DxO NIK-Collection

Der heutige Software-Tipp, die NIK-Collection, ist ein alter Bekannter unter den Photoshop- und Lightroom Filtern. Die Plug-Ins haben eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Anfangs kostenpflichtig, wurde die NIK-Softwareschmiede 2012 von Google übernommen und zunächst kostenpflichtig  weitergeführt. Wenig später wurden diese gratis vertrieben und die Entwicklung wurde eingestellt.
Im Jahr 2017 übernahm die französische Firma DxO die Plug-Ins. Damit endete auch der Gratis-Vertrieb der Plug-Ins.
DxO passte die Plug-Ins an die aktuellen Computer-Betriebssysteme und Bildbearbeitungsprogrammme (Lightroom CC Classic, Photoshop CC, Affinity Photo) an, fügte einen viersprachigen Support hinzu (darunter deutsch) und vertreibt diese Plug-Ins nun auf ihrer Homepage für €69,-. Darüber hinaus stellt DxO in Aussicht, dass die Software weiterentwickelt wird.

Ich nutze seit einigen Jahren die kostenlose Google-Version auf meinen Macs. Im Laufe der Zeit schlichen sich jedoch Performance-Probleme ein, die teilweise zum Absturz der Plug-Ins führten und so die vorangegangene Arbeit zunichte machten. Deshalb entschloß ich mich, das Einführungsangebot der Firma DxO anzunehmen und die Plug-Ins für €49,- zu erwerben.
Zunächst folgte eine Ernüchterung, denn am Erscheinungsbild hat sich überhaupt nichts geändert. Die Stabilität und Performance auf meinen Macs hat sich jedoch deutlich erhöht; bis dato konnte ich keinen Absturz verzeichnen.

Was kann die DxO NIK-Collection nun und lohnt sich die Investition?
Zunächst einmal die Plug-Ins im einzelnen:

Mit diesem Filter wird der typische Look verschiedener Analogfilme simuliert. Man kann beispielsweise aus verschiedenen Filmtypen auswählen, Kratzer und Fotoplatten hinzufügen, sogar Mehfachbelichtungen sind möglich.

Neben Filtern für Farbkorrekturen bietet dieses Plug-In Möglichkeiten zur Retusche und kreative Effekte wie Cross-Processing und Infrarotfilme.

Unter Berücksichtigung der Besonderheiten jeder Kamera reduziert Dfine das Bildrauschen.

Wie der Name es vermuten lässt, ist HDR Efex Pro der Spezialist für HDR-Bilder. Mit verschiedenen Voreinstellungen lassen sich die unterschiedlichsten Effekte erzielen.

Das Plugin vereinfacht das Schärfen von Bildern. Es gibt zwei Module, den RAW-Presharpener, den man vor der Bearbeitung anwenden sollte und den Output-Sharpener, der am Ende jeder Bearbeitung mit der Software stehen sollte.

Der Spezialist für Schwarzweiß-Aufnahmen orientiert sich von der Arbeitsweise an Dunkelkammer-Korrekturen und bietet dazu eine Vielzahl an Emulationen alter Schwarz-weiß Filme an.

Für globale und lokale Anpassungen der Farbe und Tonalität ist diese Plug-In zuständig.

Besonders beliebt in der Nik Collection ist die Arbeit mit Kontrollpunkten. Bei diesen Kontrollpunkten kann man mit wenigen Klicks verschiedene Einstellung an ähnlichen Bereichen im Bild  verändern. Dazu zählen zum Beispiel Helligkeit, Kontrast, Weißabgleich, oder gar Farbveränderungen mittels RGB Slider. Das spart bei der Bearbeitung Zeit, da man komplett ohne Masken, bzw. Maskierungen auskommt.

Natürlich kann man all diese Dinge auch in Photoshop manuell erledigen. In der NIK-Collection kann man vorgefertigte Presets und Stile auswählen und diese entweder auf das komplette Bild oder mittels der Kontrollpunkte auf einzelne Bildbereiche anwenden. Der große Vorteil ist, dass der Anwender sich nicht mit Masken, bzw. Maskierungen in Photoshop beschäftigen muss. Das ist nicht nur für Einsteiger sinnvoll, sondern auch für fortgeschrittene  Anwender. Setzt man die Filter sinnvoll und mit Bedacht ein, kommt man hier sehr schnell zu hervorragenden Ergenissen. Insbesondere das Modul „Color Efex Pro“ bietet hier reichhaltige Möglichkeiten. Mit wenigen Einstellungen kann man damit einiges aus (auch in Lightroom entwickelten Fotos) herausholen. Im Bild unten siehst Du eine vorher/nachher Bearbeitung  it der DxO  NIK-Collection.

