Radfahren im Rheinland

Ende des Radweges

Der Radverkehr boomt – nicht erst seit der Corona-Pandemie steigen immer mehr Menschen auf das Fahrrad um. Klimaschutz, Gesundheitsaspekte und die Entlastung des Verkehrs machen das Radfahren auch in Städten zunehmend attraktiv. Doch wie steht es um die Radinfrastruktur in den Kreisen Neuss und Viersen und in den Städten wie Neuss, Krefeld und Düsseldorf? Ist das Fahrrad ein alternatives Fortbewegungsmittel und kann ich hier auch meine Freizeit damit gestalten?

Vor knapp 8 Jahren im Mai musste mein Mac-Book zum Apple-Store nach Düsseldorf, da die Batterie getauscht werden musste. Die Reparatur war schneller fertig als erwartet – an einem Samstag Nachmittag meldete sich ein Mitarbeiter des Apple-Stores und teilte mir mit, dass mein Gerät abholbereit sei. Da an diesem Tag wunderschönes Frühlingswetter herrschte, beschlossen wir, mit dem Fahrrad nach Düsseldorf zu fahren. Da ich mich bis dorthin (Apple-Store am Kö-Bogen) ganz gut auskenne, war das im im Grunde kein hoffnungsloses Unterfangen. Wir fuhren von Willich aus über die Felder bis Meerbusch-Büderich und von dort über Radwege nach Düsseldorf-Heerdt. Eine ordentliche Beschilderung vermissten wir bereits am Ortseingang Düsseldorf. In Düsseldorf-Heerdt selbst hat sich die Stadtverwaltung wohl gedacht, wenn wir keine Radwegschilder aufstellen, können wir auf Radwege gleich ganz verzichten. In Oberkassel bis über die Rheinbrücke hat man sich dann doch eines Besseren besonnen gefühlt. Von der Altstadt bis zum Kö-Bogen besann man sich seitens der Stadtverwaltung wieder auf die gewohnte Tugend, gleich wieder auf beides zu verzichten. Wer den Verkehr, insbesondere an einem Samstag Nachmittag kennt, sollte also seine Verlustängste im Griff haben.

Inzwischen sind einige Jahre ins Land gegangen und gefühlt jeder hat mittlerweile ein E-Bike; umweltbewusste Eltern kreiolen unterdessen ihre ganze Mischpoke in Lastenrädern durch die Gegend. So weit, so gut – aber wie sieht es bei der Infrastruktur aus? Komme ich schnell von A nach B und/oder kann ich mein Rad auch nutzen, um mich gar zu erholen und die Natur zu entdecken, die entgegen der landläufigen Meinung im Rheinland sehr schön ist.

Fährt man von Willich/Kaarst aus nach Meerbusch-Büderich auf der Landstraße auf einem schönen Radweg, wird man am Ortseingang von einem fröhlichen Schild des Rhein-Kreises Neuss als fahrradfreundlicher Kreis begrüßt. Nach weiteren ca. 200 Metern wird Dir per Schild mitgeteilt, dass der Radweg hier endet. Man muss sich dann auf einer sehr kurvenreichen und stark befahrenen Straße knapp einen Kilometer in den Ortskern von Büderich durchkämpfen. Man gönnt sich da zunächst die Frage, welcher Spaßvogel sich so etwas ausdenkt?

Zwischen Meerbusch-Büderich und Meerbusch-Osterath gibt es einen Bestattungswald, in dem auch meine Mutter Ende letzten Jahres ihre letzte Ruhestätte gefunden hat. Von uns aus in Willich ist es bis dorthin auch sehr gut anhand des Knotenpunktsystems ausgeschildert. Bei dem Bestattungswald handelt es sich um eine recht großes Waldgebiet, was für uns unter anderem auch eine sehr schöne Ruhe ausstrahlt. Leider existiert hier überhaupt keine Beschilderung, wie man durch diesen Wald beispielsweise über Kaarst nach Willich zurückkommt. Das Knotenpunktsystems leitet Dich hier um dieses Waldgebiet bis nach Neuss, dort durch Gewerbe- und Wohngebiete auf die Hauptstraße von Neuss nach Kaarst. Immerhin wird man ab dort durch Wald und hauptsächlich Feld nach Willich geleitet. Ab dort ein insgesamt schöner Weg. Das Stück vom Bestattungswald über Neuss und Kaarst hat jedoch keinerlei Erholungswert. .

Am gestrigen Tag haben wir erneut eine Radtour von Willich aus bis Meerbusch-Lank, mit einem Abstecher über den Rhein nach Kaiserswerth unternommen. Wären wir nach den Knotenpunkten gefahren, wäre der Hinweg gleich der Rückweg gewesen – mäßig spannend. Also haben wir das Knotenpunktsystems verlassen und sind auf eigene Faust über Meerbusch-Strümp und Meerbusch-Osterath nach Hause gefahren. Insgesamt eine sehr schöne Strecke bei der man sich fragt, warum diese nicht ausgeschildert ist? Ist das wirklich zu viel verlangt oder haben die örtlichen Behörden kein Interesse daran?

Auch der Kreis Viersen rühmt sich, viel für den radfahrenden Teil der Bevölkerung zu tun. In einer Broschüre über Radtouren im Kreis Viersen haben wir eine Tour rund um Kempen, St.Hubert, Grefrath und wieder zurück nach Kempen entdeckt. Auch hier gibt es ein Knotenpunktsystem, an dem man sich orientieren kann. Gleich zu Beginn in Kempen geriet die Suche nach dem passenden Radweg zu einer kleinen Schnitzeljagd. Teilweise sind die Hinweisschilder dermaßen versteckt, dass man sie kaum wahrnimmt. Richtung St.Hubert ist die Ausschilderung sehr verwirrend, im Ort selbst steht gar kein Hinweisschild mehr. Also fahren wir weiter geradeaus. Ein Blick in die Knotenpunkt-App verriet, dass wir mindestens 500 Meter vom ursprünglichen Weg abgekommen sind. Nach einer kleinen Irrfahrt durch St.Hubert gelang es uns, die Route wiederzufinden. Danach ging es über Felder, über Felder und über Felder. Bis Tönisberg, wo eine alte Mühle steht. Nur eine alte Mühle, sonst nix. Weiter ging es über Felder Richtung Grefrath. Hatte ich erwähnt, dass es über Felder ging? Natürlich kaum über Radwege, sondern lediglich über Wirtschaftswege. Nach knapp 20 Kilometern auf dem Drahtesel stellen sich mitunter ein wenig Durst und Hunger ein. Doch weit und breit nur Felder, ich erwähnte es, glaube ich, bereits. Kein Restaurant, kein Kiosk, keine Tanke, kein Laden. Nada, nix, niente … Es war uns, ehrlich gesagt, zu dumm, die Tour weiter zu fahren. Wir sind zurück nach Kempen gefahren, da es Montag war, hatte die Hälfte der Restaurants geschlossen. Wir hatten wenigstens noch eine Kneipe gefunden, in der es Bitburger Pils und einen anständigen Aperol Spritz gab. Alles in allem sehr ernüchternd, was die Hochglanzbroschüre des Kreises Viersen uns da vorschlug, insbesondere, da es eine sehr schöne Tour von Willich nach Kempen gibt, die im Knotenpunktsystem verzeichnet ist und die wir gerne fahren, da diese abwechslungsreich ist.

