Grand Meeting 2026: Viele Klassiker, wenig Glanz

Vom 31. Juli 2026 bis 2.August 2026 findet die Veranstaltung statt, die früher unter dem Namen Classic Days bekannt war und nun erstaunlicherweise als Grand Meeting firmiert. Schon der neue Name ließ eine gewisse Größe erwarten. Vor Ort blieb davon allerdings ein ambivalenter Eindruck zurück.
Zudem soll es Schwierigkeiten bei der Genehmigungserteilung zu der Veranstaltung gegeben haben. Die Stadt Korschenbroich hatte die Genehmigung offenbar erst um 10:45 Uhr erteilt. Laut Thomas Dückers, Beigeordneter der Stadt, seien „viele offene Fragen“ der Grund gewesen, wodurch es für 45 Minuten eine „unklare Rechtslage“ gab.

Die Veranstaltung fand zum zweiten Mal am Rittergut Birkhof statt und wurde vom Veranstalter als Event für automobile Kultur, Eleganz, Zeitreise, Design und Experience angekündigt. [1] Genau diese Erwartung war vermutlich Teil des Problems: Wer frühere Classic Days im Kopf hat, denkt an Atmosphäre, besondere Fahrzeuge, liebevolle Inszenierung und kleine Entdeckungen, die lange im Gedächtnis bleiben. Das Grand Meeting 2026 bot zwar vieles davon in Ansätzen, erreichte für mich aber leider nicht mehr die Strahlkraft vergangener Veranstaltungen.

Anreise: Der erste Dämpfer

Der Verwunderung begann bereits vor dem eigentlichen Besuch. Eine erkennbare Beschilderung zur Zufahrt zum Gelände war schlicht nicht vorhanden oder zumindest nicht so, dass sie hilfreich gewesen wäre. Gerade bei einer Veranstaltung dieser Größe sollte die Anreise selbsterklärend sein. Stattdessen blieb der Eindruck, man müsse sich irgendwie selbst zum Ziel, bzw. den Parkmöglichkeiten durchhangeln.

Auch auf dem Festivalgelände setzte sich dieses Bild fort. Die Beschilderung war spärlich, unübersichtlich und nicht wirklich besucherfreundlich, wie auch teilweise die Wegführung. Wer bestimmte Bereiche suchte, musste eher raten als folgen. Das ist schade, denn ein guter Rundgang lebt nicht nur von den Fahrzeugen, sondern auch davon, dass man sich entspannt treiben lassen kann.

Kulinarik: Currywurst mit Fragezeichen

Kulinarisch blieb der Besuch ebenfalls eher bodenständig. Die Currywurst mit Pommes war in Ordnung, aber für den Preis von €11,00 nur Durchschnitt. Kein Totalausfall, aber auch nichts, wofür man sich vor Begeisterung auf den Rücken wirft.

Rätselhaft blieb für mich außerdem die Bierauswahl. Warum ausgerechnet im Rheinland neben Schlösser Alt und Frankenheim Alt Bier aus einer Bayreuther Brauerei ausgeschenkt wurde, erschloss sich mir nicht. Lediglich ein stand bot Bitburger Pils an. Dieses Bayreuther Bier hatte meiner Ansicht nach nur in Ansätzen etwas mit gutem Bier zu tun. Natürlich muss nicht jede Veranstaltung streng regional auftreten. Aber bei einem Event, das so stark mit Flair, Ort und Atmosphäre wirbt, hätte ein regionaler Bezug beim Bier durchaus besser gepasst. Als die Classic Days noch am Schloß Dyck veranstaltet wurden, gab es dort ein sehr gutes Pils der Brauerei Bolten, obwohl diese hauptsächlich Altbier braut.

Fahrzeuge: Viel zu sehen, wenig Staunen

Positiv bleibt festzuhalten: Es waren viele klassische Fahrzeuge vor Ort. Wer gerne durch Reihen gepflegter Oldtimer schlendert, kam durchaus auf seine Kosten. Das Auge fand immer wieder interessante Details, schöne Lackierungen, Leder, Chrom und Patina.