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Die Bearbeitung sollte nach Möglichkeit immer subtil erfolgen. Schnell gerät man hier in Versuchung, das Bild zu „verschlimmbessern“.

Zurück zur Ausgangsfrage, ob sich die kostenpflichtige Version von DxO lohnt. Ich denke, es lohnt sich alleine schon aus oben genannten Performanceverbesserungen und der Tatsache, dass der Quellcode neu geschrieben wurde, um die Software auch auf aktuellen Systemen (Win/Mac) und mit den aktuellen Versionen der beliebtesten Bildbearbeitungsprogramme zu nutzen, allen voran Affinity Photo, das für immer mehr Anwender zur Alternative des nur noch im Abo erhältlichen Photoshop entwickelt.
€69,- sind dafür meines Erachtens nach nicht Zuviel verlangt, vor allem in Anbetracht der Tatsache, dass diese Plug-In Sammlung vor einigen Jahren noch knapp €500,- gekostet hat.  Ich benutze sowohl in Lightroom als auch in Photoshop kaum Filter oder Presets, doch die DxO NIK-Collection gehört nach wie vor zu meinen Favoriten.

Homepage der DxO NIK-Collection




Was taugen Reisezoom-Objektive?

Vor ein paar Tagen bin ich in einer Werbeanzeige auf ein “Hammer-Angebot” aufmerksam geworden. Ein namhaftes Fotofachgeschäft im Großraum Düsseldorf rührte die Werbetrommel für eine digitale Canon Einsteiger-Speigelreflexkamera (DSLR) mit einem “Objektiv für alle Fälle”. Es war ein Reisezoom- oder Superzoomobjektiv mit einer Brennweite von 18-400mm.
So weit so gut, ich brauche also zu meiner DSLR nur EIN Objektiv und werde Fotos in der Profiliga schießen.

Dem ist leider beim besten Willen nicht so!
Grundsätzlich hat ein Reise- oder Superzoom-Objektiv zunächst einige Vorteile. Es ist leicht, es ist preiswert und es hat einen riesigen Brennweitenbereich, bei dem ich es vermeide, das Objektiv zu wechseln.
Auf Reisen ist das zuweilen recht nützlich; je nachdem, wo man sich bewegt, ist es aus vielerlei Gründen nicht möglich, eine umfasssende Auswahl an Objektiven mitzuführen. Diese Objektive sind meistens in einem Preisbereich zwischen 300 und 600 Euro zu erwerben, was den Geldbeutel neben einem Kamerakauf sehr schont.
Der gewichtigste Grund scheint zu sein, dass man vermeidet, das Objektiv zu wechseln. Ich habe schon Verkäufer sagen gehört, dass das sogar den Sensor der Kamera schont, weil dieser dann nicht verdrecken würde.

Meiner Meinung nach sprechen diese Gründe zunächst einmal überhaupt nicht dafür, sich eine Spiegelreflex-Kamera zuzulegen. Hier ist man mit einer Bridge-Kamera (fest verbautes Objektiv) weitaus besser bedient! Zum Wesen einer (digitalen) Spiegelreflexkamera gehört meiner Ansicht nach die Tatsache, dass diese einen Anschluß für Wechselobjektive bietet. Diesen Vorteil gilt es zu nutzen.

Der gravierendste Nachteil solcher Reise- oder Superzoomobjektive wird nämlich häufig verschwiegen.
Die Bildqualität ist einfach lausig!
Gut, dafür haben wir ja die oben genannten Vorteile. Ich denke, dass jemand, der nur “knipsen” möchte, mit einer Bridge- oder Kompaktkamera weitaus besser bedient ist. Damit lassen sich tatsächlich hervorragende Fotos machen. Denn es kommt nicht darauf an, was man für eine Kamera hat, sondern was man daraus macht.
Dennoch ist die Bildqualität dieser Reise- oder Superzoomobjektive meist bescheiden.
Das hat zunächst physikalische Gründe. Grundsätzlich sind Zoomobjektive nicht schlecht, die allgemeingültige Regel lautet jedoch, dass der Zoomfaktor allerhöchstens 4 betragen sollte. Bei den Reise- und Superzooms liegt der Faktor zwischen 13 und 22!
In Bezug auf die Lichtstärke darf man ebenfalls keine Wunder erwarten. Die Objektive haben gewöhnlich eine variable Lichtstärke zwischen f3.5 am Weitwinkel und f6.3 am Tele. Damit lassen sich keine zufriedenstellenden Freistellungseffekte erzielen, was bedeutet, dass man nicht kreativ fotografieren kann.
Weiterhin ist die Naheinstellgrenze dieser Objektive meist sehr hoch, so dass man nicht nahe genug an das Objekt kommt, was insbesondere im Weitwinkelbereich fatal sein kann.