Jetzt sagen einige, Radfahren ist ja nicht nur zum Spaß da, wie sieht es denn aus, wenn man vom ruralen Willich in die Urbanität nach Krefeld gelangen will oder muss, womöglich gar zur Arbeit? Wir haben es nicht unversucht gelassen und sind zunächst einmal mit dem Rad zu Freunden gefahren, die in der Nähe des Eisstadions in Krefeld wohnen. Unmöglich ist es nicht, die Qualität der Radwege ist mäßig und bisweilen muss man sich darauf konzentrieren, dass man von den links parkenden Autos nicht einen schönen Gruß von der Tür in den Fahrweg gelegt bekommt. Die Stecke, die wir uns zu unseren Freunden ausgesucht hatten, beträgt knapp 8 Kilometer, das Navi rechnete uns 26 Minuten vor. Da wir recht zügig unterwegs sind, rechnen wir mal mit 22 Minuten. Die Strecke ist jedoch nicht das Problem, was ich dann auf der nächtlichen Rückfahrt gegen 00:30 Uhr mal genauer unter die Lupe nahm. Auf besagten 8 Kilometern gibt es sage und schreibe 11 (in Worten: elf) Ampeln! An mehr als der Hälfte der Ampeln hat der Radverkehr grundsätzlich rot und man muss für ein Grün-Signal einen Knopf drücken. Selbst mit unserer zügigen Fahrweise haben wir weder die Hin- noch die Rückfahrt in der angegebenen Zeit geschafft. Selbst um 00:30 Uhr benötigten wir knapp 36 Minuten. Zahlenaffine Leser werden festgestellt haben, dass hier eine Diskrepanz von 10 Minuten das Ergebnis sind. Zehn (!) Minuten auf 8 Kilometer – das nenne ich mal ein „Brett“. Fährt man im Gegensatz dazu durch eine niederländische Stadt wie Venlo, ereilt einen dort ein wahrer Geschwindigeitsrausch! Vom Stadtteil Blerick im Westen bis zur Groote Heide im Osten der Stadt maximal 2 (in Worten: zwei) Ampeln. Die Niederländer sind bisweilen gar so dreist und verbauen in den Radwegen Kontaktschleifen, die beim Überfahren den Autoverkehr anhalten. Hier zu Lande käme das einer ausgewachsenen Radfahrer-Diktatur gleich, die sich womöglich nur die Grünen ausdenken können.

Ich bin niemand, der gerne auf sein Auto verzichten möchte. Dennoch halte ich es für vernünftig und geboten, des Öfteren auf das Fahrrad umzusteigen, sei es für alltägliche Fahrten oder nur „aus Spaß aan de Freud“, wie der Rheinländer sagt. Letzteres gelingt meiner Ansicht nach größtenteils nur in den nahen Niederlanden, da man hier völlig ablenkungsfrei vom Autoverkehr fahren kann. Hierzulande enden Radwege oft abrupt, sind in schlechtem Zustand und schlecht ausgeschildert. Vorgeschoben wird dann immer der Mangel an finanziellen Mitteln. Da nutzt es auch nix, Elektro-Autos zu pushen, nur um die CO2-Ziele zu erreichen. Auto ist Auto, egal ob mit Benzin, mit Batterie, mit Wasserstoff oder Warp-Antrieb. So lange man an Konzepten festhält, in denen ich mit dem Auto bis in ein Klassenzimmer oder in die nächste Bäckerei fahren kann, braucht man über „Mobilitätswende“ erst gar nicht zu reden.




Radtour Baarlo – Neer

Am Montag, den 16.06.2025 hatten wir eine Radtour unternommen, die uns in einem Flyer des Kreises Viersen empfohlen wurde und Rund um Kempen ging. Vielleicht lasse ich mich darüber mal in einem gesonderten Post aus, es war, sagen wir es mal höflich, nicht sehr inspirierend. Wenn die Routenbeschilderung einmal funktionierte, ging es in der Hauptsache über Wirtschaftswege durch eine Landschaft, die man mit dem Niederrhein typischerweise immer assoziiert: reizarm.

Da das Wetter am heutigen 17.06.2025 sehr verheißungsvoll aussah, planten wir eine Radtour an der Maas in den Niederlanden entlang. Wie bereits mehrfach geschrieben, ist Radfahren dort für typische Deutsche wie uns eine Reise auf einen anderen Stern.

Wir nutzen für unsere Routenplanung immer das Tool Routiq. Man kann sich bequem im Browser eine Tour „zusammenklicken“ und diese dann mobil in einer App auf dem Mobiltelefon nutzen – für ganz faule Leute sogar mit Navigation entlang der Knotenpunke des niederländischen Fietstoutenwerk. Um alle Funktionen nutzen zu können, bedarf es eines Abos, das überschaubare 9€ und irgendwas kostet. Mittlerweile haben wir einen ziemlich reichhaltigen Fundus an Touren zwischen Nijmegen und Maastricht in dieser App.

Heute entschieden wir uns für eine Tour, die wir schon zigmal gefahren sind, die uns jedoch immer wieder begeistert. Diese führt uns von Baarlo über die Maas nach Steyl, von dort über Belfeld und Reuver nach Beesel. Von dort ist es nicht weit nach Rijkel, wo man mit der Fähre „Vogelflucht“ nach Neer übersetzten kann. Kleiner Tipp: an der Friedesse Molen gibt es ein schönes, kleines Restaurant, an dem man wunderbar die Seele baumeln lassen kann.

Von Neer aus geht es weiter nach Kessel entlang der Maas. Dieses Stück ist für uns eines der schönsten Abschnitte entlang des Flusses und man hat von verschiedenen Punkten eine wunderbare Aussicht auf die tolle Landschaft. In Kessel gelangt man an prunkvollen Häusern entlang der Maas zum Kasteel De Keverberg. Immer einen Besuch wert ist auch Clevers Ijssalon in Kessel, wo es das beste Eis in Limburg gibt.

Von Kessel aus geht zurück zu unserem Ausgangspunkt, nach Baarlo. Zwischen Oyen und Baarlo hat man einen wunderbaren Ausblick auf die Schleuse und das Stauwerk Peel en Maas, wo man zur allgemeinen Entspannung hervorragend Schiffe beobachten kann. Auch so etwas kann entschleunigen. In Baarlo gibt es einen schönen, kleinen Park am Kasteel D‘Erp, in dem man auch sehr schön einfach nur spazieren gehen kann. Empfohlen sei hier noch (erneut) ein Besuch im Café Centraal mit einem der schönsten Sonnenterassen in Limburg.

