Manchmal ist es schön, verloren geglaubtes wiederzufinden.
So auch dieser kleine iPod Mini aus dem Jahr 2003. Als ich im Jahr 2011 umgezogen bin, war dieses kleine Teil auf einmal unauffindbar.
Im letzten Monat habe ich bei meinen alten Sachen etwas Ordnung geschafft und ich staunte nicht schlecht, was ich da auf einmal gefunden habe. Meinen allerersten iPod aus 2003, damals extra für den Skiurlaub angeschafft. Nichts geht verloren!
Nach heutigen Maßstäben ist das Ding ein Anachronismus. Ganze 4 GB Speicher bietet das kleine Gerät auf einer mechanische Festplatte. Heutzutage kommt man nichtmals mit einem 16 GB iPhone aus!
Natürlich wollte ich wissen, ob das Teil noch funktioniert. Es hat mir 4 Jahre lang, bis 2007, treue Dienste erwiesen, danach folgte der iPod Classic mit satten 30 GB Speicherkapazität.
Nun, warum habe ich gezweifelt, es ist ein Apple-Gerät. Natürlich hat es noch funktioniert, lediglich die Batterie war total leergelutscht. Schließlich war er fast neun Jahre nicht im Gebrauch.
Was tut man nun mit einem solchen Museumsstück?
Es gibt viele Einsatzmöglichkeiten. Wir fahren zuweilen gerne in die Mediterrana, eine öffentliche Sauna. Natürlich kann und will ich dort nicht auf Musik in der Ruhephase verzichten. Nutzt man dazu ein iPhone, ist man dort Letzter. Alles , was eine Kamera hat, ist dort natürlich verboten. Da hilft so ein Teil …
OS X “El Capitan”
Category: Apple und Mac
30. Juni 2016
Am 30.September 2015 war es endlich soweit: Apple hat Version 12 des Betriebssystems OS X veröffentlicht; Codename „El Capitan“. Die Vorfreude war groß, wurde es doch von vielen Betatestern als Turbo für ein langsame OS X „Yosemite“ angebpriesen.
Die Neuerungen halten sich in Grenzen, Veränderungen fanden fast ausschließlich unter der Haube statt. Diese jetzt aufzuzählen, spare ich mir, wer die noch nicht kennt, der googlet mal schnell oder klickt im Finder -> Hilfe -> Neues in OS X.
Ende September, also kurz vor dem Erscheinen von „El Capitan“ flogen dann die Hiobsbotschaften in mein Email-Postfach.
Die Software von Native Instruments funktioniert nicht unter Logic und Steinberg’s Cubase wurde erst gar nicht für „El Capitan“ freigegeben. Ebenso äußerte sich der französische Hersteller für Softwareinstrumente, die Firma Arturia.
Da fragt man sich allen Ernstes, was diese Firmen während der fast viermonatigen Testphase getestet haben. Verstehen könnte man es, wenn es sich um Freeware handeln würden, aber das KOMPLETE-Paket von Native Instruments kostet immernhin knapp stolze 1.000 Euro und nicht wenige Leute schwören immer noch auf den Mac als Audio-Workstation. Da kann einem wirklich jeglicher Sinn für Humor abgehen.
Immerhin gibt es im Internet entsprechende Kniffe, wie es dann doch funktioniert. Dazu später mehr.
Schaut man sich im App-Store und im Internet entsprechende Berichte an, kommen noch mehr Hiobsbotschaften. Von abgebrochenen Installationen bis zum völligen Versagen ist hier teilweise die Rede. Das Verasgen äußert sich bei manchen Benutzern darin, dass der Mac mit „El Capitan“ nach einem Neustart nicht wieder hochfährt. Abhilfe schafft hier nur ein Backup aus der Time Machine, was einen wieder bei OS X „Yosemite“ landen läßt. Bravo!
Andererseits gibt es überwiegend positive Reaktionen, vor allem was die Geschwindigkeit und Stabilität des Systems anbelangt.
Den Mutigen gehört die Welt, also drückte ich am Samstag Nachmittag im App Store einfach mal auf aktualisieren.
Der iMac war nun für den Rest des Tages beschäftigt. Der Download des ca. 6 GB großen Installationspaketes zog sich wie Wagner’s „Ring der Nibelungen“. Nach zweieinhalb Stunden war der Rechner dann soweit und verlangte nach einem Neustart, um „El Capitan“ zu installieren. Ich gab grünes Licht und der iMac startete neu.
Der Installationsbildschirm sieht nun etwas ander aus. Der graue Apfel erscheint und darunter weist ein Balken darauf hin, wie lange die Installation noch dauert. Erst einmal tat sich minutenlang überhaupt nichts, was mich schon Böses erahnen ließ. Dann tauchte der Balken auf und meinte, in 30 Minuten wäre „El Capitan“ bereit zum Auslaufen. Aus den 30 Minuten wurden nach einer halben Stunde dann 47 Minuten und nach einer Stunde sind wir erst einmal auf eine Geburtstagsparty gegangen.
Gegen 00:30 Uhr waren wir wieder zu Hause und mein iMac präsentierte den Log-In Screen, auf dem schon „El Capitan“ in seiner ganzen Pracht durchschimmerte. OK, das war schon mal der erste Schritt – die Installation hat also geklappt.
Beim ersten Durchprobieren hat alles funktioniert, lediglich Mail brach bei dem Versuch ab, die Datenbank zu migrieren. Ein erneuter Start des Programms startete einen neuen Versuch, der von Erfolg gekrönt war. Lediglich sämtliche Passwörter für die diversen Postfächer mussten neu eingegeben werden. Wenn das alle ist, ist es ok.
Am Sonntag Morgen kam dann der „Elchtest“. Rechner ausschalten und neu starten und schauen, ob sich o.g. Problem bei meinem iMac auch zeigt. Schließlich ist dieser bereits 4 Jahre alt und sämtliche Betriebssystem-Updates wurden einfach gnadenlos auf die bestehende Installation (OS X „Lion“) „drübergebügelt“. Kein „Clean-Install“, kein gar nix.
