Campus Culture am 22.08.2026

Glänzender Chrom, der Duft von Benzin und Geschichte auf zwei und vier Rädern: Das Oldtimertreffen Campus Culture in Krefeld Fichtenhain hat auch im August wieder automobile Schätze aus allen Epochen zusammengebracht. Neben den gewohnten Klassikern gab es ein ganz besonderes Schmuckstück zu bewundern, das selbst eingefleischten Kennern Herzklopfen bereitete: den LMX 2300 HCS.

Der Exot aus Mailand

Der LMX 2300 HCS ist das Erstlingswerk der kurzlebigen italienischen Schmiede L.M.X. Automobile (Lina Mandato e X), gegründet von Michel Liprandi und Giovanni Mandelli. In den späten 1960ern entworfen, verkörpert das Fahrzeug die pure Faszination des italienischen Prototypenbaus.

  • Design: Entworfen von Franco Scaglione, besticht der Wagen durch eine atemberaubende, keilförmige Fastback-Linienführung mit klappbaren Scheinwerfern und Muskeln an den richtigen Stellen.
  • Technik: Unter der eleganten Glasfaser-Karosserie schlägt ein Herz von Ford – ein 2,3-Liter-V6-Motor (Köln-V6), der dem Leichtgewicht ordentlich Vortrieb verleiht. Das Kürzel HCS steht dabei für High Compression Shell.
  • Seltenheitswert: Aufgrund finanzieller Turbulenzen wurden zwischen 1968 und 1974 schätzungsweise nur etwa 50 Fahrzeuge gebaut. Ein LMX in freier Wildbahn ist also eine echte Rarität.

 Ein Hauch von Concurs-Flair in Fichtenhain

Dass ein solch rares Stück automobiler Zeitgeschichte den Weg nach Krefeld Fichtenhain gefunden hat, unterstreicht die wachsende Klasse des Campus-Culture-Treffens. Der LMX zog mit seinen dramatischen Proportionen unzählige Blicke auf sich und war das perfekte Fotomotiv für Enthusiasten.


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Grand Meeting 2026: Viele Klassiker, wenig Glanz

Vom 31. Juli 2026 bis 2.August 2026 findet die Veranstaltung statt, die früher unter dem Namen Classic Days bekannt war und nun erstaunlicherweise als Grand Meeting firmiert. Schon der neue Name ließ eine gewisse Größe erwarten. Vor Ort blieb davon allerdings ein ambivalenter Eindruck zurück.
Zudem soll es Schwierigkeiten bei der Genehmigungserteilung zu der Veranstaltung gegeben haben. Die Stadt Korschenbroich hatte die Genehmigung offenbar erst um 10:45 Uhr erteilt. Laut Thomas Dückers, Beigeordneter der Stadt, seien „viele offene Fragen“ der Grund gewesen, wodurch es für 45 Minuten eine „unklare Rechtslage“ gab.

Die Veranstaltung fand zum zweiten Mal am Rittergut Birkhof statt und wurde vom Veranstalter als Event für automobile Kultur, Eleganz, Zeitreise, Design und Experience angekündigt. [1] Genau diese Erwartung war vermutlich Teil des Problems: Wer frühere Classic Days im Kopf hat, denkt an Atmosphäre, besondere Fahrzeuge, liebevolle Inszenierung und kleine Entdeckungen, die lange im Gedächtnis bleiben. Das Grand Meeting 2026 bot zwar vieles davon in Ansätzen, erreichte für mich aber leider nicht mehr die Strahlkraft vergangener Veranstaltungen.

Anreise: Der erste Dämpfer

Der Verwunderung begann bereits vor dem eigentlichen Besuch. Eine erkennbare Beschilderung zur Zufahrt zum Gelände war schlicht nicht vorhanden oder zumindest nicht so, dass sie hilfreich gewesen wäre. Gerade bei einer Veranstaltung dieser Größe sollte die Anreise selbsterklärend sein. Stattdessen blieb der Eindruck, man müsse sich irgendwie selbst zum Ziel, bzw. den Parkmöglichkeiten durchhangeln.

Auch auf dem Festivalgelände setzte sich dieses Bild fort. Die Beschilderung war spärlich, unübersichtlich und nicht wirklich besucherfreundlich, wie auch teilweise die Wegführung. Wer bestimmte Bereiche suchte, musste eher raten als folgen. Das ist schade, denn ein guter Rundgang lebt nicht nur von den Fahrzeugen, sondern auch davon, dass man sich entspannt treiben lassen kann.

Kulinarik: Currywurst mit Fragezeichen

Kulinarisch blieb der Besuch ebenfalls eher bodenständig. Die Currywurst mit Pommes war in Ordnung, aber für den Preis von €11,00 nur Durchschnitt. Kein Totalausfall, aber auch nichts, wofür man sich vor Begeisterung auf den Rücken wirft.

Rätselhaft blieb für mich außerdem die Bierauswahl. Warum ausgerechnet im Rheinland neben Schlösser Alt und Frankenheim Alt Bier aus einer Bayreuther Brauerei ausgeschenkt wurde, erschloss sich mir nicht. Lediglich ein stand bot Bitburger Pils an. Dieses Bayreuther Bier hatte meiner Ansicht nach nur in Ansätzen etwas mit gutem Bier zu tun. Natürlich muss nicht jede Veranstaltung streng regional auftreten. Aber bei einem Event, das so stark mit Flair, Ort und Atmosphäre wirbt, hätte ein regionaler Bezug beim Bier durchaus besser gepasst. Als die Classic Days noch am Schloß Dyck veranstaltet wurden, gab es dort ein sehr gutes Pils der Brauerei Bolten, obwohl diese hauptsächlich Altbier braut.