Dieses Café ist für uns exemplarisch, was die niederländische Provinz Limburg für uns ausmacht. Es ist dort sehr gastfreundlich, der Laden ist immer gut besucht, von jung bis alt, vom Sportverein bis zum Damenkränzchen und das zu jeder Uhrzeit. Egal, ob vormittags kurz vor zwölf, nachmittags um 16 Uhr oder abends. Man kann sich dort einfach hinsetzten und nur etwas trinken, eine Kleinigkeit zu Essen bestellen oder Feste feiern, alles zu moderaten Preisen. So etwas ist hierzulande leider äußerst selten zu finden. Alleine schon die Auswahl an Biersorten ist äußerst reichhaltig. Bei uns kriegste meistens nur eine Biersorte in den Kneipen und Restaurants, das andere ist Wischwasser a.k.a as Altbier. So einen Laden wie diesen gibt es nicht nur in Baarlo, sondern in fast jedem noch so kleinen Nest entlang der Maas. Die „Halbzeit“ unserer Tour lag in Beesel – ein wirklich kleines Nest zwischen Venlo und Roermond, ohne jetzt herablassend zu wirken. Selbst dort auf dem Marktplatz gab es drei Restaurants, wovon jedoch nur zwei geöffnet waren. Aus nostalgischen Gründen verschlug es uns ins Café Troubadour. Der gleichnamige Club in Los Angeles war der Ort, an dem Don Henley und Glenn Frey erstmals gemeinsam mit Linda Ronstadt aufgetreten sind, bevor sie die Eagles gegründet haben – als Eagles-Fan war das also ein Muss. Selbst hier, wie überall: Schöne Auswahl an Getränken, eine überschaubare Menukarte und freundliche Bedienung.

Für uns war diese knapp 32km lange Radtour wieder wie ein Urlaubstag von dem wir der Meinung sind, dass man ihn hierzulande nicht in einer derartigen Form genießen kann. Bei Radtouren wie diesen, die man sich anhand des Fietsrouten-Netzwerks zusammenstellen kann ist uns erneut aufgefallen, wie wenig wir uns auf den Autoverkehr konzentrieren mussten. Die Radwege verlaufen zu einem Großteil abseits der Straßen. Geht es dann tatsächlich über Straßen, wie an dem Stück zwischen Steyl und Belfeld, an dem der Radweg erneuert wird, dann kommt man mit der Straße und den Autos dank der tollen Radwege kaum in Berührung und wenn, sind hier die Prioritäten zu Gunsten der Radfahrer ganz klar geregelt.

„Funfact“ am Rande: Leider mussten wir auf dem Rückweg einen kleinen Umweg in Kauf nehmen und die Niederlande über die A67/A40 verlassen. Auf der Hinfahrt bemerkten wir auf der Gegenfahrbahn zwischen Kaldenkirchen und Venlo-Ost bereits einen 5km langen Stau. Der Grund: pünktlich zum 40-jährigen Geburtstag des Schengener Abkommens, das Grenzkontrollen an den Binnengrenzen der Europäischen Union obsolet machen soll, führte die Bundespolizei Grenzkontrollen durch, wobei der Verkehr zunächst einmal auf eine Spur reduziert wurde. Wir schauten uns im Auto nur entsetzt an: Ist das jetzt hiermit neue Schleuserroute für Flüchtlinge aus Afrika, Syrien oder Afghanistan??? Noch witziger war, dass bei unserer Abfahrt der Verkehrsfunk lediglich einen „Stau“ zwischen Venlo-Ost und Kaldenkirchen ansagte (die Kontrollen also immer noch im Gange waren) und auf der A67/A40 Eindhoven-Duisburg freie Fahrt war. Hat Herr Dobrindt hier nicht genügend Bundespolizisten aufbieten können? Eine Lachnummer!

Hier findest Du den Startpunkt der Tour:

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Colorgrading in Color.io

Wer, wie ich, seine Fotos in Adobe Lightroom bearbeitet, hat damit, wie ich meine ein sehr gutes Programm, das hervorragende Möglichkeiten bietet. Im Netz gibt es eine unüberschaubarere Anzahl an Presets, die man auf seine Fotos anwenden kann, darunter allerdings eine überschaubare Anzahl an wirklich guten Voreinstellungen. Stellvertretend für diese Gattung seien die Classic Presets von André Duhme genannt. Weiterhin gibt es einige gute YouTube Videos, die das erstellen eigener Looks und Presets für Lightroom sehr gut erklären.

Mit Lightroom kann man bei der Entwicklung eine Menge anstellen. Man muss jedoch wissen, welche Parameter man bedienen muss, um das gewünschte Ergebnis zu erreichen. Was ist ein Weißabgleich, was bewirkt die Tönung, was ist der Unterschied zwischen Dynamik und Sättigung? Wie gehe ich mit den Gradationskurven um, insbesondere in den Farbbereichen Rot, Grün und Blau? Was passiert mit im Farbmixer? Wo ist der Unterschied zum Color Grading Tool? Benutzt man Lightroom Classic, hat man es gar noch mit einer Kamerakalbrierung zu tun, die in das Farbspektrum eingreift. Für mich eines der wirkungsvollsten Werkzeuge; ein Tutorial, was man da sinnvolles mit anstellen kann, gibt es hier.

Hier setzt die Anwendung Color.io an. Es handelt sich um eine Web-App, die betriebssystemunabhängig auf allen gängigen Geräten läuft. Es handelt sich um ein Programm, welches RAW-Dateien entwickeln kann und welches 3D-Luts erstellen kann, die in allen gängigen Video-Editoren verwendet werden können. Darüber hinaus lassen sich auch Profile für Lightroom und Camera-Raw von Adobe erstellen, die uns dorthin bringen, wo wir hin wollen. Eigene Profile für die Entwicklung der eigenen Fotos erstellen. Das kann man natürlich auch in Photoshop bewerkstelligen oder man kann DaVinci Resolve an den Start bringen. Hier wie dort ist die Lernkurve jedoch enorm steil und man kommt lange nicht so schnell ans Ziel wie bei Color.io.

Der Ansatz von Color.io ist hier meiner Ansicht nach deutlich intuitiver als in Adobe Lightroom, was auf das exzellente User-Interface zurückzuführen ist. Das Werkezug hat bereits eine solide Basis von über 150.000 Benutzer, die stetig wächst. Das Programm existiert bereits in der Version 2.xx, eine Beta der Version 3 läßt sich ebenfalls bereits testen. Der Entwickler Jonathan Ochmann aus dem sauerländischen Meschede reagiert zügig auf Benutzerwünsche und Verbesserungsvorschläge und versucht diese umgehend umzusetzen, was sich in der Historie des Programms ablesen läßt. Um hier ein Gefühl zu bekommen, kann man die Anwendung unbegrenzt testen. Lediglich der Export von LUTs und Profilen für Adobe verlangt nach einer kostenpflichtigen Registrierung, die meines Wissens nach bei €129,- für eine dauerhafte Nutzung liegt. darüber hinaus wird auch ein Abo-Model angeboten.

Die Regler lassen sich intuitiv bedienen und zu jedem Regler gibt es eine Hilfsfunktion. Weiterhin gibt es jede Menge Voreinstellungen, die man sofort auf seine Fotos anwenden kann. Der Name Kodak Vision in den Presetnamen zeigen, wohin die Reise geht. Es handelt sich hier analoge Filme von Kodak, die heute immer noch in Verwendung sind (z.B. La la Land aus 2016). Selbstverständlich kann man diese auch auf Fotos anwenden, um einen Hollywood Blockbuster Look zu erzielen. Sucht man hier nach gleichwertigen Presets für Lightroom, wird man hier und da fündig, jedoch haben diese mit den Kodak Vision Filmen allerhöchstens den Namen gemein. Lädt man die oben genannten Presets in ein Foto, beispielsweise den Kodak Vision 3 50D 5203, ist man zunächst vom Ergebnis fasziniert und kann auch einfach in Erfahrung bringen, was welche Regler bewirken. So kann man die Farbdichte für einzelne Farbbereice einstellen und die Sättigung für bestimmte Helligkeitsbereiche. Das ist in Lightroom so nicht möglich.