Der Start von einen mechanischen Festplatte dauert beim Mac immer seine Zeit, so auch hier. Nach einer kurzen Zigarettenlänge war der iMac jedoch wieder da, wo ich ihn vor ein paar Minuten ausgeschaltet habe.
Wunderbar. Alles ist gut.
Spielt man ein wenig mit dem Rechner herum und ruft ein paar Programme auf gelangt man schnell zu der Überzeugung, dass man hier vor einem neuen Rechner sitzt. Wie gesagt, der iMac ist 4 Jahre alt und mit seinen 2,7 GHz bestimmt nicht der schnellste. Was sich hier jedoch an Performance offenbarte, habe ich bis dato bei noch keinem Update erlebt. Flott, zügig, alles ohne Ruckeln. Vom Allerfeinsten! Respekt, Apple. Es muß nicht immer das letzte Gimmick mit den neuesten Killer-Features sein. Zuweilen hilft es auch, dem System einfach ein wenig Beine zu machen. Die Überlegung, einen neuen Mac zu kaufen, werde ich wohl erst einmal auf Eis legen, solange diese Performance anhält.
Natürlich wollte ich nun wissen, ob sich meine Sammlung von Native Instruments-Synthesizer und Effekten unter „El Capitan“ wieder an den Start bringen läßt.
Im Audio-Programm „Logic Pro X“ werden alle Plug-Ins mit einem sog. Plug-In Manager geprüft. Prompt veragten auch alle Native Instruments-Plug-Ins ihren Dienst. War auch nicht anders zu erwarten.
Es gibt jedoch eine Lösung. Der Überltäter sitzt tief im System und heißt „auvaltool“, zu finden im Verzeichnis „usr/bin“.
Bevor man auf „El Capitan“ aktualisiert, sollte man sich aus dem alten System eine Kopie dieses Progrämmchens sichern. Dazu geht man in den Finder und klickt in der Menüleiste auf „Gehe zu“ und dann auf „Gehe zum Ordner“, Tastenjunkies drücken alternativ Umschlag-CMD-G. Anschließend gibt man in dem Dialogfeld „usr/bin“ (ohne Anführungszeichen) ein und gelangt zu dem gewünschten Ordner. Ich habe mir einfach das „auvaltool“ auf den Desktop gezogen.
Anschließend startet man den Mac im Recovery-Modus. Nach dem Einschalten wird dazu einfach die Tastenkombination CMD+R gedrückt. Der Mac startet nun im Wiederherstellungsmodus. Ist dieser geladen, ruft man über die Menuleiste das Terminal ein und gibt folgenden Befehl ein: csrutil disable
Dieser Befehl schaltet die „System Inegrity Protection“ aus. Danach startet man den Rechner neu.
Anschließend wird das vom alten System kopierte „auvaltool“ in den o.g. Ordern “/usr/bin“ kopiert. Sicherheitshalber sollte man sich das neue „auvaltool“ aus „El Capitan“ auf irgendwo hinkopieren, damit man im Zweifelsfall wieder dran kommt.
Abschließend sollte man die „System Inegrity Protection“ tunlichst wieder einschalten. Dazu startet man wieder im Recovery Modus, ruft das Terminal auf und gibt folgenden Befehl ein: csrutil enable
Nach einem Neustart ruft man dann Logic auf und validiert einfach die zuvor abgelehnten Plug-Ins. Idealerweise funktioniert das auch mit Plug-Ins der Firma Arturia, die, wie oben erwähnt, auch davon abrieten, auf „El Capitan“ zu aktualisieren.
Das ist zwar jetzt alles ein ganzes Stück Windows-Like (Basteln IM Rechner anstatt AM Rechner zu arbeiten, wie Mac-Benutzer es gewohnt sind) – es führt aber letztendlich zum Erfolg. Vielleicht gibt es von Apple beim nächsten Update eine Korrektur des „auvaltool“, damit man sich nicht immer einer solchen Bastelei hingeben muss.
Das bin ich, seit ich den Mac benutze, nämlich überhaupt nicht mehr gewohnt.
Nach diesem Installationsmarathon war nun unser MacBook Pro Retina 13 Zoll an der Reihe, immerhin auch schon 2 Jahre alt. Um auf Nummer Sicher zugehen, lief bereits am Samstag auf dem kleinen Kistchen ein Time Machine Backup.
Der Download auf dem MacBook ging gefühlt doppelt so schnell und die Installation ebenfalls. Auch hier gab es keine Probleme, selbst Mail zeckte nicht herum, fuhr sofort hoch und hatte alle benötigten Email-Konten am Start.
Da das MacBook über eine SSD-Platte verfügt, ist hier der gefühlte Geschwindigkeitszuwachs natürlich nicht so groß wie bei einem Rechner mit mechanischer Festplatte. Das MacBook ist und bleibt einfach pfeilschnell!
Alles in allem ist „El Capitan“, soweit ich es nach ein paar Stunden beurteilen kann, das bisher gelungenste Update auf unseren Macs. Auch wenn man beispielsweise von „Snow Leopard“ auf den Kapitän aktualisiert, wird sich jeder unmeittelbar zurechtfinden und mit dem Mac arbeiten können. Das ist leider, wie ich selbst erfahren musste, bei Windows komplett anders. Wenn man von XP nach Windows 10 aktualisiert, dann trifft einen erst einmal der Schlag und man wird sich vermutlich überhaupt nicht mehr zurechtfinden. Fairerweise muss man aber sagen, dass Windows 10 meinen 5 Jahre alten Rechner ebenso befeuert, wie der Kapitän meinen Mac.
OP-X für den Mac
Category: Musik,Software
30. Juni 2016
Den einzigen Wermutstropfen, den der Wechsel von Windows zum Mac hinterlassen hat war, dass ich meinen OP-X Synthesizer der schweizer Firma Sonicprojects nicht mehr nutzen konnte. Es gab ihn nur für Windosen. Zwar gab es einen Workaround dafür, aber der war kompliziert, wenig benutzerfreundlich und richtig Windows-like.