Fahrzeuge: Viel zu sehen, wenig Staunen

Positiv bleibt festzuhalten: Es waren viele klassische Fahrzeuge vor Ort. Wer gerne durch Reihen gepflegter Oldtimer schlendert, kam durchaus auf seine Kosten. Das Auge fand immer wieder interessante Details, schöne Lackierungen, Leder, Chrom und Patina.

Was mir jedoch fehlte, waren die echten Highlights. Jene Fahrzeuge, bei denen man stehen bleibt, noch einmal zurückgeht und später sagt: „Das war der Moment des Tages.“ Bei früheren Veranstaltungen war genau das häufiger der Fall. Diesmal wirkte vieles solide, aber weniger außergewöhnlich.

Die große Überraschung blieb bis auf den Auto Union Typ 52 aus. Das Konzept des Fahrzeuges entstand ab 1933/1934 im Konstruktionsbüro von Ferdinand Porsche. Das Fahrzeug war als straßenzulassungsfähiger, V16-angetriebener Supersportwagen geplant, der auch bei Langstreckenrennen wie Le Mans oder der Mille Miglia hätte eingesetzt werden sollen.

Das Projekt wurde jedoch 1935 gestoppt, das Fahrzeug ging nie in Serie. Im Juli 2024 feierte die detailgetreue und seriennahe, handgefertigte Replika beim Goodwood Festival of Speed ihre Weltpremiere.

Zwischen Anspruch und Wirklichkeit

Das Grand Meeting möchte offenbar mehr sein als ein reines Oldtimertreffen. Der Veranstalter spricht von einem Classic-Car-Lifestyle-Event und nennt unter anderem Themenbereiche, historische Motorsport-Elemente, Picknick, Garden-Party-Flair und Design-Erlebnis. [1] Auf dem Papier klingt das stimmig. In der Praxis kam dieser Anspruch für mich jedoch nur teilweise an. Die Picknick-Wiese war als solche nicht gekennzeichnet und Garden-Party-Feeling stellte sich ebenfalls schwer ein, da die Terasse des Gutshauses mit Blick auf den Park durch eine geschlossene Gesellschaft der Firma Julius Bär in Beschlag genommen wurde.

Es fehlte nicht an Fahrzeugen, nicht an Besuchern und nicht an gutem Willen. Aber es fehlte an Orientierung, Präzision und an jenen besonderen Momenten, die eine Veranstaltung aus der Masse herausheben. Vielleicht ist der neue Name ein Signal für einen Neuanfang. Dann sollte dieser Neuanfang aber auch organisatorisch und atmosphärisch deutlicher spürbar werden.

Fazit

Mein Besuch beim Grand Meeting 2026 war kein Reinfall, aber auch kein Höhepunkt. Es gab viele klassische Fahrzeuge, eine grundsätzlich schöne Kulisse und genügend Anlass für einen entspannten Rundgang. Gleichzeitig trübten die mangelhafte Beschilderung, die unübersichtliche Wegeführung, durchschnittliche Verpflegung und das Fehlen echter automobilhistorischer Glanzlichter den Gesamteindruck deutlich.

Wer Oldtimer mag, konnte einen angenehmen Tag verbringen. Wer jedoch die Magie früherer Classic Days erwartet hatte, dürfte sich gefragt haben, ob mit dem neuen Namen vielleicht auch ein Stück des alten Charmes verloren gegangen ist.

Hier ein paar Impressionen vom Grand Meeting:


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Oldtimertreffen an der Krefelder Rennbahn: Wolken, Chrom und ein Countach ohne Firlefanz

Am 19.07.2026 war es wieder so weit: Die Oldtimerfreunde Egelsberg luden erneut zum Oldtimertreffen an die Krefelder Rennbahn — und wie immer folgten zahlreiche Klassiker, Schrauber, Stauner und Benzingespräche der Einladung.

Das Wetter zeigte sich dabei angenehm zurückhaltend: mild, leicht bewölkt, also genau richtig für Mensch und Maschine. Kein Sonnenbrand auf der Stirn, kein Regen auf dem Lack — kurz gesagt: perfektes Oldtimerwetter. Selbst empfindliche Chromstoßstangen konnten entspannt durchatmen.

Viele Fahrzeuge, viele Besucher — und noch mehr Geschichten

Trotz der Bewölkung war ordentlich Betrieb auf dem Gelände. Zahlreiche Fahrzeuge rollten an, parkten sich in Pose und warteten darauf, bewundert, fotografiert und fachmännisch kommentiert zu werden. Zwischen liebevoll restaurierten Klassikern, gepflegten Alltagshelden vergangener Jahrzehnte und Fahrzeugen mit mehr Charakter als so mancher Neuwagen gab es reichlich zu entdecken.

Natürlich wurde auch wieder gefachsimpelt: über Originalzustand, Ersatzteillage, Lacktöne, Motorvarianten — und vermutlich mindestens einmal über die Frage, ob „der früher nicht viel besser klang“. Antwort: Ja. Natürlich. Immer!

Das Highlight: Lamborghini Countach LP 400

Der unangefochtene Star des Tages war ein Lamborghini Countach LP 400 — und zwar in seiner besonders eleganten Form: ohne störende Flügel und Spoiler.