Was mir jedoch fehlte, waren die echten Highlights. Jene Fahrzeuge, bei denen man stehen bleibt, noch einmal zurückgeht und später sagt: „Das war der Moment des Tages.“ Bei früheren Veranstaltungen war genau das häufiger der Fall. Diesmal wirkte vieles solide, aber weniger außergewöhnlich.

Die große Überraschung blieb bis auf den Auto Union Typ 52 aus. Das Konzept des Fahrzeuges entstand ab 1933/1934 im Konstruktionsbüro von Ferdinand Porsche. Das Fahrzeug war als straßenzulassungsfähiger, V16-angetriebener Supersportwagen geplant, der auch bei Langstreckenrennen wie Le Mans oder der Mille Miglia hätte eingesetzt werden sollen.

Das Projekt wurde jedoch 1935 gestoppt, das Fahrzeug ging nie in Serie. Im Juli 2024 feierte die detailgetreue und seriennahe, handgefertigte Replika beim Goodwood Festival of Speed ihre Weltpremiere.

Zwischen Anspruch und Wirklichkeit

Das Grand Meeting möchte offenbar mehr sein als ein reines Oldtimertreffen. Der Veranstalter spricht von einem Classic-Car-Lifestyle-Event und nennt unter anderem Themenbereiche, historische Motorsport-Elemente, Picknick, Garden-Party-Flair und Design-Erlebnis. [1] Auf dem Papier klingt das stimmig. In der Praxis kam dieser Anspruch für mich jedoch nur teilweise an. Die Picknick-Wiese war als solche nicht gekennzeichnet und Garden-Party-Feeling stellte sich ebenfalls schwer ein, da die Terasse des Gutshauses mit Blick auf den Park durch eine geschlossene Gesellschaft der Firma Julius Bär in Beschlag genommen wurde.

Es fehlte nicht an Fahrzeugen, nicht an Besuchern und nicht an gutem Willen. Aber es fehlte an Orientierung, Präzision und an jenen besonderen Momenten, die eine Veranstaltung aus der Masse herausheben. Vielleicht ist der neue Name ein Signal für einen Neuanfang. Dann sollte dieser Neuanfang aber auch organisatorisch und atmosphärisch deutlicher spürbar werden.

Fazit

Mein Besuch beim Grand Meeting 2026 war kein Reinfall, aber auch kein Höhepunkt. Es gab viele klassische Fahrzeuge, eine grundsätzlich schöne Kulisse und genügend Anlass für einen entspannten Rundgang. Gleichzeitig trübten die mangelhafte Beschilderung, die unübersichtliche Wegeführung, durchschnittliche Verpflegung und das Fehlen echter automobilhistorischer Glanzlichter den Gesamteindruck deutlich.

Wer Oldtimer mag, konnte einen angenehmen Tag verbringen. Wer jedoch die Magie früherer Classic Days erwartet hatte, dürfte sich gefragt haben, ob mit dem neuen Namen vielleicht auch ein Stück des alten Charmes verloren gegangen ist.

Hier ein paar Impressionen vom Grand Meeting:


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Classic Days 2025

Nach einer Zwangspause im Jahr 2024, in dem die Classic Days erneut auf dem Messegelände in Düsseldorf stattfinden sollten, ist diese sehr beliebte Veranstaltung historischer Automobile in neuem Gewand wieder am Start. Die Classic Days gelten mit über 5.000 Besuchern als „Großveranstaltung“ und benötigt so ein entsprechedes Sicherheitskonzept und einige bürokratische Abläufe in Ämtern zur Genehmigung und Durchführung, Bauanträgen und Bauabnahmen: “Uns fehlen hier – Stand gestern Abend 4. Juni 2024 – noch umfassende Antworten der Behörden”, erklärten die Veranstalter im letzten Jahr. Hinzu kamen neue Aufgaben, wie die Umsetzung der neuen Cannabis-Ordnungswidrigkeiten-Verordnung oder auch akuten Gefahren-Abwehr-Szenarien. Aus diesen Gründen wurden die Classic Days 2024 abgesagt.

Im Jahr 2025 fanden die Classic Days nun ein neues zu Hause, erneut im Rhein-Kreis Neuss, in dem auch vergangene Veranstaltungen in Schloß Dyck in der Gemeinde Jüchen stattfanden. Das neue Domizil der Veranstaltung ist das im 13. Jahrhundert erstmals urkundlich erwähnte Rittergut Birkhof in der Stadt Korschenbroich.