Was ist überhaupt der „OP-X“?
Das ist ein Plug-In für alle gängigen Audio-Workstations, der den legendären OB-X von Oberheim emuliert. Und das richtig gut! Er trieb mir die Tränen in die Augen. Wer den OB-X nicht kennt, der hört sich einfach mal das Intro von Van Halen’s „Jump“ an.
Da hängt der Hammer.
Auch Barclay James Harvest haben das Gerät auf Ihrem Anfang der 80er Jahre erschienenen Album „Turn Of The Tide“ bis zum Erbrechen eingesetzt.
Das Ding ist nichts für knackige Percussion-Sounds, da die Hüllkurven einfach zu lahm sind, aber bei Flächenklängen und schneidenden Sync-Sounds ist das Ding der Knaller.
Jetzt hatten die Entwickler ein Einsehen und haben dieses wunderschöne Stück Software endlich für Mac OS X herausgebracht. Ich könnte heulen vor Freude. Einfach zum Niederknien …
Zehn Unwahrheiten über den Mac
Category: Apple und Mac
30. Juni 2016
Ein Mac läuft stabiler als ein Windows-System
Die Aussage ist grundsätzlich falsch. Beide Systeme laufen in ihrer Grundkonfiguration nahezu störungsfrei und stabil. Je mehr man an den Systemen “bastelt” desto anfälliger werden sie, wobei hier bei Windows-Systemen die Gefahr größer ist, da man sich jede Menge Programme installieren kann, die das System angeblich entschlacken und beschleunigen. Bei Windows können Registry-Cleaner und Defragmentierungsprogramme helfen, beim Mac sind sie komplett sinnfrei.
Ein Mac ist zu teuer
Freilich muss man für Rechner der Firma Apple tief in die Tasche greifen. Man erhält jedoch ein absolut hochwertiges Produkt, das perfekt verarbeitet ist. Es fängt schon bei der Verpackung an. Keine braunen Pappkartons und Kabelbinder – alles wird formvollendet und perfekt in einer hochwertigen Verpackung geliefert. Weiterhin ist der Wiederverkaufswert eines Mac um ein vielfaches höher als bei PC’s. Mein 4 Jahre alter iMac erzielt bei eBay immer noch um die € 700,-. Dafür bekommt man mindestens einen leistungsfähig gleichwertigen PC.
Ein Mac ist schneller
Das ist mittlerweile kompletter Unsinn. Sowohl Windows- als auch Mac-Rechner verwenden Intel-Prozessoren und sind leistungsmäßig gleich auf, zumindest was die technischen Werte betrifft. Dass ein leistungsmäßig ebenbürtiger Mac sich schneller “anfühlt” liegt meistens an der Auswahl der verbauten Komponenten, die auf das Betriebssystem abgestimmt wurden.
Für den Mac gibt es weniger Programme
Das ist grundsätzlich richtig. Bei Windows-Programmen gibt es unzählige Free- und Sharewareangebote, die einfach schlecht oder Ramsch sind und im Zweifelsfall das System instabil machen. Alle Programme, die man für den Alltag benötigt, gibt es auch für den Mac, allen Voran alles von Adobe. Sogar Microsoft Office gibt es für den Mac, dessen Gebrauch aber eine gehörige Portion Masochismus voraussetzt. Zu träge und langsam sind die Programme, allen voran Excel. Es macht keinen wirklichen Spaß damit zu arbeiten. Apple bietet mit iWorks eine eigenen Office-Suite, die von den Funktionen zwar nicht an das Microsoft-Pendant heranreicht, aber leicht und flüssig zu bedienen ist. Um einen einfachen Brief zu schreiben oder den Verbrauch des Autos zu kalkulieren ist iWorks die eindeutig bessere Wahl.
Ein Mac ist sicherer
Auch für Apple Rechner gibt es Schadsoftware oder Hintertüren, die einem Angreifer die Kontrolle über das System erlauben. Jedoch hinkt hier ein Vergleich mit Windows-Systemen. Dort ist die Schadsoftware eindeutig in der Überzahl, was mit Sicherheit auch an der Verbreitung von Windows liegt. Es ist veritabler, für Windows Schadsoftware zu programmieren als für Apple-Systeme. Android hat übrigens das gleiche Problem.
Ein Mac ist nicht individuell konfigurierbar
Auch das ist eine Halbwahrheit. Im Apple-Store kann man sich einen Mac nach den gewünschten Kriterien zusammenstellen. Allerdings ist dieser Rahmen eng gesetzt. Das hat mit der perfekten Abstimmung von Hard- und Software zu tun. Alle Komponenten inclusive Software unterliegen einem perfekten Zusammenspiel, was der Stabilität des Systems zu Gute kommt. Einen PC hingegen kann man sich nach allen Wünschen zusammenbauen – jede Komponente ist auswählbar, was jedoch meistens zu Lasten der Stabilität geht.
Der Mac ist nicht erweiterbar
Diese Aussage ist nur zum Teil wahr. Bei fast allen Macs kann man wenigstens den Arbeitsspeicher erweitern. Darüber hinaus verfügen alle Macs, ausser dem neuen Mac Book über schnelle Thundebolt-Schnittstellen, an denen man alles nur erdenkliche Equipment anschließen kann. Und mal Hand aufs Herz, wer baut in einem Mercedes einen anderen Motor oder ein anderes Getriebe ein? Vermutlich niemand und wenn, macht es die Fachwerkstatt, in unserem Falle der Apple-Store.
Am Mac muss ich mich umstellen
Natürlich muss man sich ein wenig umstellen, wenn man von windows oder Linux kommt. Die Bedienung des Mac ist allerdings denkbar einfach, viele Dinge sind selbsterklärend und leicht verständlich. Die Oberfläche des Mac OS ist weniger konfigurierbar als beispielsweise Windows. Grundsätzlich schließt man einen Mac an, startet ihn und kann nach wenigen Klicks mit dem Gerät arbeiten. Ein Mac kommt mit keinerlei kostenpflichtigen Zusatzsoftware von Drittanbietern, wie beispielsweise Backup-Programmen, Virenscannern oder irgendwelchen Toolbars für den Browser.