Weiterhin gibt es auch die Möglichkeit, ein realistisches Filmrauschen hinzuzufügen, und das auch in Farbe, nicht nur in Schwarz-Weiß wie in Lightroom. Es läßt sich sogar Halation, ein fotografischer Effekt, der bei Filmaufnahmen auftritt, wenn Licht von der Filmemulsion reflektiert wird und einen weichen Leuchten oder Halo um helle Bereiche des Bildes erzeugt, hinzufügen. Ein typisches Merkmal der Cinestill-Filme. Leider lassen sich diese Einstellungen nicht in eine LUT oder ein Profil speichern, jedoch mit den bearbeiteten Bilddateien.

Leider lassen sich in Color.io nicht, wie in Lightroom, mehrere Bilder auf einmal bearbeiten, man muss jedes gewünschte Bild einzeln auswählen. Die Preset-Verwaltung ist noch etwas holprig, eine getroffene Bearbeitung läßt sich lediglich speichern und in einem neuen Bild wieder laden. Eine Foto-Verwaltung wie in Lightroom sucht man hier komplett vergebens, was auch nicht das Ziel des Programmes ist. Persönlich läßt sich das verschmerzen, da ich das Programm in der Regel nutze um einen bestimmten Look zu erstellen, den ich als Profil in Lightroom einsetze. Es ersetzt also nicht Lightroom, es „erweitert“ es meiner Ansicht nach in genialer Art und Weise.

Abschließend möchte ich Dir noch zwei Beispiel zeigen. Die jeweils linke Bildhälfte zeigt das Foto lediglich mit der automatischen Bearbeitung von Lightroom. Die rechte Hälfte des ersten Bildes verwendet in Profil aus Color.io, das den Kodak Vision 3 50D 5203 nachbildet. Die rechte Hälfte des zweiten Bildes verwendet das Profil Kodak Vision 3 250D 5207. An allen Bearbeitungen wurden nach Verwendung der entsprechenden Profile keine weitere manuelle Bearbeitung vorgenommen. Das Standard-Farbprofil von Adobe ist sehr kontrastreich, bei den eigenen Profilen wirkt sich eine nachfolgende Bearbeitung daher anders aus als bei genanntem Standard-Profil. Ich komme damit deutlich besser klar, da meiner Meinung nach Schatten und Lichter der Fotos eindeutig besser in den Griff zu bekommen sind. Die Farben wirken durchaus kräftiger und nicht so knallig wie mit einem Standard-Adobe-Profil.

links Original mit Auto-Bearbeitung, rechts Kodak Vision 3 50D 5203 Profil
links Original mit Auto-Bearbeitung, rechts Kodak Vision 3 250D 5207 Profil

Es ist mit Color.io sehr einfach, unter Berücksichtigung einiger filmspezifischer Kenntnisse für bestimmte Licht- und Farbsituationen eigen Profile zu erstellen. Insbesondere gilt das für die Filmemulationen, die auf Kunstlicht beruhen, wie beispielsweise der Kodak Vision 3 500T 5219. Hier habe ich mir beispielsweise Profile für Fotos bei Kunstlicht (3200 Kelvin) und für schlechte Lichtsituationen bei Taglicht erstellt. Lädt man dann die in Lightroom entwickelten Fotos unter Berücksichtigung der eigens erstellten Profile erneut in Color.io kann man hier mit dem Halation-Tool ein wunderbares Leuchten in die hellen Bildbereiche (Laternen, Autolichter, etc.) hineinzaubern.




ESC 2025

Am 17.05.2025 war es wieder soweit, halb Europa traf sich in Basel um den European Song Contest auszutragen. Der deutsche Beitrag entstand unter der Federführung von Stefan Raab und verhieß zunächst nix Gutes, was sich jedoch im Verlaufe des Abends als Irrglaube erwies.

Immer, wenn man sich an Samstagen etwas vornimmt, kommt es anders als man denkt. Wir waren bei Freunden zum Frühstück verabredet. Es war schön, es war gemütlich, das Wetter war einladend, wir saßen nach dem Frühstück lange auf der Terrasse, der letzte Bundesligaspieltag zog an uns vorüber, ich war äußerst erbaut über die Heimniederlage meiner Borussia gegen Wolfsburg und so beschlossen wir, an diesem Abend noch gemeinsam den ESC zu schauen. Nicht jedoch ohne eine Stärkung, die uns von Biggis Burger aus Krefeld geliefert wurde. Ein Highlight – der Burger!

Um 21:00 ging das Schauspiel nun los, Tivoli-Lichterspiele und kreischende Moderatorinnen, Michelle Hunziker eingschlossen. Wenn man dann nach geraumer Zeit merkt, dass der originellste Beitrag aus Estland kommt, Espresso Macchiato heißt und von einem Tommy Cash dargeboten wird, der `ne Krawatte wie Trump trug, dann merkst Du, dass hier was aus dem Ruder läuft. Erste Suizidgedanken musste man bei dem Beitrag Litauens zur Seite wischen. Einzig bemerkenswert der spannungsgeladene Auftritt Isreals, dargeboten von einem Opfer des 7.Oktober 2023, vorgetragen in Englisch, Französisch und Hebräisch.

Auftritt Österreich. Wir rieben uns nur die Ohren …
Was war das? Schön, der Typ konnte singen, dass er schwul ist, … geschenkt. Wir sind in einer Generation mit Boy George, Grace Jones, Amanda Lear und anderen groß geworden. Was die nun waren, Männlein oder Weiblein oder was auch immer, hat uns wenig interessiert, wir fanden die einfach nur toll mit dem, was sie uns dargeboten haben.
Aber das hier sprengte unseren Rahmen. Schön, dass der Typ in den höchsten Tönen singen kann, dass er für die LGBTQ+ – Bewegung singt. Was wir uns fragten war, WO man dieses Lied hören kann. Wenn man es im Auto hört und kommt in eine Verkehrskontrolle, wären da Drogen- und Alkoholkonsum unserer Ansicht nach ein nachgelagertes Problem.
Würde man das auf einer Party spielen, wäre es der perfekte Rausschmeißer.
Zieht man es in Betracht, das Lied im Fitness-Studio zu hören, hätten die anderen Besucher vermutlich Angst, dass sogleich ein Amoklauf stattfindet.

Kurz und knapp, um es einmal mit den Worten des berühmten Franz Münchinger, aka Monaco Franze aus München zu zitieren: “A rechter Scheißdreck war’s“.

Was im Laufe des Abends folgte, war an Peinlichkeit nicht zu überbieten. Finnland – „Ich komme“ – alter Finne, kannste Dir nicht ausdenken. Portugal – grenzdebil. England – wollte zwischen Beatles, Kinks und Oasis alles rauskitzeln was es gab – niemand hat es kapiert und die 3 Tanten von der Insel wohl auch nicht. Armenien – ein Highlight für die Damen, aber außer lautem Gedengel nichts erwähnenswertes. Italien war ganz nett, der Sänger kam optisch wie eine Mischung aus den frühen Brian Eno, Peter Gabriel und David Bowie, ohne musikalisch den Hauch einer Chance zu haben. San Marino ebenfalls nett, wenigstens ein bisschen gute Laune. Beim ukrainischen Beitrag war man zunächst verleitet zu glauben, die hätten den Kampfterrier der Splitterpartei FDP, Agnes Strack-Zimmermann als Frontfrau verpflichtet.