Als Besucher der Classic Days war man zu Zeiten, an denen diese auf dem weitläufigen Gelände und der historischen Kulisse von Schloß Dyck stattfand, extrem verwöhnt. Alleine das Treffen der Markenclubs auf dem riesigen Miskantus-Feld vor dem Schloß suchte seinesgleichen. Auch auf dem Messegelände in Düsseldorf, auf dem die Classic Days in den Jahren 2022 bis 2023 stattfand, herrschten großzügige Platzverhältnisse, wenngleich die Atmosphäre früherer Veranstaltungen gelitten hat. Alleine der nahegelegene Flughafen Düsseldorf mit seinen zahlreichen Starts und Landungen, insbesondere in der Ferienzeit, tat der Stimmung im Hinblick auf den Lärmpegel einen nicht zu unterschätzenden Abbruch. Kann der neue Veranstaltungsort, das Rittergut Birkhof das alte Flair und die alte Stimmung wieder zurückbringen?

Die Platzverhältnisse sind gegenüber den vorangegangenen Veranstaltungsorten eingeschränkter, dennoch läßt sich die Frage mit einem klaren „Ja“ beantworten. Die Entscheidung für das Rittergut Birkhof war organisatorisch durchdacht und atmosphärisch sehr stimmig. Der weitläufige Park der Anlage mit Alleen, Rasenflächen und alter Baumkulisse bot eine beeindruckende Kulisse für das Festival, das als deutsche Entsprechung zu Goodwood gefeiert wird. Das Rittergut liegt in einem großen Park mit anschließendem Landschaftsgarten und zeichnet sich, so Organisator Marcus Herfort, “durch eine sehr englische Atmosphäre aus”.

Natürlich gab es wieder zahlreiche Highlights:

  • Der 2,6 km lange Rundkurs „Racing Legends“ bot spannende Demonstrationsläufe mit Rennwagen und Motorrädern bis Baujahr 1961 – eine nostalgische wie dynamische Attraktion,
  • Im Concours d’Elegance „Jewels in the Park“ glänzten edle Klassiker unter Buchen und Eichen – inklusive stilvoller Präsentation am alten Herrenhaus,
  • Thematisch gegliedert: VW‑Käfer‑Läufe, US‑Cars („Stars & Stripes“), JDM‑Show im „Green House“, inklusive dem legendären GT‑R von Paul Walker und einem Honda NSX,
  • Die Weltpremiere des VW ID. Every 1 gab dem Festival auch einen Blick in die Zukunft – überraschend und zeitgemäß. Leider wurde das Fahrzeug in dem ehemaligen Gartencenter sehr lieblos präsentiert, wie auch die japanischen Sportwagen.

In Anbetracht der Tatsache, dass es sich hier um eine privat ausgerichtete Veranstaltung handelte, war die Organisation sehr gut. Die Ausschilderung an den Zufahrtstrassen zum Veranstaltungsgelände war sehr gut und schlüssig, ankommende Autofahrer wurden unverzüglich auf die umliegenden Parkplätze geleitet, wenngleich niemand das für 8€ online erstandene Parkticket kontrollierte. Die Strecke, auf denen die historischen Fahrzeuge fuhren, führten in Teilen über das Veranstaltungsgelände. Dadurch wurde der Besucherstrom etwas unterbrochen. Ich sah es jedoch als Vorteil, man war im Grunde „gezwungen“, sich dadurch ein Bild der fahrenden historischen „Schätze“ zu machen – ein Grund, weswegen man derartige Veranstaltungen besucht. Einzig die geschlossene Veranstaltung der Julius Bär AG, eines privaten Vermögensverwalters im Herrenhaus des Rittergutes und der angrenzenden Terrasse paßte nicht ins Bild dieser gelungenen Veranstaltung. Hinter Zäunen verbargen sich einige Schätze, wie ein Porsche 356 und ein Dino, die jedoch meines Erachtens nach nicht das Interesse des dortigen Publikums weckten, dass augenscheinlich in der Hauptsache damit beschäftigt war, „gesehen“ zu werden.