Ein Countach, wie er ursprünglich gedacht war: flach, kantig, dramatisch und ungefähr so dezent wie ein Opernauftritt in einer Tiefgarage. Aber eben ohne das spätere aerodynamische Zubehör, das zwar spektakulär aussieht, aber manchmal wirkt, als hätte jemand beim Zubehörkatalog sehr selbstbewusst „einmal alles“ angekreuzt.

Der LP 400 stand da wie ein Design-Statement aus einer Zeit, in der Autos noch mit Lineal, Mut und italienischem Espresso entworfen wurden. Türen? Natürlich nach oben. Übersichtlichkeit? Eher ein Gerücht. Alltagstauglichkeit? Sagen wir: Für Menschen mit sehr viel Humor und sehr wenig Gepäck.

Ein Treffen mit Herz, Patina und Benzinduft

Was solche Treffen so besonders macht, ist nicht nur die Technik. Es sind die Gespräche, die Erinnerungen und die Begeisterung, die überall spürbar ist. Manche Besucher entdecken das Auto ihrer Kindheit wieder, andere erklären ihren Kindern, warum früher ein Fensterkurbelmechanismus völlig ausreichend war — und wieder andere stehen einfach nur lächelnd vor einem Motorraum und nicken wissend.

Das Oldtimertreffen an der Krefelder Rennbahn war auch 2026 wieder ein schöner Beweis dafür, dass alte Autos nicht einfach nur Fahrzeuge sind. Sie sind rollende Geschichten, manchmal kleine Zeitmaschinen — und gelegentlich auch sehr elegante Ausreden, um sonntags früh aufzustehen.

Fazit

Mildes Wetter, viele Besucher, jede Menge automobile Schätze und als Krönung ein Lamborghini Countach LP 400 ohne Flügelwerk: Das Treffen der Oldtimerfreunde Egelsberg hatte alles, was ein gelungener Klassiker-Tag braucht.

Und wenn ein Auto auch ohne Spoiler so viel Aufmerksamkeit bekommt, dann weiß man: Gutes Design braucht keine Anbauteile. Nur Mut, Kanten — und offenbar ein bisschen italienische Theatralik.

Hier ein paar Impressionen vom Oldtimertreffen:


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Notte italiana

Castello da Chiara- Goldblättchen vom 06.07. 2026

A bottle of red, ooh, a bottle of white
Whatever kind of mood you′re in tonight
I’ll meet you anytime you want
In our Italian restaurant

Scenes From An Italian Restaurant, Billy Joel, 1977

Bistecca della nonna & Saltimbocca alla Romana


Am Montag, den 06.Juli 2026 war der „Giornata mondiale del bacio“ – der Weltkusstag. Das klingt bereits wie die Ouvertüre zu einer Verdi-Oper, der beste Grund also, an diesem Abend ein italienisches Restaurant aufzusuchen, das Castello da Chiara in Willich-Neersen, unmittelbar am Schloß gelegen.

Die Küche liefert dazu den passenden Soundtrack. Wir wählten als Vorspeise Antipasti misto und Gamberi diavolo, als Hauptgericht ein Bistecca della nonna und ein Saltimbocca alla Romana.

Das Bistecca della nonna ist – ein Steak, das so saftig auf dem Teller liegt, als hätte es gerade ein Wellness-Wochenende hinter sich. Außen eine Kruste, die klingt, wenn man sie anschneidet, wie das leise Applaudieren einer italienischen Nonna (Großmutter), die zufrieden nickt und sagt: „Bravissimo.“

Das Saltimbocca alla Romana ist das Gegenteil von Drama.
Zartes Kalbfleisch, Salbei, Schinken – eine Kombination, die nicht laut ist, sondern leise überzeugt. Ein kulinarischer Gentleman, der nicht prahlt, sondern einfach abliefert.

Der Service ist eine kleine Studie in Menschenkenntnis. Man bekommt ein Lächeln, das nicht aus dem Handbuch stammt, sondern aus echter Freude am Gastgebersein.

Am Ende sitzt man dort, schaut auf den leeren Teller, nippt am letzten Schluck seines Getränkes und denkt: Neersen ist heute ein bisschen Italien geworden. Nicht wegen der Architektur, nicht wegen des Wetters, sondern wegen eines Restaurants, das verstanden hat, dass gutes Essen immer auch ein kleines Stück Urlaub ist.

Und so verlässt man das Castello Da Chiara mit dem Gefühl, dass die Welt ein bisschen freundlicher ist, als sie es beim Reingehen war. Ein Effekt, den man nicht unterschätzen sollte – und den man unbedingt wiederholen muss.




Radtour Baarlo-Panningen-Haelen

Baarlo, südwestlich von Venlo gelegen, empfängt Dich mit seinen alten Bäumen am Kasteel D‘Erp und dem leichten Duft von Sommerwiesen um den Ort herum. Die Straßen sind ruhig und beschaulich, ohne Hektik. Schon nach wenigen Minuten spürt man dieses typische Limburg‑Gefühl: alles läuft ein bisschen langsamer, ein bisschen freundlicher, ein bisschen leichter.

Der Weg nach Panningen führt abwechselnd durch offene Felder, die in der warmen Luft flirren, und Waldwege der Heldense Bossen. Das Licht ist weich, die Farben satt. Hier rollt das Rad fast von allein. Man hört nur das Summen der Reifen und das Rascheln der Gräser am Wegesrand.