Fairerweise muss ich eingestehen, dass ich einige Jahre selbst ein solches Reisezoomobjektiv genutzt habe, das Tamron 18-200mm. Es überwogen für mich die Vorteile, die ich oben genannt hatte.
Da ich mich im Laufe der Zeit jedoch immer mehr mit der Fotografie auseinandergesetzt habe, kamen mir mehr und mehr Zweifel an der Bildqualität dieses Objektivs. Mit der Zeit kamen immer mehr spezielle Objektive dazu.
Doch was tun, wenn man anspruchsvolle Fotos machen möchte und trotzdem nicht viel Geld ausgeben  möchte?

Als Canon-Benutzer kann ich dazu neben dem 18-55mm Kit-Objektiv das 55-250mm f4.0-f5.6 Teleobjektiv empfehlen. Es ist für ca. 270 erhältlich. Natürlich sind auch diese keine Wunderwerke der Lichtstärke.

Wenn man bereit ist, ca. 1.000 Euro zu investieren, bekommt man eine deutlich bessere Bildqualität.
Hier gibt es für mich zwei Empfehlungen:
Das Sigma 17-70mm f2.8-f4.0 mit Bildstabilisator für knapp 400 Euro und das Tamron 70-200 f2.8 Di SP Macro für knapp 600 Euro.
Letzteres ist weder ein ausgewachsenes Macro-Objektiv, noch verfügt es über einen Bildstabilisator. Dafür ist es für die Lichtstärke konkurrenuzlos günstig.
Diese beiden letztgenannten Objektive sind für mich ein Quantensprung in Sachen Bildqualität zu allen vorgenannten Objektiven.
Das Sigma 17-70mm ersetzt bei mir das Kit-Objektiv 18-55mm. Es bildet nach meiner Empfindung deutlich schärfer ab und verfügt über eine höhere Lichtstärke. Selbst am Tele-Ende bei 70mm lassen sich bei Blende 4 noch ordentliche Freistellungseffekte erzielen, was auch mit einer Naheinstellgrenze von 22cm zusammenhängt.
Mit dem Tamron 70-200mm kann man selbst an einer APS-C Kamera hervorragend Portraits und Tieraufnahmen machen. Mit der Linse kann man auf Grund der durchgängigen Blende von 2.8 sehr schön freistellen. Allerdings benötigt das Objektiv auf Grund des fehlenden Bildsatbilisators einiges an Erfahrung.

Das wichtigste ist an einer Spiegelreflexkamera in erster Linie die verwendete Optik, in zweiter Linie erst die Kamera an sich . Aus diesem Grund sollte man an der Optik nicht sparen.

 

 




Classic Days 2017

Seit dem Jahr 2006 finden in Schloß Dyck bei Jüchen im Rhein-Kreis Neuss statt.
Die Classic Days entstanden als Erinnerung an den 1961 in Monza tödlich verunglückten deutschen Rennfahrer Wolfgang Graf Berghe von Trips.

Schon fast traditionsgemäß gehe ich mit einem Freund freitags zu den Classic Days. Es sind zwar bei weitem nicht alle Fahrzeuge vor Ort, doch die Besucheranzahl ist an diesem Tag überschaubar, so dass man ganz nah und ohne große Wartezeit an die Fahrzeuge herankommt und schöne Fotos machen kann, ohne dass sie sich hinter einer “Menschentraube” verbergen.

Auch in diesem Jahr gab es wieder einige Highlights bei den Classic Days. Zu bestaunen waren unter anderem einige Fahrzeuge, mit denen Walter Röhrl während seiner Karriere unterwegs war, so ein Opel Ascona 400 / 1982 und ein Audi Sport Quattro S1 Gruppe B / 1985, ein Lancia Rallye 037 Gruppe B, 1983 sowie ein Ford Capri RS 2600 aus dem Jahr 1972.
Auch Walter Röhrl und sein Copilot Christian Geistdörfer waren Gäste der diesjährigen Classic Days.