In der letzten Dekade waren die Classic Days für mich immer ein fotografisches Highlight. Es waren dort immer unzählige, bisweilen sehr spezielle und sehr rare klassische Automobile zu bewundern. Darüber hinaus war auf den vergangenen Veranstaltungen immer sehr viel Prominenz vertreten, von Stirling Moss, John Surtees, Walter Röhrl, Jochen Mass bis hin zu Arturo Merzario. Dieser nahm auch im hohen Alter noch an Rennen teil und ließ sich bereitwillig ablichten, insbesondere mit den kleinen Gästen. Der Ehrengast der diesjährigen Classic Days, Hans-Joachim „Strietzel“ Stuck musste seine Teilnahme aus persönlichen Gründen leider absagen. Man brauchte bei den Classic Days nie nach speziellen Motiven zu suchen, im Gegenteil, man musste sich immer selbst disziplinieren, aus allen Möglichkeiten das Beste aufzunehmen.

In diesem Jahr gab es zudem noch eine organisatorische „Zwickmühle“ – zeitgleich zu den Classic Days fand am Nürburgring der alljährliche „Oldtimer Grandprix“ statt. Ein Freund und ich entschieden daher, am Samstag die Classic Days und am Sonntag den Oldtimer Grandprix zu besuchen. Im Nachhinein betrachtet, hätten wir diese Tage besser „getauscht“. Am Samstag zeigte sich das Wetter nicht von seiner besten Seite, es gab mehrere, teils heftige Regenschauer, die sowohl für die Fahrer als auch für die Besucher sehr unangenehm waren. Am Sonntag war das Wetter am Nürburgring erheblich freundlicher, wenn auch kühler. Leider war es bei dem Oldtimer Grandprix sehr leer – es war wenig Publikum dort, der Zeitplan der Rennläufe ließ zu Wünschen übrig und im Fahrerlager waren extrem wenig Fahrzeuge. Markenclubs wie Porsche und Ferrari waren äußerst spärlich vertreten. Aus diesen Gründen kam nicht die dort übliche Stimmung auf.

In der folgenden Galerie sieht Du einige Aufnahmen der Classic Days 2025.


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Classic Days 2022

Nach zwei Jahren Pause auf Grund der Corona-Pandemie war es nun endlich wieder soweit. Am 05.August 2022 gingen die Classic Days wieder an den Start.

Seit dem Jahr 2006 haben sich die Classic Days zu einem führenden Festival für „Culture und Motoring-Lifestyle“ in Europa entwickelt.

Als stilsichere Kulisse trug bisher immer Schloss Dyck in der nordrhein-westfälischen Gemeinde Jüchen, grob zwischen Düsseldorf und Mönchengladbach gelegen, bei.

Im Januar 2022 platzte dann die Bombe: Schloß Dyck stand nicht mehr als Austragungsort der Classic Days 2022 zur Verfügung! Dem Vernehmen nach bestand mit der Stiftung Schloss Dyck keine Einigkeit über die Fortführung des Festivals.

Neuer Austragungsort der Veranstaltung ist in diesem Jahr der Parkplatz P1 auf dem Düsseldorfer Messegelände, von den Veranstaltern auf Grund der dort gepflanzten 1.500 schattenspendenden Bäume in „Green Park“ umgetauft.

Kann das gut gehen? 

Ein Festival klassischer Automobile auf einem Retorten-Gelände anstatt auf historischem Terrain?

Die Verkehrsanbindung ist exzellent, es steht eine unüberschaubare Anzahl an Parkplätzen zur Verfügung und es gibt eine Rennstrecke, die auf dem ganzen Gelände sehr gut einsehbar ist.

Die Veranstalter haben sich alle Mühe gegeben. Die Organisation war sehr gut gelungen. Es gab weder Wartezeiten bei der Zufahrt zu den Parkplätzen noch am Eingangsbereich auf das Festivalgelände. Bei erwarteten 7.000 teilnehmenden klassischen Automobilen und 50.000 Besuchern gewiß keine triviale Aufgabe!

Doch wie wirkt ein derartiges Festival, welches bis dato immer vor einer stilvollen Kulisse stattfand, wenn es auf ein künstlich angelegtes, vollkommen geometrisches Gelände verlegt wird?

Leider muss man sagen, dass hier eine gehörige Portion Charme der vergangenen Jahre unwiederbringlich verloren gegangen ist.