In Panningen selbst herrscht sommerliche Gelassenheit: Es ist Wochenmarkt, die Menschen sitzen draußen, die zahlreichen Cafés sind gut besucht, man fragt sich kurz, ob man sich nicht einfach dazusetzen sollte. Hier gewinnt man den Eindruck, die Zeit hätte sich kurz hingelegt. Weiterhin fragt man sich, warum man diesen Eindruck bei der Durchreise durch kleine Städchen in Deutschland nicht gewinnt.

Zwischen Panningen und Haelen wird die Landschaft dichter. Auf dem Weg von Roggel nach Haelen führt die Strecke durch Het Leudal. Das Leudal ist ein hoch gelegenes Naturschutzgebiet am Westufer der Maas. Ein ausgedehntes Waldstück spendet Schatten, was bei 26 Grad genau richtig ist.
Haelen wirkt wie ein Ort, der den Sommer besonders gut kann: gepflegte Gärten, ruhige Straßen, ein Hauch von Dorfidylle. In Haelen soll der Legende nach ein ruheloser Geist umgehen: ein Mönch, der einst sein Gelübde brach. Jede Nacht wandert er mit einer Laterne über das Klosterfeld, auf der Suche nach Vergebung. Wer ihm still folgt, soll Frieden finden ‒ wer lacht, verliert sich im Nebel.

Der Rückweg führt zur Maas, an Neer und Kessel vorbei und plötzlich öffnet sich die Landschaft wieder. Das Wasser glitzert, Schiffe und Boote ziehen langsam vorbei, und der Radweg schlängelt sich elegant zwischen Neer und Kessel entlang. Dort fährt man wie durch ein Postkartenmotiv – ruhig, hell, friedlich. Am Aussichtspunkt Musschenberg, einem unsrer Seelenorte an der Maas hat man einen herrlichen, weiten Ausblick über die Maas und die Windmühle De Grauwe Beer südlich von Beesel.

Diese Tour ist trotz knapp 56 Kilometern kein sportlicher Kraftakt, sondern ein Genussweg.
Sie verbindet Dörfer, Felder, Wälder und die Maas zu einem perfekten Sommertag auf zwei Rädern.
Einfach fahren, schauen, fühlen – und am Ende mit einem Lächeln wieder in Baarlo ankommen, auch wenn bisweilen etwas Wind aufkommt. Zwischen Oijen, gegenüber der Schleuse Belfeld und Baarlo ist immer Gegenwind, egal, aus welcher Richtung Du kommst! In Baarlo angekommen, gibt es standesgemäß Friet Mexicano beim Lekkerbek und anschließend noch ein kühles La Chouffe im Café Centraal, 2024 als schönste Sonnenterasse der Niederlande gekürt.

Hier findest Du den Startpunkt der Tour:

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Café Löffelgold

Sizilianisches Brot – Goldblättchen vom 29.06.2026

And no matter where the road may take you
Every time it brings you back to the street cafe
That’s where I have to be

Steet Café, Icehouse, 1982


Heute ist unser erster gemeinsamer Urlaubstag. Auf Grund des etwas milderen Wetters unternahmen wir eine kleine Radtour über Meerbusch, Düsseldorf, am Rhein entlang zurück nach Meerbusch. Im Ortsteil Lank erinnerten wir uns an das Café Löffelgold. Dort hatten wir vor ein paar Jahren schon einmal hervorragendes, geröstetes sizilianisches Brot gegessen. Warum nicht erneut dort einkehren?

Wer durch Meerbusch schlendert und nach einem Ort sucht, an dem die Zeit ein kleines bisschen langsamer tickt, der landet früher oder später fast automatisch im Café Löffelgold. Es ist einer dieser Wohlfühlorte, die man am liebsten als Geheimtipp für sich behalten möchte – aber ein Tipp, der im Netzt steht, ist selten „geheim“. Ob für ein ausgedehntes Frühstück am Wochenende, ein schnelles Koffein-Investment am Nachmittag oder das dringend benötigte Stück Kuchen: Hier seid ihr richtig.

Das Ambiente: Ankommen und Aufatmen

Schon beim Betreten des Cafés spürt man, dass hier Herzblut im Spiel ist. Die Einrichtung ist eine charmante Mischung aus modernem Clean-Look und gemütlichen Vintage-Elementen. Es wirkt hell, einladend und herrlich unaufgeregt. Perfekt, um mit der besten Freundin stundenlang zu quatschen, ein Buch zu lesen oder einfach nur das bunte Treiben zu beobachten.

Der Wohlfühl-Faktor: Es sind die kleinen Details – die liebevoll arrangierten Blumen, das handverlesene Geschirr und das Lächeln des Teams –, die das Löffelgold von der Masse abheben.

Auf dem Löffel (und der Gabel): Die Highlights

Die Speisekarte hält genau das, was der Name verspricht. Hier wird nicht einfach nur serviert, hier wird genossen.

Das Frühstück: Von klassisch-herzhaft bis hin zu modernen, gesunden Bowls – der Start in den Tag wird hier zelebriert. Die Zutaten sind frisch, die Portionen genau richtig, um glücklich und satt in den Tag zu starten.

Die Kuchenauswahl: Ein absolutes Muss! Die hausgemachten Kuchen und Torten in der Vitrine wechseln regelmäßig und sind oft der Hauptgrund, warum man „nur mal kurz auf einen Kaffee“ vorbeischaut und zwei Stunden später immer noch da sitzt.