Ein weiteres Highlight war der Benetton Ford B 194-5, mit dem Michael Schumacher am 13.November 1994 seinen ersten Weltmeistertitel einfahren konnte. Dieser wird ab dem Frühjahr 2018 in der Motorworld in Köln-Butzweilerhof ausgestellt werden.

Weiterhin feiert Ferrari in diesem Jahr den 70.Geburtstag, eine stattliche Auswahl der Fahrzeuge aus Maranello war bereits am Freitag auf dem Gelände in Schloß Dyck zu finden. Mein persönliches Highlight war ein Ferrari 156 aus dem Jahr 1961, leider kein Original, sondern “nur” eine Replik.
Es handelte sich um das Fahrzeug mit der Nummer 8, auf dem der Amerikaner Phil Hill 1961 Formel 1-Weltmeister wurde. In dem Fahrzeug dieses Typs kam Wolfgang Graf Berghe von Trips am 10.September 1961 in Monza zu Tode. Der Ferrari 156 wurde unter anderem für Chris Rea und seinen Film “La Passione” aus Originalteilen nachgebaut.
Sehr zu empfehlen ist in diesem Zug die Box “La Passione” von Chris Rea, die unter anderem den Film, den Soundtrack, ein wunderschönes Buch und einen Dokumentarfilm über Graf Berghe von Trips mit einmaligen Aufnahmen enthält.

Hier einige Aufnahmen der Classic Days 2017:

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Geotags Photos Pro 2

Diejenigen unter Euch, die keine GPS-fähige Kamera haben, kennen das Problem. Man ist den ganzen Tag mit der Kamera unterwegs, schießt wunderschöne Fotos und am Ende des Tages weiß man nicht mehr, wo das Foto gemacht wurde.  Da ich ein großer Fan von Geotags bin, ist das bisweilen etwas schwierig.

Doch es gibt, wie für fast alles im Leben, eine App. Diese findet sich im iOS-App-Store und hört auf den Namen Geotag Photos Pro 2 und stammt von dem tschechischen Entwickler TappyTaps s.r.o.
Diese App ist im Prinzip ein simpler GPS-Tracker. Zunächst synchronisiert man die Uhrzeit der Kamera mit der in der App. Startet man nun zu einer Fotosession, legt man in der App eine neue Strecke an. Die App zeichnet nun den Weg auf, den man geht oder fährt. Ist die Fotosession beendet, so drückt man einfach auf “Stop”. Anschließend kann man die GPS-Datei in die iCloud, zur Dropbox oder nach Google Drive hochladen.
Lädt man anschließend die Fotos in Lightroom, kann man ganz einfach die GPS-Datei aus der betreffenden Quelle herunterladen.

Alternativ kann man die zuvor aufgezeichnete GPS-Datei auch in die Geotag-Cloud hochladen. Auf der Homepage von Geotag kann man sich eine kleine App (Mac, Windows, Linux) herunterladen, in der man zunächst den Ordner mit den importierten Fotos auswählt. Das Programm gleicht dann die Aufnahmezeiten aus den EXIF-Daten ab und lädt automatisch die entsprechenden Geotags dazu. Alternativ kann man auch die zuvor in andere Cloud-Dienste hochgeladen GPS-Dateien einfügen.

Alles in allem eine sehr kommode Lösung, um Euren Fotos Geotags hinzuzufügen. Die App kann man kostenlos im iOS-App-Store laden; damit kann man maximal drei Strecken aufzeichnen. Um eine unlimitierte Anzahl von Strecken zu verwalten, werden €8,99 fällig.

Und nun die Gretchenfrage: Wie sieht es mit dem Stromverbrauch aus? Auf meinem iPhone 7 gibt sich die App sehr genügsam. Ein ganzer Tag damit unterwegs und es sind immer noch min.40% Akkuladung vorhanden. Die App gibt es auch für die Android-Fraktion, aus Mangel an Geräten kann ich nichts zu dem Stromverbrauch auf Geräten mit Android-Betriebssystem sagen.