Weiterhin stellt es sich als extrem störend heraus, dass das komplette Gelände an der Einflugschneise zum Flughafen Düsseldorf liegt. Dadurch ergibt sich eine nicht zu unterschätzende Geräuschkulisse, die mit dem „normalen“ Motorenlärm (wegen dessen man sich unter anderem dort hin begibt) leider nichts zu tun hat. Das mindert in einem nicht unerheblichen Maß die Freude an diesem Ereignis!

Es gibt leider auch wirklich keinen Ort, an dem man sich zurückziehen kann und von dem ganzen Lärm wenig bis gar nichts mitbekommt. Das war in Schloß Dyck anders; man konnte sich in den weitläufigen Park zum stilechten Picknick zurückziehen und später weiter über das Festivalgelände flanieren.

Vor der historischen Kulisse des Schloss Dyck hatte man immer den Eindruck, in eine Zeit zurückversetzt zu werden, in der Leute wie Juan Manuel Fangio, Stirling Moss, Wolfgang von Trips, Hans Herrmann, Nikki Lauda oder Jochen Rindt in ihren Renn-Overalls im Fahrerlager erscheinen und in ihre Fahrzeuge steigen. Diese Atmosphäre der Leichtigkeit längst vergangener Tage fehlt leider.

Weiterhin war auch das britische Auktionshaus Coys in diesem Jahr nicht bei den Classic Days vertreten, welches immer seine ganz eigenen Note mitbrachte. Vermutlich auf Grund des Brexits wird es nicht ganz trivial sein, „mal eben“ mit 50-80 Nobelkarossen in die EU einzureisen und diese hier womöglich noch zu verkaufen. 

Das war bei den vergangenen Classic Days gewiß einfacher …

Mit Sicherheit sind die Classic Days immer noch ein Ereignis, jedoch wird man das Gefühl nicht los, dass das Angebot an klassischen Fahrzeugen in den Jahren zuvor vielfältiger war. Mir kam es vor, als ob insbesondere bei den Marken Alfa Romeo und Ferrari die Anzahl der Fahrzeuge erheblich geringer war als in den Vorjahren.

Auch VW als Deutschlands größter Autokonzern war meiner Ansicht nach schwach vertreten, insbesondere, wenn man an 2019 denkt, wo es ein schönes Portfolio an Fahrzeugen von VW do Brasil gab.

Dennoch gibt es meiner Meinung nach in Deutschland kein anders Festival, auf dem man auf so vielfältige Weise die Schönheit klassischer Automobile bewundern kann.

Hier ein paar Eindrücke vom 05./06.August 2022:

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Classic Days 2018

Wie gewohnt, gehen am ersten Augustwochenende des Jahres die Classic Days am Schloß Dyck als buntes Oldtimer- und Motorenfestival an den Start. Bereits der Freitag ist ein beliebter Tag; es findet der Check-In der Fahrzeuge statt und der Rennbetrieb ruht bis zum Samstag.
So bleibt genügend Gelegenheit, die ankommenden Fahrzeuge zu bestaunen und auch das ein oder andere Gespräch mit Ausstellern und Teilnehmern der Classic Days zu führen. Selbstredend natürlich auch ein großer Tag zum Fotografieren, da die Fahrzeuge teilweise durch das Check-In Procedere noch in Bewegung sind und es sich keine unerträglichen Menschenmassen herum bewegen.
Man bewegt sich durch verschiedenste Automobilschichten wie in einem vielfältigen zoologischen Garten. Einfach großartig!

Eine besondere Attraktion in diesem Jahr war das American La France Treffen 2018, bei dem man nicht nur sehen, sondern vor allen Dingen auch hören und riechen konnte, zu was Motoren in der Güte von 5,9 bis 14 Liter Hubraum in der Lage sind.
Am Samstag und Sonntag sind die traditionellen Renntage bei den Classic Days, in diesem Jahr unter anderem mit den Legenden Jochen Maas und Arturo Merzario. Hier kann man die “Racing Legends” im Einsatz bestaunen. In diesem Jahr waren es auf Grund des tollen Sommerwetters auch mit Abstand die heißesten Classic Days.