Der Kaffee: Hochwertige Bohnen, perfekt zubereitet. Ob Flat White, klassischer Cappuccino oder ein eisgekühlter Latte im Sommer – Kaffeeliebhaber kommen voll auf ihre Kosten.

Wer guten Kaffee schätzt, Wert auf Qualität legt und eine Atmosphäre sucht, die sich anfühlt wie ein Kurzurlaub vom Alltag, der sollte seinen nächsten Spaziergang definitiv hierher verlegen.




Chrom, Bratwurst und französische Eleganz

Wer am gestrigen 13. Juni 2026 im Gewerbepark Krefeld-Fichtenhain unterwegs war, dem dürfte spätestens beim Betreten des Geländes klar geworden sein: Hier wurde die Zeit nicht einfach nur angehalten, sie wurde mit ordentlich Politur und einer gehörigen Portion Leidenschaft neu zum Glänzen gebracht. Das Campus Culture Oldtimertreffen war wieder einmal ein kleines Highlight.

Zwei Königinnen auf dem Asphalt

Natürlich gab es jede Menge großartiger Maschinen zu bestaunen, für mich jedoch gab es zwei Fahrzeuge, die gestern meine Blicke auf sich zogen wie ein Magnet die Büroklammern.

Borgward Isabella
Borgward Isabella

Da war zum einen der weiße Borgward Isabella. Ein Traum in Weiß! Man stand davor und erwartete förmlich, dass gleich ein Wirtschaftswunder-Paar in Anzug und Petticoat aussteigt, um zum Tanztee zu fahren. Die Linienführung war so makellos, dass man sich fast nicht traute, zu nah heranzugehen – aus Angst, der eigene Atem könnte einen Fleck auf dem Lack hinterlassen. Ein Auto, das nicht einfach nur fährt, sondern flaniert.

Citroën DS 21 Cabriolet
Citroën DS 21 Cabriolet

Und dann, als wäre das noch nicht genug des Guten, stand dort – wie aus einer anderen Galaxie gelandet – das rote Citroën DS 21 Coupé. Die “Göttin” in leuchtendem Rot. Wenn der Borgward der charmante Klassiker ist, dann ist die DS das futuristische Raumschiff aus dem Paris der späten 60er Jahre. Allein die hydropneumatische Federung, die das Auto so elegant in die Knie gehen lässt, sorgt bei so manchen Oldtimer-Fans für mehr Herzklopfen als ein erstes Date. Das leuchtende Rot in der Krefelder Sonne? Ein absoluter Eye-Catcher.

Das Campus Culture wäre aber nicht das Campus Culture, wenn es nur ums Anschauen ginge. Das Herzstück ist die Gemeinschaft aus Besitzern und Besuchern. Man beobachtete Besitzer, die ihre Schätze mit einer Hingabe pflegten, für die andere einen Therapeuten aufsuchen würden, während daneben der fachmännische Austausch über “den letzten Ölwechsel” oder “die Tücken der Ersatzteilbeschaffung” zelebriert wurde.

Zwischen den glänzenden Chromstoßstangen wehte der obligatorische Duft von Bratwurst, Kuchen und Kaffee – eine Kombination, die so fest zum Oldtimer-Kult gehört wie das Knattern der Motoren. Es wurde gelacht, gestaunt und sich gegenseitig zu den automobilen Zeitkapseln gratuliert.

Mein Fazit: Zeitlose Schönheit gewinnt immer

Gestern in Fichtenhain hat man wieder einmal gesehen: Autos mit Ecken, Kanten und vor allem mit einer Seele haben einfach mehr zu erzählen als die modernen, computergesteuerten Autos, die uns heute im Alltag begegnen.

Ein herzliches Dankeschön an alle, die ihren Borgward, ihre DS oder ihren ganz persönlichen Schatz aus der Garage geholt und im Campus Fichtenhain, Krefeld geparkt haben. Ihr habt den Samstag zu einem kleinen Fest der Ästhetik gemacht.

Anbei noch ein paar Eindrücke vom Campus Culture am 13.06.2026:


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Krefelder Tradition: Das Oldtimer-Treffen auf der Rennbahn

Es gibt Orte, die versprühen schon von Natur aus einen ganz besonderen, historischen Charme. Die Krefelder Rennbahn im Stadtwald ist genau so ein Juwel. Doch wenn der vertraute Sound von blubbernden V8-Motoren, das feine Schnurren alter Boxer-Motoren und der Duft von Benzin und Politur die Luft erfüllen, dann weiß jeder Oldtimer-Fan am Niederrhein: Die Oldtimer-Freunde Egelsberg haben wieder gerufen!

Das traditionelle Treffen an der Rennbahn ist längst kein Geheimtipp mehr, sondern ein fester Pflichttermin im Kalender für alle, die ihr Herz an das „alte Blech“ verloren haben.

Wer am Sonntag das Gelände der Rennbahn betritt, begibt sich auf eine Zeitreise. Flankiert von den wunderschönen, historischen Holztribünen reiht sich hier ein Schätzchen an das nächste. Das Besondere an den Treffen der Oldtimer-Freunde Egelsberg? Die bunte Vielfalt!

Hier gibt es keine Berührungsängste zwischen High Society und Alltagshelden vergangener Tage. Da steht der perfekt restaurierte Mercedes-Benz Pagode direkt neben einem liebevoll gepflegten VW Käfer. Ein Stück weiter zieht ein amerikanischer Straßenkreuzer mit riesigen Heckflossen die Blicke auf sich, während daneben ein uriger Traktor oder ein rares Vorkriegsmodell die Technikgeschichte lebendig werden lässt.