Der Mac ist elitär
Macs werden von eiltären Leuten wie Grafikdesignern benutzt und dienen als Statussymbol. Die Aussage trift auf die Benutzer aber nicht auf das Statussymbol. Alle Macs sind designtechnische Meisterstücke, was grundsätzlich seinen Preis hat. Es werden keine minderwertigen Materialien oder veraltete Komponenten verbaut. Hard- und Software sind perfekt aufeinander abgestimmt, was hohe Funktionalität und Benutzerfreundlichkeit bietet.
Der Mac ist nur für Amateure
Es gibt ausreichend „Profi-Software“ für den Mac, beispielsweise „Final Cut Pro“ für die Videobearbeitung und „Logic Pro X“ für die Musikbearbeitung. Viele Programme, wie iWorks oder Fotos sind für den Gebrauch unter OS X und iOS abgestimmt, diese funktionieren nahtlos auf jedem Apple-Gerät. Die iWorks Programme Pages, Numbers und Keynote sind weniger umfangreich als die Pendants, Word, Excel und Powerpoint von Microsoft, dafür sind sie um Längen einfacher und intuitiver zu bedienen.
Nine Eleven
Category: Allgemein,Geschichte,Politik
30. Juni 2016
You know those lights were bright on broadway that was so many years ago before we all lived here in florida before the mafia took over mexico there are not many who remember they say a handful still survive to tell the world about the way the lights went out and keep the memory alive
Billy Joel, Miami 2017, 1976
Vierzehn Jahre ist es mittlerweile her, dass die schwersten Terroranschläge der Menschheitsgeschichte stattgefunden haben. Die Älteren unter uns werden sich noch daran erinnern, obwohl es mit Sicherheit offzielle Gedenkveranstaltungen zu diesem Tag geben wird, die uns die Ereignisse wieder ins Gedächtnis rufen werden. Bei SPIEGEL-Online ist das nicht mal mehr eine Meldung wert, tat sich das Magazin damals doch durch einen inverstigativen Journalismus der besonderen Sorte hervor – copy & paste der offizilellen Version. Von Guttenberg ist darüber gestolpert …
Ich kann mich noch genau an den 11.September 2001 erinnern. Es war ein heiterer Herbsttag und ich war auf der Arbeit, als eine Kollegin, die im Hintergrund das Radio laufen ließ erzählte, dass die USA von Flugzeugen angegriffen worden sei. In der weiteren Berichterstattung im Radio erfuhren wir, dass zwei Flugzeuge in das World Trade Center in New York geflogen sind. Ich rief sofort einen Freund an, von dem ich vermutete, dass er zu dieser Zeit in New York ist. Nach drei Versuchen erreichte ich ihn endlich und er meldete sich putzmunter aus Madrid. Erleichterung.
An Arbeit war natürlich nicht mehr zu denken, wir machten alle zeitig Feierabend, um uns die Bilder im Fernsehen anzuschauen und mehr Informationen zu erhalten. Dort gab es nur noch Sondersendungen und wir konnten die rauchenden Türme des WTC sehen, aus allen Winkeln. Später konnte man dann quasi „live“ erleben, wie die Türme einstürzten.
Wenig später war im Großen und Ganzen bereits klar, was passiert ist. 19 junge Männer, sämtlich arabischer Herkunft, überwätligten die Piloten mit Teppichmessern und steuerten die Maschinen ins WTC, respektive ins Pentagon. Nur United Airlines Flug 093 fand sein Ziel, vermutlich das Weisse Haus in Washington nicht und stürzte in Shanksville ab, da mutige Passagiere die Entführer überwältigten und so Schlimmeres verhinderten.
Schnell wurde klar, dass Osama Bin Laden und die Al Qaida hinter den Anschlägen stecken, dass die Entführer jahrelang unentdeckt in unter anderem Deutschland und den USA lebten und dort Flugunterricht genommen hatten, was sie dazu befähigt hat, Linienmaschinen mit höchster Präzision in das WTC, bzw. das Pentagon zu steuern. Diese Version wurde von sämtlichen Medien landauf, landab gesendet und beschrieben. Sogar Pässe der Entführer wurden in den Trümmern des WTC gefunden, wenn auch sonst nicht viel übrig blieb. Mohammed Attas Koffer ist aus unerklärlichen Gründen in Portland nicht mit in den Flieger gelangt und man fand gar sein Testament darin.
Natürlich war die Welt ob des brutalen Anschlages ins Mark getroffen. Herr Schröder aus Niedersachsen sicherte Herrn Busch aus Texas gar seine „uneingeschränkte Solidarität“ zu, ohne freilich genau zu wissen, was überhaupt vorgefallen ist. Somit sind die Eckdaten für die offizielle Version gesetzt, an der auch eine durch die Bush-Administration eingesetzte Untersuchungskomission nichts geändert hat. Alles andere galt als unpatriotisch (in den USA), antiamerikanisch (im Rest der Welt) oder terroristenfreundlich (überall). Zementiert wurde das durch George W.Bush’s Satz: „Either you’re with us or with the terrorists“. Da wird’s eng für Fragen jeglicher Art oder abweichende Ansichten.
Trotzdem muss man sich, ungeachtet aller Tatsachen, ein paar Fragen stellen. Im Internet finden sich auch haufenweise bereits Antworten zu fast allen Fragen den 11.September betreffend. Aber um die geht es nicht, es geht einfach darum, ein paar einfache Fragen zu stellen und nicht irgendwelchen Verschwörungstheorien Vorschub zu leisten, die als Hirngespinste abgetan werden. Übrigens handelt es sich bei der offziellen Version ebenfalls um eine Verschwörungstheorie. Die Verschwörer sind hier Bin-Laden und seine 19 Räuber.