Der traurigste Gast war wohl der Brite Chris Williams, der mit seinem Packard-Bentley nicht auf die Rennstrecke durfte, da es sich bei dem Fahrzeug um einen “Feuerspucker” handelt. Zu groß war die Gefahr, das die zur Streckensicherung eingesetzten Strohballen Feuer fangen könnten und so die ausgetrockneten Rasenflächen auf dem Schloßgelände in Brand gesetzt hätten. Zudem waren auf dem Festivalgelände auf Grund der Witterung erstmals Rauchen und Grillen untersagt. Viele Hydranten wurden zudem als Trinkwasserspender umfunktioniert, um den Besuchern das Verweilen bei den Classic Days etwas erträglicher zu machen. Am Samstagnachmittag durfte Chris Williams dennoch mit seinem “Mavis” auf die Rennstrecke. Zum Abschluss und als Höhepunkt darf der Besuch der „Jewels in the Park“ nicht fehlen. Dort finden sich versunkene Marken wie Delhaye, exotische Modelle wie der DKW Monza oder Ferrari-Modelle im Millionen-Euro-Bereich. Anbei ein paar fotografische Eindrücke der diesjährigen Classic Days:

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Classic Days 2017

Seit dem Jahr 2006 finden in Schloß Dyck bei Jüchen im Rhein-Kreis Neuss statt.
Die Classic Days entstanden als Erinnerung an den 1961 in Monza tödlich verunglückten deutschen Rennfahrer Wolfgang Graf Berghe von Trips.

Schon fast traditionsgemäß gehe ich mit einem Freund freitags zu den Classic Days. Es sind zwar bei weitem nicht alle Fahrzeuge vor Ort, doch die Besucheranzahl ist an diesem Tag überschaubar, so dass man ganz nah und ohne große Wartezeit an die Fahrzeuge herankommt und schöne Fotos machen kann, ohne dass sie sich hinter einer “Menschentraube” verbergen.

Auch in diesem Jahr gab es wieder einige Highlights bei den Classic Days. Zu bestaunen waren unter anderem einige Fahrzeuge, mit denen Walter Röhrl während seiner Karriere unterwegs war, so ein Opel Ascona 400 / 1982 und ein Audi Sport Quattro S1 Gruppe B / 1985, ein Lancia Rallye 037 Gruppe B, 1983 sowie ein Ford Capri RS 2600 aus dem Jahr 1972.
Auch Walter Röhrl und sein Copilot Christian Geistdörfer waren Gäste der diesjährigen Classic Days.

Ein weiteres Highlight war der Benetton Ford B 194-5, mit dem Michael Schumacher am 13.November 1994 seinen ersten Weltmeistertitel einfahren konnte. Dieser wird ab dem Frühjahr 2018 in der Motorworld in Köln-Butzweilerhof ausgestellt werden.

Weiterhin feiert Ferrari in diesem Jahr den 70.Geburtstag, eine stattliche Auswahl der Fahrzeuge aus Maranello war bereits am Freitag auf dem Gelände in Schloß Dyck zu finden. Mein persönliches Highlight war ein Ferrari 156 aus dem Jahr 1961, leider kein Original, sondern “nur” eine Replik.
Es handelte sich um das Fahrzeug mit der Nummer 8, auf dem der Amerikaner Phil Hill 1961 Formel 1-Weltmeister wurde. In dem Fahrzeug dieses Typs kam Wolfgang Graf Berghe von Trips am 10.September 1961 in Monza zu Tode. Der Ferrari 156 wurde unter anderem für Chris Rea und seinen Film “La Passione” aus Originalteilen nachgebaut.
Sehr zu empfehlen ist in diesem Zug die Box “La Passione” von Chris Rea, die unter anderem den Film, den Soundtrack, ein wunderschönes Buch und einen Dokumentarfilm über Graf Berghe von Trips mit einmaligen Aufnahmen enthält.

Hier einige Aufnahmen der Classic Days 2017:

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Classic Days 2016

Alljährlich finden Anfang August in Schloß Dyck die Classic Days statt. Diese finden seit 2006 in Erinnerung an den Rennfahrer Wolfgang Graf Berghe von Trips statt. Die Classic Days sind mittlerweile das größte Ereignis dieser Art auf dem europäischen Kontinent.

Hier ein paar Impressionen:


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