffentlichen und hat dann weiteren Zugriff.
Um mehr aus den Filmen herauszuholen, empfiehlt sich Final Cut Pro X, zusammen mit dem Animationsprogramm Motion 5 ein unschlagbares Team.
Beide Programme sind zwar weitaus diffiziler als iMovie und erfordern eine längere Einarbeitungszeit, aber die Ergebnisse sind vom Feinsten.

Wer jetzt wieder sagt, dass Apple nur maßlos überteuertes Zeug verkauft, der sei eines besseren belehrt. Die beiden Programme zur Videobearbeitung, Final Cut Pro X und Motion 5, sowie Logic 9 Pro schlagen mit knapp unter 450 Euro zu buche, dafür bekommt man für eine Windose nichts Gleichwertiges; man muss hier gut und gerne das doppelte investieren, womit sich der Anschaffungspreis für einen Mac schon wieder relativiert.
Man lebt fortan zwar im Apple-Universum, aber dort funktioniert einfach alles und man kann sich auf das Wesentliche, auf die Arbeit konzentrieren. Programme im App-Store laden, installieren und fröhlich sein. Systemanpassungen sind hier ein Fremdwort. Und Updates, wenn sie mal kommen, sind frei Haus über den App-Store erhältlich.

Einen Neustart am Mac gab es übrigens zuletzt bei der Aktualisierung auf OS X 10.8, die übrigens absolut perfekt lief, am ersten Augustwochenende. Danach geht der Mac, wenn wir beide müde sind, so wie ich, in den Ruhezustand.
1 Sekunde abknipsen und nach der Regeneration ca. 5 Sekunden bis zum ordnungsmäßen Betrieb.
Das kann keine Windose.
Und ich auch nicht …




Hello iMac

 

Vor fast zwei Monaten habe ich der Windows-Welt nun den Rücken gekehrt und benutze meinen neuen iMac.
Es ist bei weitem der beste Rechner, den ich mir bis jetzt gekauft habe.

Wie kommt man dazu, diese Mondpreise für einen Apple-Rechner abzudrücken.
An erster Stelle aus Frust mit Windows. Irgendwie ertappt man sich immer beim Basteln an irgendwelchen Systemeinstellungen, um irgendetwas ans
laufen zu bekommen. Zuletzt ein HP Photosmart, der beim besten Willen nicht zum Scannen über das Netzwerk zu überreden war.
Beim Mac ist das beispielsweise ein Kinderspiel, noch leichter ist es beim iPad.

Sicher muss man sich am Mac in vielen Bereichen umgewöhnen, oft ertappt man sich jedoch, dass man bislang viel zu kompliziert gedacht hat.
Seit der Umstellung auf den Mac habe ich immer mehr den Eindruck, das man hier wesentlich schneller ans Ziel kommt wie auf einer Windose.
Was die Hardware anbelangt, ist man hier in einer anderen Welt. Äußerst wertig kommt der Rechner daher, das fängt schon bei der perfekten Verpackung an. Kein Vergleich mit den Windows-Rechnern, die ich bis jetzt besessen habe.
Alles in allem eine Investition, die sich gelohnt hat.

Und wer jetzt behauptet, dass ein PC teurer ist, der geht mal zu Dell und läßt sich folgenden Rechner konfigurieren:
Intel QuadCore, 2,7 Ghz, 1 TB Festplatte, 4GB RAM, Bluetooth-Tastatur & Maus, Webcam, Lautsprecher, einfache Software für Musikaufnahme, Fotografie, Video und Musikverwaltung sowie einen 27-Zoll Monitor mit 2560 zu 1440 Pixeln Auflösung.
Ihr werdet erstaunt sein.

Und, … der iMac sieht einfach nur geil aus!