Ob Schrauber-Profi oder begeisterter Laie – hier kommt man sofort ins Gespräch. „Welches Baujahr?“, „Wo hast du die Ersatzteile her?“ oder einfach nur ein nostalgisches „So einen hatte mein Opa auch!“ hört man an jeder Ecke. Die Verbindung aus historischer Architektur, sattem Grün und glänzendem Chrom bietet Fotografen und Besuchern Motive am laufenden Band. Kein Stress, keine Pokaljagd – einfach Gleichgesinnte treffen, staunen und die Seele baumeln lassen. Auch wenn das Wetter an diesem Sonntag etwas zu wünschen übrig lies, konnte man dennoch wieder einige Juwelen entdecken, die hier noch nie oder selten zu sehen waren

Ein großes Dankeschön gilt den Oldtimer-Freunden Egelsberg, die dieses Event mit viel Herzblut, ehrenamtlichem Engagement und Liebe zum automobilen Kulturgut organisieren. Sie sorgen dafür, dass die Krefelder Street-Culture um ein echtes Highlight reicher ist.


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E-Bike -stylisches Mofa oder Alltagsbegleiter?

Du denkst, E-Bikes sind nur was für Rentner mit Trekkinghosen und ’ner schmierigen Basecap unter dem schlecht sitzenden Helm? Falsch! Das E-Bike ist mittlerweile das Chamäleon der Mobilität: mal Sportgerät, mal Auto-Substitut , mal Brötchen-Flitzer oder Kinder-Taxi. Hier sind die besten Gründe, warum du dir schleunigst einen elektrifizierten Drahtesel gönnen solltest – natürlich, wie auch sonst, mit einem Augenzwinkern.

Vor kurzem habe ich mir endlich ein E-Bike zulegen können, da durch meinen Arbeitgeber die Voraussetzungen geschaffen wurden, ein sog. Jobrad zu leasen. Zuvor hatte ich immer ein ambivalentes Verhältnis zu dieser Art von Mobilität. Ich bin doch gut bei Kräften, ich hab ’ne 21-Gang Schaltung an meinem Rad und mir fehlt hier nix, so what! Zu mehr als ca. 40 km langen Radtouren hat es dann aber nie gereicht. Als meine bessere Hälfte letztes Jahr ein E-Bike bekam, hat sich das Blatt jedoch gewandelt. So etwas wollte ich auch haben. Endlich einmal nicht nur um den Kirchturm herum radeln. Und vielleicht auch mal das geliebte Auto morgens stehen lassen und mit dem Rad zur Arbeit fahren …

Und siehe da, zunächst habe ich mich sogar dabei ertappt, samstags Morgens aufs E-Bike zu steigen um Brötchen beim Bäcker zu holen. Ein Einkauf, den ich bis dato immer mit dem Auto erledigt hatte. Es hat Spaß gemacht, ich brauchte mich nicht überwinden, es hat kein CO2 rausgehauen, ich hatte sofort einen Parkplatz, ich habe die alten Knochen bewegt, es war kurz und schmerzlos und ich habe mich gar ein wenig fitter gefühlt. Das Mettbrötchen war sogar ein wenig leckerer als sonst.

Am folgenden Montag war es dann soweit – Autoschlüssel und Auto von der Seite angeguckt und „bis später“ gesagt – rauf aufs Bike und ab zur Arbeit. Knapp 17 Kilometer, knapp 45 Minuten Fahrt. Was soll ich sagen – ich bin noch nie so entspannt zur Arbeit gekommen wie an diesem Montag. Natürlich geht man im fortgeschrittenen Alter nie unvorbereitet in den Ring, will heißen, ich habe mir zuvor auf dem Mobiltelefon in der App fürs E-Bike eine Route „zusammengeklickt“. Das Telefon ist mit dem Bordcomputer des Fahrrads gekoppelt und dieser zeigt die Navigation auf dem Display an. Im Grunde ist das wie früher „Malen nach Zahlen“ – vollkommen idiotensicher, Radfahren für Dummies. So idiotensicher, dass ich ein paar mal falsch abgebogen bin, da die Navi-App wirklich extrem genau ist, fast bis auf den Meter.

Auf der Rückfahrt war die gespeicherte Strecke allerdings schon wieder Makulatur. Wenn ich gleich rechts abbiege, ist das vielleicht eine Abkürzung oder landschaftlich schöner? Gesagt, getan, die Navigation passt sich an und führt mich sicher nach Hause. Dort angekommen, habe ich die Strecke aus dem Verlauf des Bordcomputers als neue Strecke gespeichert. Mittlerweile habe ich ein halbes Dutzend Routen zur Arbeit und von dort wieder nach Hause. Man fährt Strecken, bei denen man nie auf die Idee kommen würde, diese mit dem Auto zu fahren. Wenn man dann noch kurz eine Besorgung machen muss, gibt es nichts einfacheres, als das Rad vor dem Laden abzustellen, einzukaufen und weiterzufahren. Kein Stress bei der Parkplatzssuche und kein Ärger darüber, dass Chantal-Sunrise mit ihrem steuerbefreiten E-SUV wieder gefühlte drei Parkplätze belegt. Das Auto habe ich in dieser Woche übrigens nur zum Einkaufen benutzt, da frisches Obst und Gemüse in den Satteltaschen des Fahrrades bei dem Zustand der hiesigen Radwege zu Hause vermutlich als Babybrei ankommen würde …

Hier noch einmal die Vorteile aus meine Sicht in Kürze:

Der innere Schweinehund hat keine Chance

Berg hoch? Kein Problem. Gegenwind? Lachhaft. Dein innerer Schweinehund wird beim E-Bike einfach abgehängt. Statt keuchend zu schieben, fährst du fröhlich pfeifend vorbei – so entspannt, dass du noch nebenbei überlegst, was du zum Abendessen kochst.