 

 

 




Adé Helmut Kohl

Heute mussten wir erfahren, dass Helmut Kohl im Alter von 87 Jahren verstorben ist. Vorausgeschickt sei, dass ich den Mann einfach nicht mochte, persönlich und auf Grund seiner Politik.
Andererseits war und wird er immer ein Teil meiner Jugend sein. Er hat die Zeit geprägt, in der ich aufgewachsen bin. Daher tut es mir zunächst erst einmal leid, was mit dem Mann passiert ist. Wieder ein Teil meiner Jugend, der dahin ist. Neben allem Mißfallen ihm gegenüber muss man aber auch neidlos anerkennen, was er für unser Land getan hat, und das war zu Teilen großartig.
Ohne Helmut Kohls Unermüdlichkeit und Zielstrebigkeit in den Jahren 1989/1990 hätte es nie die deutsche Einheit gegeben. Ich mag mir gar nicht vorstellen wie es heute wäre, wenn es damals anders gelaufen wäre.
Dafür zolle ich ihm tiefen Respekt.
Dass er sich nach 16 Jahren Regentschaft selbst ins Abseits manövirert hat, lassen wir jetzt und wollen es nicht weiter ausschmücken und es gehört zu diesem Zeitpunkt nicht auf die Tagesordnung.

Befremdlich ist nur, wer sich im Augenblick alles aus der Höhle wagt, um eine Laudatio nach der anderen auf Herrn Kohl zu halten. Unter anderem ein Peter Tauber, der unter Kohl nichtmals im Palais Schaumburg den Rasen hätte mähen dürfen.

Behalten wir uns Helmut Kohl im Gedenken für das, was er uns gebracht hat. Nämlich dafür, dass wir von Aachen nach Frankfurt/Oder in Frieden und Freiheit reisen dürfen. Ich finde, dass ist ein ganz beträchtliche Leistung.
Ruhen Sie in Frieden, Herr Dr.Kohl.




WWDC 2017 Keynote

Am 5.Juni war es wieder so weit. Anlässlich der WWDC gab es auch wieder eine Keynote von Apple, die es in sich hatte. Besonders hervorzuheben sind der neue iMac Pro und die Vorschau auf iOS 11, die einiges verspricht. Seht selbst, es lohnt sich.

 




Donald’s Worte der Weisheit

Damit wir alle ganz genau wissen, wo es in den USA die nächsten vier Jahre lang geht, hier in Kürze die wesentlichen Philosophien des 45.Präsidenten der Vereinigten Staaten. Keine Bange, es ist recht kurzweilig, bleibt überschaubar und setzt keine tiefgreifenden Kenntnisse gleich welcher Form voraus.