Es folgten die Wertungen der Jury – Österreich, Frankreich und die Schweiz gingen ab wie die Raketen. Wir stellen uns lediglich die Frage, ob sämtliche Juroren zuvor Insassen einer geschlossenen Psychiatrie waren. Der deutsche Beitrag kam dabei relativ ungeschoren davon, hat er zumindest etwas gute Laune verbreitet und hat nicht wirklich weh getan.

Das folgende Publikumsvoting stellte sodann einiges auf den Kopf. Israel ging steil. Richtig war das. Es war in allererster Linie ein politisches Voting. Wurde zuvor gekräht, dass Israel doch bitte vom Wettbewerb ausgeschlossen werden sollte, antwortete das internationale Publikum mit den meisten Stimmen darauf, auch aus Deutschland! Starkes Zeichen. Proteste gegen eine Überlebende des Hamas-Massakers – kannste Dir nicht ausdenken! Dass dann Österreich auf Grund der hohen Votings der Juroren dennoch den ersten Platz belegte, war unumgänglich.

Dass bei dem Auftritt der israelischen Sängerin Vuval Rapahel zwei Personen versuchten die Absperrungen zu durchbrechen um den Auftritt zu stören und der spanische Sender RTVE zuvor eine Solidaritätsbekundungen für die Menschen in Gaza einblendete, blieb leider von allen Medien unerwähnt. Bedauerlich!

Der ESC war immer in Teilen politisch und wird es wohl immer sein, selbst Nicoles „Ein bisschen Frieden“ war in seiner Zeit vor dem Hintergrund des NATO-Doppelbeschlusses und des kalten Krieges nicht ganz unpolitisch. Auch der diesjährige Siegertitel ist es mit seinem LGTBQ+ – Hintergund nicht. Im Angesicht der Präsidentschaft des Herrn Trump und seiner rechten Klaquere in Europa ist das auch alles gut und richtig. Meiner Ansicht verkommt das aber alles nur zu einem reinen Selbstzweck. Freilich keine ESC-Titel haben Stücke wie John Lennons „Imagine“, Queens „39“ oder Supertramps „Fool‘s Overture“ auch nach einem halben Jahrhundert nichts von ihrer Aktualität verloren – sie werden heute immer noch gespielt und verursachen bei dem einen oder anderen immer noch Gänsehaut. Bei dem diesjährigen Siegertitel habe ich meine Zweifel, dass unsere Enkel sich in 50 Jahren noch daran erinnern und sich so etwas noch anhören werden. Spielt man heute den ersten halben Takt des 1974er Siegertitels „Waterloo“ sieht das ganz anders aus. Jeder weiß, was jetzt kommt und jeder wippt automatisch mit im Takt. Das sind Siegertitel!




Radtour Velden Lottum Arcen

Bei prächtigem Wetter habe wir heute zum ersten Mal mit Freunden eine unserer Lieblingstouren gefahren.
Startpunkt ist Velden, ein nördlicher Vorort von Venlo. Von dort erreicht man nach wenigen hundert Metern die Fähre über die Maas nach Grubbenvorst. Da wir gerade erst gestartet waren, fiel ein Besuch beim dortigen Clevers Ijssalon leider aus.

Die nächste Station war einer unserer Seeelenorte, das Kasteel Kaldenbroek zwischen Grubbenvorst und Lottum. Augenscheinlich gibt es in dem kleinen Restaurant einen neuen Pächter, der leider auf die ayurvedischen Snacks seines Vorgängers verzichtet, was dem Ort jedoch keinen Abbruch tut.

Nächster Stopp war das Rozendorp Lottum. Am Ortseingang trifft man auf die Houthuizer Molen, eine Mühle aus dem Jahr 1800, die man auch besichtigen kann und wo man einiges aus der Geschichte der Mühle und des Ortes Lottum lernen kann. Im Sommer sehr empfehlenswert und lehrreich ist der Rozenhof Lottum, wo man um diese Zeit prächtige Rosen bestaunen kann.

Weiter geht es an der Maas entlang nach Broekhuizen. Von dort aus geht es mit der Fähre in Richtung Arcen. Wer durstig ist, sollte in der dortigen Hertog Jan Brauerei einkehren. Man kann der Radroutenbeschilderung nach Arcen folgen, der Weg ist jedoch relativ unspektakulär. Interessanter ist ein kleiner Weg, der zuvor entlang der Maas abgeht. Arcen ist ein touristisches Zentrum nördlich von Venlo, an sonnigen Wochenden wie diesem ist es dort oft sehr voll. Es gibt dort viele schöne Lokale und Eisdielen mit Terassen zur Maas hinaus. Ein weiteres touristisches Highlight sind die Schloßgärten am Ortsausgang von Arcen.

Von Arcen erreicht man entlang der N271 und Ausläufern der Maasduinen die Ortschaft Lomm. Von dort kann man entlang der Maas zurück nach Velden gelangen. Da wir gut in der Zeit lagen, fuhren wir durch das Ravenvennen und die Schandelsosche Heide zurück nach Velden.
Gut einkehren kann man im Café de Sport, wo es zur körperlichen und seelischen Stabilisierung Lindeboom Radler, Eiscafé und Limburgse Vlaaj gab. Das ist eine der Kneipen, die wir an den Niederlanden so lieben, und die es hier kaum gibt. Gute Auswahl an Getränken, überschaubare Speisekarte, freundliche Bedienung und alles zu moderaten Preisen.

Hier findest Du den Ausgangspunkt unserer Tour, ein kleiner kostenfreier Parkplatz am Schandeloseweg in Velden:

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Radtour Tegelen-Steyl-Venlo

Ein Tag Urlaub, wie der 1.Mai 2025 beginnt knapp 500 Meter vom Parkplatz Plankenheide nahe des Krickenbecker Schlosses in der Nähe von Nettetal. Dort gelangt man in die Groote Heide, eine Heidegebiet nordöstlich der Stadt Venlo. Durch die schöne Heidelandschaft und Wälder passiert man den alten Grenzübergang Schwanenhaus/Keulse Barriere. Von dort gelangt man zu einer Abtei in der Ulingsheide.  Das dortige Restaurant Oelespot mit seiner schönen Terrasse lädt zum Verweilen ein.

Von dort aus streift man Tegelen und gelangt entlang kleiner Seen und schöner Waldwege nach Steyl an der Maas. Sehenswert ist dort der Klostergarten im Jochumshof

Mit der Fähre über die Maas erreicht man das Kasteeldorp Baarlo. Wir verliessen die ursprünglich geplante Route und machten einen Abstecher in den Ort. Auch hier gibt es einen wunderschönen Ort, an dem man verweilen kann, das Café Centraal mit einer der schönsten Terrassen in Limburg. Da wir Hunger auf etwas typisch niederländisches hatten, verschlug es uns zu Lekkerbek. Dort gibt es eine riesige Auswahl an Fritten und Frikandeln, also ziemlich nahrhafte Kost für eine Radtour.

Um auf unsere ursprünglich geplante Tour zu kommen, verließen wir Baarlo wieder Richtung Fähre und bogen kurz davor Richtung Blerick ab. Vorbei an der Maas gelangt man zunächst nach Hout Blerick und kann die eine oder andere Villa mit wunderbarem Blick auf die Maas bewundern. Über Blerick entlang der Maas gelangt man nach Venlo und überqueert hier die den Fluß.