Grundsätzliche Fragen
Grundsätzlich handelt es sich bei den Anschlägen um ein Verbechen. Bei jedem Verbrechen muss man sich fragen, was der oder die vermutlichen Täter für ein Motiv für die Tat hatten, ob sie die Mittel hatten, um das Verbrechen zu verüben und ob sie eine Gelegenheit hatten, das Verbrechen durchzuführen. Das Motiv ist diffus, die Herkunft der Mittel ist unklärt und die Gelegenheit, wozu auch die Planung gehört, ist unbekannt und wird zum Teil unter Verschluß gehalten, aus Gründen der „Nationalen Sicherheit”. So ist beispielsweise das gesammte Material der Flugschule in Florida, an der Mohammed Atta Unterricht nahm, vom FBI beschlagnahmt und abtransportiert worden und bis dato unveröffentlicht geblieben. Warum werden für das Verbrechen relevante Beweise unter Verschluß gehalten?
Qui bono – wem nutzt es?
Bei jedem Terroranschlag muß man sich zunächst die Frage stellen, wer einen Nutzen daraus zieht. Larry Silverstein, der Mieter des WTC hat eine erhebliche Versicherungssumme kassiert, doch er zieht keinen Nutzen aus dem Anschlag auf das Pentagon. Osama Bin Laden zieht, bzw. zog ebenfalls keinen Nutzen aus den Anschlägen, da er mittlerweile als Fischfutter im Pazifischen Ozean liegt. Dem Islam als Religion hat es auch nichts genutzt. Allerorten wird zwar propagiert, dass nicht der Islam in der Kritik steht und das die Religion friedlich ist. Im Bewußtsein der Menschen ist es jedoch mit Sicherheit nicht so.
Die Regierung
Bemerkenswert sind einige Situationen. Nachdem die erste Maschine in das World Trade Center geflogen ist, sitzt Präsident George W.Bush seelenruhig in einer Schule in Sarasota, Florida und hört sich Geschichten der Kinder an. Es muss allen Beteiligten klar gewesen sein, dass es sich nicht um einen Unfall handeln kann. Warum wurde der Präsident der USA nicht sofort in Sicherheit gebracht?
Warum irrt die Air Force One mit dem Präsidenten an Bord und ohne militärischen Geleitschutz durch die halben Vereinigten Staaten obwohl der gesammte Luftraum der USA aus Sicherheitsgrüngen für den Flugverkehr gesperrt war, bevor der Präsident am späten Nachmittag in Washington eintrifft? Warum musste die Maschine in Offutt, Nevada landen? Warum musste George Bush dort mit seinem Vize Dick Cheney eine Videokonferenz führen? Warum traf sich die Witschaftselite der USA um den Investor Warren Buffet an diesem Tag ebenfalls auf dem Luftwaffenstützpunkt Offutt?
Ebenso Verteidigungsminister Donald Rumsfeld. Nach dem Anschlag auf das Pentagon zeigen Fernsehbilder, wie er sich nach dem Einschlag ins Pentagon rührend um die Opfer kümmert. Muss er das persönlich als oberster Dienstherr der amerikanischen Streitkräfte selbst machen oder liegen seine Aufgaben zu diesem Zeitpunkt nicht ganz woanders?
Warum hat kein einziger Abfangjäger je die Unglücksmaschinen erreicht, obwohl das Procedere bei einer Flugzeugentführung oder nur einer Vermutung dessen klipp & klar geregelt ist? Warum sitzt der Generalstabschef der US-Streitkräfte zum Zeitpunkt der Anschläge bei einem Senator und wird angeblich erst durch das Fernsehen in dessen Vorzimmer über die Ereignisse unterrichtet?
Das World Trade Center
Die am meisten gestellte Frage lautet, warum beide Türme des World Trade Centers eingestürzt sind? Fakt ist, dass beide zwischen dem 78. und 84. Stock getroffen wurden und senkrecht in sich zusammengefallen sind. Feuerwehrleute vor Ort berichteten, dass sie den Brand unter Kontrolle haben und doch sind die Türme laut offzieller Aussage durch die große Hitzeeinwirkung zusammengefallen. Warum sind die Trümmer unverzüglich nach dem Einsturz vernichtet worden, ohne dass Untersuchungen stattgefunden haben. Warum ist WTC 7 auf die gleiche Weise eingestürzt wie die Türme, ohne dass sie augenscheinlich äußerlich beschädigt wurden (ausser durch angeblich herabfallende Trümmerteile der Zwillingstürme)?
Pentagon
Die größte Frage bei dem Anschlag auf das Pentagon ist, warum das Loch, dass durch das hinenrasende Flugzeug enstanden ist, so klein ist und eher dem gleicht, wie es eine einschlagende Rakete erzeugen würden. Waum ist der Rasen vor der Einsturzstelle augenscheinlich unbeschädigt? Warum wurde diese Stelle für den Anschlag ausgewählt, wo sich doch die Büros vom damaligen Verteidigungsminister Donald Rumsfeld und seines Stellvertreters Paul Wolfowitz am anderen Ende des Pentagons befanden? Warum sind von einer Überwachungskamera, die den Einschlag filmte, nur Standbilder veröffentlicht worden? Warum wurden die Kameraaufzeichnungen einer benachbarten Tankstelle und eines benachbarten Hotels unmittelbar nach der Tat vom FBI konfisziert und sind bis heute nicht veröffenlicht worden?
Shanksville
In Shanksville soll United Airlines Flug 93 abgestürzt sein. Warum werden keine Wrackteile gezeigt? Warum wird ein Krater gezeigt, in dem das Flugzeug abgestürzt sein soll? Warum berichten Zeugen von einem Flugzeug, was unmittelbar nach dem Unglück über der Absturzstelle flog? Warum behauptet der örtliche Leichenbeschauer, weder einen Tropfen Blut noch Leichenteile gefunden zu haben?