  • Wenn Hillary Clinton nicht einmal ihren Ehemann befriedigen kann, was lässt sie glauben, sie könnte Amerika befriedigen
  • Eines der zentralen Probleme heutzutage ist, dass die Politik so eine Schande ist. Gute Menschen gehen nicht in die Politik.
  • Ich verstehe voll und ganz, warum ihr früherer Ehemann sie für einen Mann verlassen hat – er hat eine gute Entscheidung getroffen. Trump über US-Journalistin Arianna Huffington
  • Meine Finger sind lang und schön, wie, wie gut dokumentiert wurde, auch andere Teile meines Körpers.
  • Eine extrem verlässliche Quelle hat in meinem Büro angerufen und mir gesagt, dass Barack Obamas Geburtsurkunde eine Fälschung wäre.
  • Damit ist jene Person gewählt worden, die Deutschland ruiniert.Trump über Angela Merkel
  • Wenn du ein Star bist, lassen Frauen alles mit sich machen. Du kannst alles machen. Ihnen an die Muschi fassen. Alles.
  • Der IS verehrt Präsident Obama. Er ist der Gründer des IS. (…) Und ich würde sagen, die Co-Gründerin ist die korrupte Hillary Clinton.
  • Hillary Clinton will Amerikas Angela Merkel werden, und ihr wisst, was für eine Katastrophe diese massive Einwanderung für Deutschland und die Menschen Deutschlands ist.
  • Die Kriminalität ist auf ein Niveau gestiegen, das niemand je zu sehen geglaubt hat. Sie könnte jetzt in diesen Saal kommen und jemanden vor den Augen von 20.000 Menschen erschießen, genau mitten ins Herz, und sie würde nicht strafrechtlich verfolgt.
  • Ich lege keinen 14-Punkte-Plan vor, wenn ich ein Geschäft abschließen will. Nein, ich gehe raus und schließe das Geschäft ab.
  • Das Konzept der globalen Erwärmung wurde von und für die Chinesen erfunden, um amerikanische Produkte nicht wettbewerbsfähig zu machen.
  • Niemand hat mehr Respekt vor Frauen als ich.
  • Mexiko schickt uns nicht die besten. Es schickt Menschen, die viele Probleme haben. Sie bringen Drogen, sie bringen Kriminalität, sie sind Vergewaltiger und einige, nehme ich an, sind auch nette Leute.
  • Waterboarding ist Peanuts verglichen mit dem, was sie mit uns machen. Da drüben machen sie kein Waterboarding, da hacken sie Menschen den Kopf ab.
  • Ich werde eine große Mauer bauen – und niemand baut Mauern besser als ich, glauben Sie mir. Und ich baue sie sehr kostengünstig. Ich werde eine große Mauer an unserer Südgrenze bauen, und ich werde Mexiko für diese Mauer zahlen lassen.
  • Wenn wir keine Grenzen haben, haben wir kein Land. Wir müssen eine Mauer bauen, die illegale Einwanderer aussperrt.
  • Ich werde unser Militär so groß, so mächtig und so stark machen, dass sich niemand mit uns anlegt.
  • Ich könnte mitten auf der 5th Avenue stehen und auf jemanden schießen, und ich würde trotzdem keine Wähler verlieren.
  • Bio ist für mich Abfall!
  • Wenn du mit einem Verlierer Zeit verbringst, bist du ein Verlierer.
  • Wenn jemand dich herausfordert, schlag zurück. Sei brutal, sei hart. Lerne immer von den Fehlern anderer, nicht von deinen eigenen – das ist der viel billigere Weg.
  • Regeln sind da, um gebrochen zu werden.
  • Die andere Sache mit den Terroristen ist die, dass man ihre Familien ausschalten muss, wenn man sie zu fassen bekommt.



Glenn Frey

Heute vor einem Jahr starb mit nur 67 Jahren der Eagles-Gründer Glenn Frey an den Folgen einer Dickdarmentzündung und einer Lungenentzündung.

Man mag die Eagles mögen oder nicht (ich liebe sie), aber ich denke, deren Songs hört man nicht nur, man “erlebt” sie.
Es gibt wohl kaum jemanden, der zu irgend einem Song der Eagles kein Erlebnis hat.

Im Jahr 2005 wohnte ich in einem Hotel in Ventura, Kalifornien, das wie das “Hotel California” auf dem Plattencover von 1976 aussah, oder zumindestens so, wie ich es mir vorstellte.

You can checkout any time you like but you can never leave

Don Henley, Glenn Frey & Don Felder, 1976

Zu diesem Haus, der Atmosphäre dort und zu dem Aufenthalt in Kalifornien fällt mir kein anderer Titel als “Hotel California” von den Eagles ein und ich verknüpfe dieses Lied immer mit diesem Hotel und dem Urlaub dort. Es ist tatsächlich so, ich habe aus dem Hotel längst ausgecheckt und bin wieder zu Hause, aber verlassen werde ich Land und Hotel wohl nie.

An dieser Stelle eine kleine Zusammenstellung der besten Songs der Eagles, insbesondere von Glenn  Frey.

 

Titelbild von Steve Alexander, https://creativecommons.org/licenses/by-nd/2.0/



10 Jahre iPhone

Am 9.Januar 2007 stellte Steve Jobs auf der Macworld Conference & Expo in San Francisco einen iPod, ein Telefon und ein mobiles Internetgerät vor. Es waren jedoch nicht, wie vermutet, drei verschiedene Produkte, sondern ein einziges und es hörte auf den Namen iPhone.

… and we are calling it iPhone …

Steve Jobs, 9.Januar 2007

Revolutionär war die Bedienung des Gerätes: es verfügte über nur fünf physische Bedienelemente – die Home-Taste auf der Vorderseite, seitlich zwei Tasten zur Lautstärkeeinstellung, einen Schalter zum Stummschalten und die Standby-Taste an der oberen Schmalseite. Die gesamte Bedienung des Gerätes erfolgte über einen Touchscreen, der sich der jeweiligen Funktion anpasste. Das war vor 10 Jahren in der Tat revolutionär.