Mit dem Rad durch die Stadt? Ja, in den Niederlanden kein Problem, es sind hier nur wenige Kilometer. Diese wenigen Kilometer bieten dem Radfahrer jedoch mehr Komfort wie deutsche Städte Krefeld, Mönchengladbach, Neuss & Düsseldorf zusammen! Entlang der Innenstadt und des Bahnhofes gibt es gar zweispurige Radwege. 

Hatte Venlo in den 70er und 80er Jahren ein ziemliches „Schmuddelimage“, so hat sich hier im Laufe der Zeit einiges getan. Venlo ist zwar immer noch haufenweise von Deutschen bevölkert, ein Großteil der Besucher kommt aus der Region, in der das Steigerlied die Nationalhymne ist und Schalke 04 Kirchenstatus hat. Dennoch ist es einen Besuch wert und bietet mehr empfehlenswerte Gastronomie als oben genannte Städte.

Wir verlassen nun Venlo in östlicher Richtung – hier geht es tatsächlich ein wenig bergauf an schmucken, kleinen Häusern und prächtigen Villen Richtung Groote Heide. Von dort aus erreichen wir nach einer wunderschönen Radtour den Parpklatz Plankenheide, den Ausgangspunkt unserer Tour.

Für uns beginnt nach dem passieren der deutsch-niederländischen Grenze Richtung Westen an solchen Tagen immer ein kompletter Urlaubstag, mit dem sofort Erholung einsetzt, auch wenn es nur wenige Stunden und knapp 30 km auf dem Fahrrad sind. Für Radfahrer beginnt hier ein Paradies, die Menschen sind alle wesentlich freundlicher und entspannter und die Städte und Dörfer machen einen wesentlich gepflegteren Eindruck als hierzulande. Zudem finden wir die Landschaft und die Radwege entlang der Maas sehr reizvoll.

Durch das hervorragende Radwegnetz mit seinen Knotenpunkten kann man sich hier auf das wesentliche konzentrieren – die wunderschöne Landschaft und die schönen Orte und Städte.

Hier findest Du den Ausgangspunkt der Tour, den Parkplatz Plankenheide.

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Radtour Horn -Thorn

Nach den wettermäßig überschaubaren Ostertagen bot das letzte Aprilwochenende frühlingshafte Sonnentage. Zeit, unsere Fahrräder auf das Auto zu packen und eine unserer Lieblingsrouten entlang der Maas in den Niederlanden zu fahren.
Die Route führt von Horn westlich von Roermond über Beegden, den Boschmolenplas nach Thorn und entlang der Maas über Heel zurück nach Horn.

Startpunkt ist der Parkplatz am Raadhuisplein an der Kirche in Horn. Von dort geht es durch die Beegderheide vorbei am See De Lange Vlieter am Ferienresort Boschmolenplas. Dort kommt man an einer Straße aus, die die Orte Heel und Panheel verbindet und man hat eine schöne Aussicht auf einen Yachthafen. Vor Jahren gab es dort eine Freifläche mit einer Bank, an der wir Picknick gemacht hatten. Die Bank ist leider weg, doch dafür begrüßt uns hier das „Fietscafé De Tump“. Es ist ein wunderbares kleines Café mit vielen Sitzgelegenheiten, die einen Ausblick auf den Yachthafen bieten. Wir haben hier wieder einen kleinen Seelenort gefunden, der uneingeschränkt zum Verweilen einlädt. Ein Ort, den man hierzulande selten findet.

Weiter geht es nun Richtung Panheel und durch das Meggelveld nach Thorn, het witte stadje , die weiße Stadt. Die Stadt Thorn, die seit 2007 zur Gemeinde Maasgouw gehört, geht aus einer Benediktienerabtei um 975 n.Chr. hervor. im Jahr 1794 wurde Thorn durch die Franzosen besetzt, die eine Fenstersteuer einführten, die sich nach der Größe der Fenster berechnete. Um hier Steuern zu sparen, mauerten die Einwohner die Fenster mit Steinen aus der alten Abtei zu. Damit das nicht weiter auffiel, tünchten sie ihre Häuser mit weißer Farbe. Daher rührt der Name der Stadt. Auch heute noch sind die meisten Häuser weiß, in der Altstadt haben 105 Bauwerke den Status eines Rijksmonument zugesprochen bekommen.

Weiter geht es aus Thorn heraus zu den Kasteelhoeve De Groote Hegge, einer sehr schönen Event-Location in den Park Maasresidence Thorn, einen neu angelegten Ferienpark mit Bootshafen und vielen Freizeitmöglichkeiten. Von dort aus gelangt man nach Wessem mit seinen vielen Bootswerften. Hier und da trifft der Blick auf einige äußerst ambitionierte Yachte, sowohl preislich als auch von der Größe.

Weiter geht es über Pol und die Schleuse Oosen entlang der Maasplassen langsam zurück Richtung Horn. Wer mag, macht kurz vor Horn noch einen Abstecher nach De Weerd am Noorderplas mit seinen vielfältigen Wassersportmöglichkeiten. Wer nach dieser Tour ein Eis verdient hat, kehrt bei Clevers in De Weerd ein und genießt das beste Eis Limburgs mit einer unvergleichlichen Aussicht auf den See, besonders empfehlenswert zum Sonnenuntergang!

Auf der folgenden Karte findest Du den Startpunkt der Tour, den Raadhuisplein in Horn. Vor der Kirche gibt es einen kleinen, kostenfreien Parkplatz.

Darunter findest Du die Tour und die entsprechenden Kontenpunkte des niederländischen Radknotenpunktenetzes.

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Interclassics 2025

Die Interclassics in Maastricht feierten mit ihrer Veranstaltung vom 16. Januar bis 19.Januar 2025 in diesem Jahr ihr 30.Jubiläum. Mehr als 40.000 Besucher kamen in die Messehallen des MECC und konnten ca. 800 klassische Fahrzeuge auf 35.000 qm Fläche bewundern. In den Niederlanden und in Belgien haben einige klassische Fahrzeuge die Kriegs- und Nachkriegswirren überstanden und sind fast ausschließlich bei diesem Ereignis zu sehen.

Da die Messe immer im Januar stattfindet, ist es auch immer so etwas wie ein Auftakt in die kommende Oldtimersaison. Die Interclassics gehören zu den kleineren Veranstaltungen, haben jedoch immer eine ganz besondere Atmosphäre. Die ausstellenden Oldtimerhändler kamen, wie in den Jahren zuvor, nicht ausschließlich aus den Benelux-Staaten, sondern auch aus Deutschland, Frankreich und einigen weiteren europäischen Ländern.

Im Rahmen der diesjährigen Sonderausstellung, zu der die Besucher die beliebtesten Fahrzeuge wählen konnten, gab es sogar einen Aston Martin DB5, besser bekannt als Dienstfahrzeug von James Bond.

Hier siehst Du einige Highlights der 30. Interclassics:


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Sofort, … unverzüglich!

Keine Atempause
Geschichte wird gemacht
Das geht voran!

Fehlfarben

Es ist der 9.November 1989, kurz vor 19.00 Uhr. Im Wohnzimmer lief das Fernsehgerät. Die Nachrichten im Herbst 1989 überschlugen sich. Demonstrationen in allen großen Städten der DDR, Gorbatschow, Glasnost & Perestroika, ein letztes, großes Schützenfest in Ost-Berlin, mit dem die DDR ihr 40-jähriges Bestehen feierte, Honeckers Abgang, Egon Krenz, der Geläuterte, usw. und sofort.
Das Abendessen stand auf dem Tisch, mein Vater ging in die Küche, da er Hunger hatte und ich harrte noch einen Moment am Fernseher bei der täglichen “heute”-Sendung aus.