Cleveland
Was hat Cleveland mit den Anschlägen zu tun? Am 11.9.2001 gegen 10 Uhr wurde der Hopkins Flughafen in Cleveland auf Grund einer Bombendrohung evakuiert. Alle Passagiere mussten den Flughafen zu Fuß, weder mit Bus oder Auto, verlassen. Um 10.10 Uhr landete Delta Airlines Flug 1989 auf dem Flughafen. Es dauert bis 12.30 Uhr, bis die Passagiere evakuiert wurden. Um 10.45 Uhr landete eine weitere Maschine in Cleveland, bei der es sich laut Aussage von United Airlines angeblich um Flug UA 93 handelte, die in Shanksville abstürzte. Innerhalb von einer halben Stunde sollen aus der Maschine angeblich 200 Passagiere evakuiert worden sein. Wie kommen solche Aussagen zustande?
Die Attentäter
Offiziell handelt es sich um Menschen arabischer Herkunft, die in den USA lebten und in Florida Flugunterricht auf Privatmaschinen genommen haben, teilweise mit bemerkenswert mäßigem Erfolg. Daraufhin stellt sich die Frage, wie diese Piloten Verkehrsmaschinen mit derartiger Präzision in ihre Ziele steuern konnten?
Das einzige Foto, das als Beweis dafür dient, dass Mohammed Atta an Bord von American Airlines 11, die in das WTC flog, war, ist ein Foto aus dem Flughafen Portland, wo er eine Zubringermaschine nach Boston nahm. Warum gibt es keine Bilder vom Flughafen Boston? Warum gelang sein Gepäck nicht in die Maschine? In diesem Gepäck wurden mehrere arabische Schriftstücke gefunden, unter anderem sein Testament. Warum macht ein Flugzeugentführer ein Testament? Warum packt er das in ein Gepäckstück, das normalerweise im Flieger gewesen wäre und somit nie aufgetaucht wäre? Die Identiät der Entführer soll nach einem DNA-Abgleich stattgefunden haben, und zwar nach dem Ausschlußverfahren. Jeder, dessen DNA nicht einem Passagier zuzuordnen war, war demnach ein Entführer. Warum sagt Robert Mueller, damaliger FBI-Chef, dass die Identität der Entführer nie zweifelsfrei geklärt wurde? Warum wurde Osama Bin-Laden auf der offziellen Seite des FBI niemals, auch nach seinem Tod, der Ereignisse des 11.September beschuldigt?
Nach den Attentaten bekannte sich zunächst niemand zu den Anschlägen. Was machen diese dann für einen Sinn?
Untersuchungskommission
Warum wurde bei einem der größten Verbrechen der Menschheitsgeschichte eine unabhängige Untersuchungskommission erst auf Drängen der Opfernagehörigen durchgesetzt? Warum nahm diese erst im Dezember 2002 ihre Arbeit auf? Warum hatte diese Kommission nur die Hälfte des Budgets als die Lewinsky-Kommission, die das Verhältnis des ehemaligen US-Präsidenten Bill Clinton zu seiner Praktikantin Monica Lewinsky aufklären sollte. Laut des Ergebnisses der Untersuchungskommission ist die fehlerhafte Zusammenarbeit der Geheimdienste ursächlich für das Zustandekommen der Ereignisse. Warum wurde daraus keine einzige personelle Konsequenz gezogen?
Historisches
In der jüngeren Geschichte gibt es immer wieder Zweifel an den offiziellen Ausführungen der US-Regierung zu bestimmtern Ereignissen. Hier einige Beispiele:
Perl Harbour: Die Bomarbdierung des Militärstützpunktes Pearl Harbour am 7.Dezember 1941 soll der US-Regierung im Vorfeld bekannt gewesen sein. Wäre das der Fall gewesen, warum wurde dagegen nichts unternommen? Die Folge war ein Kriegseintritt der USA in den 2.Weltkrieg und ein Stimmungswandel zu Gunsten dessen in der amerikanischen Bevölkerung.
Der Tonkin-Zwischenfall: Am 2. und 4.August 1964 wurden im Golf von Tonkin vor der nordvietnamesichen Küste zwei US-Kriegsschiffe angeblich von nordvietnamesischen Schnellbooten ohne Grund angegegriffen worden sein. Die Memoiren von Robert McNamara zeigen, dass es sich um eine falsche Darstellung handelte. Folge: Kriegseintritt der USA in den Vietnamkrieg
Das Kennedy Attentat: Es ist bis heute nicht zweifelsfrei erwiesen, dass Lee Harvey Oswald der alleinige Täter bei dem Attentat auf John F.Kennedy war. Die Warren-Kommission, die zur Aufklärung des Mordes eingesetzt wurde, ließ jedoch keinen anderen Schluß zu. Eine Folge war das verstärkte Engagement seines Nachfolgers Lyndon B.Johnson in Vietnam und als Folge dessen der Rückzug der US-Streitkräfte im Jahr 1975.
Operation Northwoods: Unter anderem wurde in diesem Dokument aus dem Jahr 1962 beschrieben, wie ein ferngesteuertes Flugzeug ohne Insassen über Kuba gelenkt werden sollte, damit es von der kubanischen Luftverteidigung abgeschossen werden sollte, was den USA den Grund geliefert hätte, Kuba anzugreifen. Kennedy lehnte diesen Plan rundweg ab und enthob Generalstbschef Lyman L.Lemmnitzer seines Amtes. Die Folge wäre ein Krieg gegen Kuba gewesen.
Projekt für das neue amerikanische Jahrhundert: Dieses Projekt war einen neokonservative Denkfabrik in Washington, die zwischen 1997 und 2006 existierte. Es riet dazu, die Überlegenheit der USA nach dem Kollaps des Ostblocks für deren weltweite Hegemonie zu nutzen. Unter anderem hieß es dort: “Die dazu nötige langwierige innen- und außenpolitische Umwälzung sei nur „im Fall eines katastrophalen und beschleunigenden Ereignisses – wie etwa eines neuen Pearl Harbor“ – zu verkürzen.“ Mitglieder dieses Projektes waren unter anderem Vizepräsident Dick Cheney, Verteidigungsminister Donald Rumsfeld, so wie dessen Stellvertreter Paul Wolfowitz. Bevor George W.Bush am 11.9.2001 zu Bett ging, schrieb er folgendes in sein Tagebuch: “The Pearl Harbor of the 21st century took place today. … We think it’s Osama bin Laden“. Das Pearl Harbour des 21. Jahrhunderts hat stattgefunden …
All diese Fragen lassen tausende Antworten zu, viele davon finden sich im Internet, keine läßt sich jedoch zweifelsfrei beweisen, selbst die offizielle Version der 9/11-Untersuchungskommission nicht. Vielleicht lassen sich die Anschläge nie aufklären, vielleicht klärt sich einiges, wenn irgendwann einmal die Archive geöffnet werden.