Der Rest ist Geschichte, für mich gibt es kein besseres Telefon. Auch wenn es nicht die allerletzten Features hat, mit denen die Marktbegleiter gerne auftrumpfen, so ist dieses Gerät aus einem Guss, funktioniert so, wie ich es brauche und es fügt sich nahtlos mit allen anderen Apple-Geräten zusammen.

Keine großen Worte mehr, hier noch einmal die legendäre Präsentation des unvergessenen Steve Jobs:




Mein Album 2016

Leute, die wie ich in den 80er Jahren groß geworden sind, können mit dem Begriff “Album” noch etwas anfangen. Als unsere Heroen etwas Neues herausbrachten, gab es zunächst eine Single, später dann ein Album, von dem wir es kaum erwarten konnten, es in den Händen zu halten, bzw. es auf den Plattenteller zulegen.
Leider sind diese “Alben” heutzutage aus der Mode gekommen und den Playlisten auf Spotify und Apple Music gewichen. Jeder kann so seine Lieblingssongs aneinanderreihen. Ein Argument dafür ist sicherlich der technische Fortschritt, nicht weniger jedoch die Tatsache, dass kaum jemand noch richtige “Alben” produziert.

Eines davon entdeckte ich Mitte des Jahres 2016 mehr oder minder zufällig auf Bandcamp, einer Seite, auf der jeder seine Musik feilbieten kann. Das Album heißt “Atlas” und stammt von FM-84 und ist der Kategorie “Retrowave” zuzuordnen.

Das hörte sich schon mal vielversprechend an, da ich sowohl 80er Synth-Pop und die Sonne Kaliforniens mag.
Auf dem Album befinden sich sowohl Instrumentalstücke als auch Songs mit Gesang von unterschiedlichen Sängern, u.a. Clive Farrington von der 80er Jahre Band “When In Rome”.
Schon die ersten Takte des Eröffnungsstückes “Everything” machen klar, wohin die Reise geht. Knallige Drums mit viel “Gated Reverb”, wie ihn Phil Collins bei “In The Air Tonight” das erste mal nutzte. Sein Ingenieur Hugh Padgham erfand diesen mehr oder weniger zufällig bei den Aufnahmen des Stückes im Londoner Townhouse Studio, guckst hier.
Nach wenigen Takten findet man sich auf einer imaginären Reise über die Boulevards von Los Angeles bis an die Strände von Santa Monica, an denen man dann einen standesgemäßen Sonnenuntergang genießt.

Die Qualität der Stücke ist gleichbleibend konstant, man erkennt keine Ausreißer oder Lückenfüller. Ein Highlight ist zweifelsohne der Song “Running In The Night”, auf dem der britische Sänger Ollie Wride aus Brighton den Gesang beisteuert. Das Stück ist absolut charttauglich und wäre das zweifelsohne auf 30 Jahre vorher gewesen, was für die Qualität des Sängers und des Stückes spricht.

Das zweite Highlight für mich ist der letzte Song des Albums, “Goodbye”, bei dem der o.g. Clive Farrington den Gesang beisteuert. Würde man eine Zeitreise zurück in der 80er Jahre machen, würde dieser Song in Filmen wie “Top Gun” oder “Footloose” zuweilen eine bessere Figur machen, als das damalige Material.
Nach 11 Titeln und rund 47 Minuten ist dieses wunderschöne Album leider zu Ende.
Was bleibt, ist das beruhigende Wissen, dass es noch Musiker gibt, die wissen, wie man ein gutes Album produziert, das man von vorne bis hinten in einem Stück durchhören kann, das trotz der unterschiedlichen Gastmusiker wie aus einem Guss wirkt und das absolut professionell klingt. Col Bennet, der hinter FM-84 steckt, ist Schotte, den es nach Kalifornien verschlagen hat und dieses Album mit Ableton Live und diversen Softwareinstrumenten am Rechner erstellt hat. Das ist der Lauf der Zeit, doch ist hier die Stimmung und Atmosphäre der 80er Jahre perfekt eingefangen worden. “Atlas” sieht manche Produktionen, die unter der Prämisse “Wir machen jetzt mal was mit Retro-Equipment, dann klingt es nostalgisch” nichtmals im Rückspiegel, so weit vorne ist es.
Beide Daumen für meinen Favorit aus 2016.

Hier noch das offizielle Video zu “Running In The Night” – danach möchte man eigentlich nur im stilechten DeLorean den Mulholland Drive zum Strand nach Santa Monica fahren.