Brötchen holen als Sport

Sonntagmorgen, Augen noch halb zu, aber der Magen schreit nach frischen Brötchen. Mit dem E-Bike wird die Fahrt zum Bäcker zur alltäglichen Mission Impossible: einsteigen, Knopf drücken, ab geht die Post. Du bist schneller zurück, als der Nachbar seinen Kaffee-Vollautomat im Werte eines kleinen Bordellbesuches eingeschaltet hat.

Entfernungen schrumpfen

„30 Kilometer zum See? Viel zu weit…“ – sagst du ohne E-Bike. Mit E-Bike wird daraus: „Ach klar, machen wir eben noch „mit der Kapp“ vor dem Abendessen.“ Plötzlich fühlt sich jede Tour an wie ein kleiner Ausflug statt wie ein Überlebenstraining.

Sportlich, aber clever

Ja, du trittst noch. Nein, es ist nicht faul. Ein E-Bike ist wie ein Personal Trainer, der dich anschiebt, wenn’s anstrengend wird, und dir trotzdem das Gefühl gibt, was geleistet zu haben. Ergebnis: Bewegung ohne Schweißausbruch .

Gut fürs Klima

Kein Stau, kein Parkplatz-Stress, keine Abgase. Stattdessen: frische Luft, gute Laune und neidische Blicke von Autofahrern, die im Stau stehen. Und mal ehrlich: Ein stylisches E-Bike wirkt mindestens genauso cool wie ein 2-Tonnen E-SUV – nur viel smarter.

Fazit:

Das E-Bike ist dein persönlicher Turbo fürs Leben. Es bringt dich weiter, schneller und entspannter – und macht jede Fahrt zur kleinen Alltagsabenteuerreise.

Also: Akku laden, rauf aufs Rad, Spaß haben!

Gibt’s sonst noch was zu beachten? Jo! Stell Dir vor, es gibt nicht nur E-Bike Fahrer auf dieser Welt. Es gibt auch noch Radfahrer, die einfach nur treten oder gar mittellose Fußgänger. Die sind langsamer! Ein E-Bike hat zwar mehr Drehmoment als ein Golf I aus dem Jahr 1974 oder ein noch betagterer VW Käfer, aber hier gibt es nicht nur zwei Geschwindigkeiten: schnell und schneller! Man kann auch ganz einfach vorausschauend oder etwas langsamer fahren, wenn man oben genannte Gattung Verkehrsteilnehmer vorfindet. Du bist keine Elite, nur weil Du von einem etwas mehr als faustgroßen Motörchen beflügelt wirst. Sei umsichtig, gut sichtbar und nutze die Klingel, wenn Du unbedingt vorbei willst. Sei kein Arschloch auf Rädern!




Classic Days 2025

Nach einer Zwangspause im Jahr 2024, in dem die Classic Days erneut auf dem Messegelände in Düsseldorf stattfinden sollten, ist diese sehr beliebte Veranstaltung historischer Automobile in neuem Gewand wieder am Start. Die Classic Days gelten mit über 5.000 Besuchern als „Großveranstaltung“ und benötigt so ein entsprechedes Sicherheitskonzept und einige bürokratische Abläufe in Ämtern zur Genehmigung und Durchführung, Bauanträgen und Bauabnahmen: “Uns fehlen hier – Stand gestern Abend 4. Juni 2024 – noch umfassende Antworten der Behörden”, erklärten die Veranstalter im letzten Jahr. Hinzu kamen neue Aufgaben, wie die Umsetzung der neuen Cannabis-Ordnungswidrigkeiten-Verordnung oder auch akuten Gefahren-Abwehr-Szenarien. Aus diesen Gründen wurden die Classic Days 2024 abgesagt.

Im Jahr 2025 fanden die Classic Days nun ein neues zu Hause, erneut im Rhein-Kreis Neuss, in dem auch vergangene Veranstaltungen in Schloß Dyck in der Gemeinde Jüchen stattfanden. Das neue Domizil der Veranstaltung ist das im 13. Jahrhundert erstmals urkundlich erwähnte Rittergut Birkhof in der Stadt Korschenbroich.

Als Besucher der Classic Days war man zu Zeiten, an denen diese auf dem weitläufigen Gelände und der historischen Kulisse von Schloß Dyck stattfand, extrem verwöhnt. Alleine das Treffen der Markenclubs auf dem riesigen Miskantus-Feld vor dem Schloß suchte seinesgleichen. Auch auf dem Messegelände in Düsseldorf, auf dem die Classic Days in den Jahren 2022 bis 2023 stattfand, herrschten großzügige Platzverhältnisse, wenngleich die Atmosphäre früherer Veranstaltungen gelitten hat. Alleine der nahegelegene Flughafen Düsseldorf mit seinen zahlreichen Starts und Landungen, insbesondere in der Ferienzeit, tat der Stimmung im Hinblick auf den Lärmpegel einen nicht zu unterschätzenden Abbruch. Kann der neue Veranstaltungsort, das Rittergut Birkhof das alte Flair und die alte Stimmung wieder zurückbringen?