Kurzfristig wurde in eine Pressekonferenz nach Ost-Berlin umgeschaltet. Günter Schabowski, seit wenigen Tagen „Sekretär für Informationswesen“ gab eine Erklärung ab – in tadellosem “Verwaltungsdeutsch”.

Privatreisen nach dem Ausland können ohne Vorliegen von Voraussetzungen (Reiseanlässe und Verwandtschaftsverhältnisse) beantragt werden. Die Genehmigungen werden kurzfristig erteilt. Die zuständigen Abteilungen Paß- und Meldewesen der Volkspolizeikreisämter in der DDR sind angewiesen, Visa zur ständigen Ausreise unverzüglich zu erteilen, ohne daß dafür noch geltende Voraussetzungen für eine ständige Ausreise vorliegen müssen. […] Ständige Ausreisen können über alle Grenzübergangsstellen der DDR zur BRD bzw. zu West-Berlin erfolgen.

Auf die Frage eines Journalisten, ab wann diese Verordnung in Kraft tritt, stammelte Schabowski: „Das tritt nach meiner Kenntnis … ist das sofort, unverzüglich.“ Man konnte den Eindruck gewinnen, dass er gar nicht überrissen hat, was er da gerade von sich gegeben hat.

Die Mauer, die Grenze, die schikanösen Kontrollen und Todesängste hatten mit einem Satz aufgehört zu existieren. Ich ging in die Küche an den Abendbrottisch und mein Vater fragte: “Watt jibbet Neues?”
Ich sagte, dass die Mauer auf ist, dass jeder DDR-Bürger ohne Grund ins Ausland, also auch in die Bundesrepublik reisen kann. “So schnell wird bei den Preussen nicht geschossen”, entgegnete mein Vater. Meine Mutter schüttelte nur ungläubig den Kopf.
Danach überschlugen sich die Ereignisse – wenig später wurde auf allen Sendern das Programm geändert und es wurde live von sämtlichen Grenzkontrollstellen in Berlin und vom Ku’Damm berichtet. Kilometerlange Trabant- und Wartburgschlangen bildeten sich Richtung Westen, selbst in meiner Heimatstadt Neuss fuhren Autos hupend durch die Strassen.

Doch es blieb immer noch eine gespenstische Angst: Was machen die Grenzkontrollposten der DDR angesichts der unübersichtlichen Lage? Was machte die Westgruppe der sowjetischen Streitkräfte in der DDR, die mit knapp 380.000 Mann vor Ort war? Ich erinnerte mich an die Worte eines britischen Colonel während meiner Bundeswehrzeit: „We don’t fear the Soviet forces, we fear the forces of the GDR, the Nationale Volksarmee“.
Wie auch bei sämtlichen Demonstrationen schritten die Sowjets hier nicht ein, die Grenzkontrollkräfte und die Nationale Volksarmee der DDR konnten nur in Schockstarre die Ereignisse geschehen lassen, insbesondere, da es hier keine eindeutigen Befehle der Staats- und Parteiführung gab und diese zunächst auf Tauchstation ging. Niemand wollte sich die Finger schmutzig machen, … Gott sei Dank!
Aufatmen.

Bundeskanzler Helmut Kohl befand sich an diesem Tag mit einer Delegation in Warschau, um mit der ersten frei gewählten Regierung Polens nach dem 2.Weltkrieg zu sprechen. Er brach seinen Besuch ab, konnte jedoch mit der Regierungsmaschine nicht nach Berlin fliegen, da es nur Flugzeugen der Alliierten des 2.Weltkrieges vorbehalten war, West-Berlin anzufliegen. Mit Hilfe des amerikanischen Botschafters in Bonn gelang es, am Nachmittag des 10. November in ein in Hamburg wartendes US-Flugzeug umzusteigen und Berlin noch rechtzeitig zu erreichen. Dort fand vor dem Schöneberger Rathaus eine denkwürdige Veranstaltung statt, auf der Berlins Regierender Bürgermeister Walter Momper feststellte, dass die Deutschen momentan das glücklichste Volk der Erde seien und Willy Brand orakelte, dass nun zusammenwächst was zusammen gehört. Es sollte freilich nicht ganz so reibungslos über die Bühne gehen …

Aus heutiger Sicht ist die damalige Situation, dass eine der bestgesicherten Grenzen der Welt quer durch Deutschland verläuft, schwierig zu begreifen. Im Jahr 1986 reiste ich mit meinem Vater und einem Kollegen geschäftlich nach Berlin. Wir fuhren mit dem Auto und überquerten bei Helmstedt/Marienborn die innerdeutsche Grenze. Wir kannten damals zwar dank Enterprise die unendlichen Weiten des Weltalls, dank Dallas und Denver Clan unermesslichen Reichtum und Dank Miami Vice Drogendealer vor einer irrealen Neonlicht-Kulisse, aber etwas surrealeres als diese Grenze kann sich heute keiner mehr vorstellen. Strassensperren, gleißendes Licht, Stahlkrallen in den Strassen und schwerbewaffnete Grenzschützer kann und will sich heute niemand mehr vorstellen.
Wir mussten aus dem Auto aussteigen, unsere Koffer wurden durchsucht und die Unterseite des Autos mit Spiegeln inspiziert. Natürlich mussten wir in unserer freien Zeit auch den Ostteil von Berlin besuchen.
Auf den heute pulsierenden Strassen Berlins fuhren nur vereinzelt Autos, es roch dabei wie auf unserem Schulhof, wenn alles Mopeds und Mofas gleichtzeitig starten. Die Strassen waren marode, die Häuser grau und teilweise noch von Kriegsschäden behaftet.
Da es Herbst war, stellten wir fest, dass die Prachtstraße Unter den Linden bis zum Alexanderlplatz und der folgenden Stalin-Allee in der Dämmerung komplett finster waren, was eine ziemlich morbide Stimmung erzeugte. An der Oranienburger Straße fuhren wir mit unserem S-Klasse Mercedes versehentlich in einen Bereich, der nur für Angehörige der Nationalen Volksarmee und der Volkspolizei zugänglich waren. Sofort erschien ein als Geländewagen umgebauter Trabant mit zwei Volksploizisten, die uns an der Weiterfahrt hinderten. Am Ende waren sie Gott sei Dank eher an dem Mercedes als an uns interessiert. Nach einer Beschau des Autos haben sie uns freundlich empfohlen, zurückzufahren. Am Ende des Tages waren wir froh, wieder im Westteil der Stadt mit seinen funkelnden Neonlichtern zu sein.

Das alles war am 9.November 1989 alles Geschichte. Eine Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten konnten wir uns zu diesem Zeitpunkt nicht vorstellen, uns hat jedoch die Angst eines Dritten Weltkrieges, insbesondere im Hinblick auf die Rolle eines Michail Gorbatschow verlassen.