Bis dahin sollte man jedoch immer eines tun: Niemals aufhören, Fragen zu stellen und Antworten darauf zu fordern!
Kommunalwahl 2015
Category: Allgemein,Politik
30. Juni 2016
Die nächste turnusmäßige Wahl für Bürgermeister und Landräte, die nicht bereits in 2014 gewählt wurden, findet am 13.09.2015 statt. Dementsprechend zugepflastert sind unsere Strassen mit Wahlplakaten.
Doch was sind das für eigentümliche Drucke, die uns da ins Auge springen, oder zumindest den Anspruch haben? Ich schaue sie mir gar nicht mehr bewußt an, ich sehe sie in aller Regels morgens auf dem Weg zur Arbeit und abends auf dem Nachhauseweg. Neulich habe ich mich befleissigt, dennoch etwas genauer hinzuschauen, als ich an einer Ampel stand. Bedauerlicherweise reichte die Rotphase an der Ampel nicht aus, um die Partei zu identifizieren, von der das Wahlplakat stammt. So weit sind wir mittlerweile in diesem, unserem Lande. Insbesondere die beiden „großen“ Parteien, der Club Der Unternehmer und die Spezialdemokraten schenken sich hier rein gar nichts. Man gelangt zu der Annahme, dass beide Vereine die selbe Werbeagentur angeheuert haben, womöglich um Kosten zu sparen.
Was sehen wir auf diesen Wahlplakaten? Rüstige Best-Age-Rentner, jung-dynamische Hochschulabsolventen, die noch aufs Schaukelpferd in der Kinderecke gehen und leicht adipöse Hausmütter, deren Kinder augenscheinlich gerade ausgezogen sind und die sich neu erfinden wollen.
Allesamt austauschbar wie ein weißes, feingeripptes Schiesser-Unterhemd.
Wahlprogramm? Fehlanzeige!
Politische Ausrichtung? Mainstream!
Ich erinnere mich noch an die Wahlplakate der siebziger und achtziger Jahre. Da war noch richtig was los und man wusste sofort, wo man dran war. „Willy wählen“ – für alle, die genug hatten vom „Muff von 1000 Jahren unter den Talaren“. „Den Aufschwung wählen“ – für alle, die glaubten, es geht immer weiter aufwärts. Sogar Franz-Josef Strauss, der sich 1945 selbst aus der Wehrmacht entließ, sollte „Kanzler für Frieden und Freiheit“ werden. Das entbehrte nicht einer gewissen Ironie. Die Jungs haben damals jedoch noch so etwas wie „Kante“ gezeigt.
Davon ist heute leider gar nichts mehr zu spüren. Bloß keinem vor den Kopf hauen und immer die „Mitte“ im Auge behalten. Doch die Mitte, wie es sie damals gab, gibt es schon lange nicht mehr. Es gibt genug Leute, die nicht wissen, wie sie über den Monat kommen, oder was sie ihren Kinden zum Geburtstag schenken sollen. Und es gibt Menschen, die haben so viel Kohle, denen ist es vollkommen egal, wer regiert. Denn an Kohle geht keine der etablierten Parteien, rechts wie links. Dazwischen wird die Luft immer dünner.
Ich wähle zwar seit fast 30 Jahren immer die selbe Partei, doch momentan kommen mir berechtigte Zweifel. Für was steht ein „Spezialdemokrat“? Für was steht ein „Schwatter“? Die Wahlplakate verraten es nicht. Wer verrät es mir? Oder muss ich das selbst herausfinden …?
Dabei gibt es so viele Themen:
Wie sieht es mit dem Datenschutz aus?
Was wird aus dem Umweltschutz?
Wie gehen wir mit den Asylbewerbern um?
Wie steht es um unsere Arbeitsplätze?
Was ist mit dem Euro?
Was darf unsere Bundeswehr?
Gibt es noch eine „Ostpolitik“ wie unter Genscher?
Davon erzählen uns die Strahlenmänner & Frauen auf den Wahlplakaten leider nichts mehr. Es steht zu vermuten, dass sie selbst keine Antworten mehr haben …
Fotos für OS X
Category: Apple und Mac,Software
30. Juni 2016
Mitte April erschien die dritte Version von Apples Mac-Betriebssystem Yosemite, Yosemite 10.10.3. Kernpunkt des Updates ist die neue Foto-Software „Fotos für OS X“. Diese ist der Nachfolger von iPhoto, die Profisoftware Aperture wurde mit dem Erscheinen von „Fotos für OS X“ beerdigt und ist nicht mehr im App-Store erhältlich.
Aperture war einmal ein hervorragender RAW-Konvertierer, aber leider wurde das Programm von Apple über die Jahre nicht mehr sonderlich gepflegt. Enorm waren auch die Katalog-Funktionen, weswegen das Programm eigentlich noch auf meinem Mac war. Zur Bearbeitung der RAW-Dateien von meiner Kamera verwende ich schon seit geraumer Zeit DxO Optics Pro – meiner Meinung nach holt dieses Teil das Beste aus meinen Bildern heraus. Leider gibt es dort keinerlei Verwaltungsfunktionen, aber dafür gab es ja Aperture. iPhoto habe ich zuweilen nur benutzt um Kalender oder Fotobücher zu erstellen. Die Ergebnisse sind qualitativ das Beste, was ich bis dato in den Händen hielt.