Die Platzverhältnisse sind gegenüber den vorangegangenen Veranstaltungsorten eingeschränkter, dennoch läßt sich die Frage mit einem klaren „Ja“ beantworten. Die Entscheidung für das Rittergut Birkhof war organisatorisch durchdacht und atmosphärisch sehr stimmig. Der weitläufige Park der Anlage mit Alleen, Rasenflächen und alter Baumkulisse bot eine beeindruckende Kulisse für das Festival, das als deutsche Entsprechung zu Goodwood gefeiert wird. Das Rittergut liegt in einem großen Park mit anschließendem Landschaftsgarten und zeichnet sich, so Organisator Marcus Herfort, “durch eine sehr englische Atmosphäre aus”.

Natürlich gab es wieder zahlreiche Highlights:

  • Der 2,6 km lange Rundkurs „Racing Legends“ bot spannende Demonstrationsläufe mit Rennwagen und Motorrädern bis Baujahr 1961 – eine nostalgische wie dynamische Attraktion,
  • Im Concours d’Elegance „Jewels in the Park“ glänzten edle Klassiker unter Buchen und Eichen – inklusive stilvoller Präsentation am alten Herrenhaus,
  • Thematisch gegliedert: VW‑Käfer‑Läufe, US‑Cars („Stars & Stripes“), JDM‑Show im „Green House“, inklusive dem legendären GT‑R von Paul Walker und einem Honda NSX,
  • Die Weltpremiere des VW ID. Every 1 gab dem Festival auch einen Blick in die Zukunft – überraschend und zeitgemäß. Leider wurde das Fahrzeug in dem ehemaligen Gartencenter sehr lieblos präsentiert, wie auch die japanischen Sportwagen.

In Anbetracht der Tatsache, dass es sich hier um eine privat ausgerichtete Veranstaltung handelte, war die Organisation sehr gut. Die Ausschilderung an den Zufahrtstrassen zum Veranstaltungsgelände war sehr gut und schlüssig, ankommende Autofahrer wurden unverzüglich auf die umliegenden Parkplätze geleitet, wenngleich niemand das für 8€ online erstandene Parkticket kontrollierte. Die Strecke, auf denen die historischen Fahrzeuge fuhren, führten in Teilen über das Veranstaltungsgelände. Dadurch wurde der Besucherstrom etwas unterbrochen. Ich sah es jedoch als Vorteil, man war im Grunde „gezwungen“, sich dadurch ein Bild der fahrenden historischen „Schätze“ zu machen – ein Grund, weswegen man derartige Veranstaltungen besucht. Einzig die geschlossene Veranstaltung der Julius Bär AG, eines privaten Vermögensverwalters im Herrenhaus des Rittergutes und der angrenzenden Terrasse paßte nicht ins Bild dieser gelungenen Veranstaltung. Hinter Zäunen verbargen sich einige Schätze, wie ein Porsche 356 und ein Dino, die jedoch meines Erachtens nach nicht das Interesse des dortigen Publikums weckten, dass augenscheinlich in der Hauptsache damit beschäftigt war, „gesehen“ zu werden.

In der letzten Dekade waren die Classic Days für mich immer ein fotografisches Highlight. Es waren dort immer unzählige, bisweilen sehr spezielle und sehr rare klassische Automobile zu bewundern. Darüber hinaus war auf den vergangenen Veranstaltungen immer sehr viel Prominenz vertreten, von Stirling Moss, John Surtees, Walter Röhrl, Jochen Mass bis hin zu Arturo Merzario. Dieser nahm auch im hohen Alter noch an Rennen teil und ließ sich bereitwillig ablichten, insbesondere mit den kleinen Gästen. Der Ehrengast der diesjährigen Classic Days, Hans-Joachim „Strietzel“ Stuck musste seine Teilnahme aus persönlichen Gründen leider absagen. Man brauchte bei den Classic Days nie nach speziellen Motiven zu suchen, im Gegenteil, man musste sich immer selbst disziplinieren, aus allen Möglichkeiten das Beste aufzunehmen.

In diesem Jahr gab es zudem noch eine organisatorische „Zwickmühle“ – zeitgleich zu den Classic Days fand am Nürburgring der alljährliche „Oldtimer Grandprix“ statt. Ein Freund und ich entschieden daher, am Samstag die Classic Days und am Sonntag den Oldtimer Grandprix zu besuchen. Im Nachhinein betrachtet, hätten wir diese Tage besser „getauscht“. Am Samstag zeigte sich das Wetter nicht von seiner besten Seite, es gab mehrere, teils heftige Regenschauer, die sowohl für die Fahrer als auch für die Besucher sehr unangenehm waren. Am Sonntag war das Wetter am Nürburgring erheblich freundlicher, wenn auch kühler. Leider war es bei dem Oldtimer Grandprix sehr leer – es war wenig Publikum dort, der Zeitplan der Rennläufe ließ zu Wünschen übrig und im Fahrerlager waren extrem wenig Fahrzeuge. Markenclubs wie Porsche und Ferrari waren äußerst spärlich vertreten. Aus diesen Gründen kam nicht die dort übliche Stimmung auf.

In der folgenden Galerie sieht Du einige Aufnahmen der Classic Days 2025.


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