Die folgende Zeit war eine der spannendsten meines Lebens. In meiner Ausbildung zum Speditionskaufmann lernten wir sämtliche Autobahnen und Grenzübergänge auswendig. Plötzlich mussten wir feststellen, dass hinter Gudow/Zarrentin, Helmstedt/Marienborn und Wartha/Herleshausen die Welt nicht aufhörte, sondern auf maroden Autobahnen weiterging. Ich hatte die große Chance, mit zwei erfahrenen Kollegen unser Speditionsgeschäft in den nun neuen Bundesländern mit aufzubauen. Wir hatten Glück, dass auf den Telefonleitungen nach zigmaligem Wählen eine Verbindung zustande kam und feierten das erste Faxgerät bei einem Ost-Berliner Partnerbetrieb wie eine olympische Goldmedaille. Es herrschte eine regelrechte Goldgräberstimmung und alles mögliche aus „dem Westen“ wurde in „den Osten“ gekarrt. Leider nicht umgekehrt, was aus logistischen Aspekten einem Super-GAU glich. So ging es auch in den folgenden Jahren mit der Wirtschaft in den neuen Ländern stetig bergab.
Schuld gab man in den allermeisten Fällen der Treuhand, die die Wirtschaft der ehemaligen DDR sanieren, privatisieren und im schlimmsten Fall abwickeln sollte. Auf Grund der maroden Industrie war Letzteres allzu häufig das Mittel der Wahl.
Meinen Job in dem Speditionsbetrieb, in dem ich meine Ausbildung absolvierte, hängte ich 1996 an den Nagel. Geblieben ist jedoch die Erfahrung mit den Menschen in den neuen Ländern. Es sind teilweise freundschaftliche Verbindungen entstanden, wir haben sehr viel voneinander gelernt, auch wenn nicht alles die Zeit überdauert hat.

Wir hatten damals die Hoffnung auf ein wirklich geeintes und friedliches Europa ohne Grenzen vom Atlantik bis weit hinter den Ural.
Dass 35 Jahre später im Weißen Haus in Washington erneut ein psychopathischer Egomane, dem der Rest der Welt am Arsch vorbeigeht, einzieht und dass im Kreml ein Schulhofschläger sitzt, der versucht, Europa in Brand zu setzen konnten wir uns damals überhaupt nicht vorstellen. Es bleibt zu hoffen, dass wir uns, insbesondere im Hinblick auf die Ereignisse und Erfahrungen des November 1989 immer dieses einzigartigen Glückes bewusst werden, egal, was es gekostet hat oder kosten wird. Wir sollten nicht Gefahr laufen, uns dass wieder nehmen zu lassen, egal von wem! Wir müssen nur ein wenig Mut haben und es selbst in die Hand nehmen und nicht mehr im Oktober den Götzen hinterherlaufen und etwas feiern, was es nie gab; sie sind weg und helfen uns nicht mehr.
Sie haben es nie getan …

It’s so bemusing
Will they cancel the parade?
We marched each October
Now they say we were never even saved
We must be very brave

My October Symphony, Pet Shop Boys, 1990




Oldtimersaison 2024

Borgward Isabella

Zeit für einen ersten Jahresrückblick – in zwei Monaten stecken wir immerhin schon mitten im Weihnachtsfest!

Im Januar besuchte ich, wie schon seit Jahren die Interclassics in Maastricht. Dort präsentieren zahllose nationale und internationale Aussteller, Privatpersonen und Händler klassische Automobile und Zubehör. Die Interclassics finden immer im MECC in Maastricht statt und sind von der Größe recht überschaubar, man schafft es, sämtliche Hallen an einem Tag zu begehen.

Die Technoclassica in Essen musste ich in diesem Jahr aus beruflichen Gründen leider auslassen, nachdem die letzten beiden Jahre die Veranstaltung nach der Corona-Pandemie wieder stattgefunden hat.

Im Mai des Jahres begannen wieder die Treffen der Oldtimerfreunde Egelsberg an der Rennbahn in Krefeld. Ich besuche diese Veranstaltungen seit 2018 regelmäßig. Vor der Kulisse der Rennbahn entschädigt das ein wenig, dass die Classic Days seit 2022 nicht mehr an dem stilvollen Schloß Dyck in Jüchen stattfinden. Leider war der Start im Mai verregnet und ab Juli bot besseres Wetter wieder die Gelegenheit, einige bekannte Schätze wieder zu sehen und gleichwohl immer noch etwas “ungesehenes” zu beobachten.

Im Frühsommer des Jahres wurde leider bekannt, dass die Classic Days 2024 komplett abgesagt wurden. Die Stadt Düsseldorf, in der die Oldtimer-Veranstaltung seit 2022 stattfindet, zögerte Genehmigungen immer weiter hinaus, was wohl mit der EM 2024 zusammenhing und forderte immer neue Auflagen und Sicherheitskonzepte, insbesondere im Hinblick auf das Messerattentat von Mannheim. Weiterhin soll sogar mit einer Cannabis-Ordnungswidrigkeiten-Verordnung zu kämpfen gewesen sein. Vielleicht sollte es der Veranstalter in Betracht ziehen, wieder hinaus aufs Land zu ziehen. Dort wird man von der Lokalpolitik vermutlich offener empfangen als in einer Großstadt. Unser Land NRW ist reich adäquaten Lokalitäten wie Schlösser und Burgen.

Ein weiteres Highlight des Jahres ist der Oldtimer Grand-Prix am Nürburgring. Der 51. Oldtimer Grand-Prix lockte auch in diesem Jahr wieder tausende Besucher auf den Ring. Dabei geht es nicht nur um PS, Plätze und Rennzeiten – das Event lädt auch zum Bummeln, zum Staunen und zum Begutachten der historischen Fahrzeuge ein, insbesondere im Fahrerlager und in den Boxen, die an diesen Tagen frei zugänglich sind. Hier findest Du einige Aufnahmen von diesem Ereignis.

Im September dieses Jahres bin ich zum ersten Mal bei “Fly & Drive” am Hugo Junkers-Hanger des Flughafens Mönchengladbach gewesen. Ich muss gestehen, dass ich schon oft davon gehört habe, aber aus irgendwelchen Gründen nie dort war. Neben alten Flugzeugen, insbesondere der berühmten Ju-52 gab es wieder haufenweise klassische Automobile. Auffallend, das bei der kurzen Distanz zu Krefeld hier fast ein komplett anderes Portfolio an Fahrzeugen vertreten war.
Bei aller Freude über so viele ungesehene alte Fahrzeuge überwog die Tatsache, dass ich eine alte Freundin wiedergetroffen habe, die mit ihrem Lebensgefährten den gemeinsamen Porsche ausgeführt haben. Es ist erstaunlich, wie klein die Welt bisweilen ist. Hätte uns vor 30 Jahren jemand gesagt, ihr trefft Euch bei einem Oldtimertreffen am Mönchengladbacher Flughafen, hätten wir beide wohl herzhaft gelacht!

Eine weitere, mir allerdings bis dato unbekannte Veranstaltung fand Anfang Oktober in meiner unmittelbaren Nachbarschaft, dem Campus Fichtenhain in Krefeld statt.
Unter dem Namen Campus Culture trafen sich auch hier eine Vielzahl klassischer Automobile, zur großen Verwunderung auch wieder Fahrzeuge, die bei oben genannten Veranstaltungen in Krefeld und Mönchengladbach ebenfalls nicht zu sehen waren. Einen kleinen Bericht inclusive Fotos von der Campus Culture findest Du hier.

In der unten stehenden Galerie findest Du ein paar meiner Oldtimer-Highlights der vergangenen Saison 2024.


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