Nun schickt sich Fotos für OS X an, diese Aufgaben zu übernehmen. Kann es das? Die weitere Frage ist, will es das?
Beide Fragen kann man getrost mit Nein beantworten. Es ist kein waschechter RAW-Konverter und die Verwaltungsfunktionen hinken Aperture auch hinterher. Es gibt beispielsweise keine Sterne-Wertung mehr, man kann Bilder nur als Favorit markieren. Gut gelöst ist die Verschlagwortung. Einfach die gewünschten Bilder markieren, CMD+I drücken und im Infofenster die gewünschten Schlagworte angeben. Anstatt einer Sterne-Wertung kann man beispielsweise Zahlen von 1-5 als Schlagworte verwenden. Daraus kann man sich bei Bedarf ein „intelligentes Album“ erstellen, das nur Bilder mit dem oder den gewünschten Schlagworten enthält.
Ebenfalls entfallen ist die Möglichkeit, den Fotos Ortsinformationen hinzuzufügen. Diese werden, soweit vorhanden, lediglich angezeigt. Zur Ortsverwaltung gibt es jedoch haufenweise Programme im Netz, teilweise kostenlos. Ich benutze geotag, ein kleines Java-Progrämmchen, das sehr umfangreich und komfortabel ist, sowie den Exif-Editor. Damit bleiben eigentlich keine Wünsche offen, der Profi hat hier sowieso diverse Tools. Fotos vom iPhone haben sowieso schon Ortsangaben.
Natürlich kann man auch RAW-Fotos berabeiten, jedoch nicht so umfangreich wie in Aperture. Von Aperture übernommen sind die Bildbearbeitungs-Funktionen, die bei fertigen jpg.-Bildern eine hervorragende Arbeit leisten und weit über den Möglichkeiten und der Qualität von iPhoto liegen.
Fakt ist, dass das iPhone eine der weltweit beliebtesten Kameras ist. Im Zusammenspiel zwischen diesem und Fotos für OS X ergeben sich hier ganz neue Möglichkeiten. Wenn man es möchte, wird nämlich mit Fotos für OS X die gesammte Foto-Bibliothek über die iCloud synchronisiert. Fotos, die mit dem iPhone gemacht werden, finden sich ein paar Augenblicke später auf dem Mac. Umgekehrt natürlich auch. Will heißen, ich kann meine gesammte Foto-Bibliothek über all dort, wo ich mit dem iPhone Empfang habe anschauen. Mit dem iPad natürlich auch, ebenso wie mit dem MacBook. Mit den 5GB Gratis-Cloud-Speicher kommt man natürlich nicht weit. Wir haben ca. 11.000 Fotos in unserer Bibliothek, dazu buchte ich 200GB iCloud-Speicher für €3,99/Monat hinzu. Das ist zukunftssicher, da hier gerade einmal ein Viertel der vorhandenen Kapazität verbraucht wird.
Die aus iPhoto bekannten Ereignisse gibt es auch nicht mehr, die Fotos werden jetzt in Momenten/Sammlungen/Jahre einsortiert. Das schafft mehr Übersicht als die ganze Ereigniss-Verwaltung und ist mit dem Pendant in iOS identisch.
Wichtigster Vorteil von Fotos für OS X ist also, dass die Verwaltung und Bearbeitung auf allen Apple-Geräten gleich ist – gleich einfach. Bearbeitet man auf einem Gerät ein Foto, sind die Änderungen augenblicklich auf allen anderen Geräten synchron.
Es macht Spaß, mit Fotos für OS X zu arbeiten, nach kurzer Zeit vermisst man nichts mehr. Der größte Vorteil: Das Programm ist auch auf meinem 4 Jahre alten Mac pfeilschnell, da es von Grund auf neu programmiert wurde. Selbst mit unserem Datenbestand von über 11.000 Fotos „spielt“ das Programm. Hervorragand!
eBooks
Category: Allgemein,Software
30. Juni 2016
Eigentlich ist eBooks lesen doch eine ganz einfache Sache, insbesondere für Apple-Benutzer. Hier geht’s recht simpel zur Sache: eBooks im iBook-Store kaufen, runterladen und auf das iPad oder iPhone kopieren. Fertig ist die Laube.
Allerdings gibt es auch Zeitgenossen, die nicht über oben genannte Geräte verfügen. Das wird jetzt kein Feldzug gegen Windows oder Android, sondern gegen die Anbieter solcher eBooks und Lesegeräte. Deren gibt es freilich viele, heute hatte ich das Vergnügen mit einem Kollegen, der Bücher bei Weltbild käuflich erworben hat. Auf dessen Computer befindet sich das Programm „Calibre“ für eBook Verwaltung.
Nach dem Kauf befanden sich drei Dateien auf dem (Windows)-Rechner, die das System mit dem Adobe Reader öffnen wollte. Dieser verweigerte jedoch seinen Dienst, da er die Dateien nicht lesen konnte. Es handelte sich um Dateien mit der Endung .acsm. Mir als Apple-Benutzer völlig unbekannt.
Also bemühten wir uns zu Weltbild, um Antworten zu finden. Besagte .ascm-Dateien sind im Grunde nur Container, die später veruschen, den Inhalt vom Weltbild-Server zu laden. Nun gut, so einfach ist das nicht, da es sich um kopiergeschützte Dateien handelt. Um diese auf dem Rechner zu verwalten, benötigt man ein Programm von Adobe (Adobe Digital Editions) mit dem Charme eines Windows-95-Designs . Mit diesem erstellt man eine Adobe-ID und diese wird mit dem Rechner verbunden. Dann lädt man besagte .ascm-Dateien in das Programm und nun startet der eigentliche Ladevorgang der Bücher.
Anschließend kopiert man die Bücher mit Hilfe dieser Software auf den eBook-Reader. In unserem Fall handelt es sich um ein Gerät von Sony, welches praktischerweise von dem Adobe-Programm erst gar nicht erkannt wurde.
Da stellt sich der geneigte Leser die Frage, was dieser ganze Blödsinn soll? Um einen Schritt zu gehen (ein eBook zu lesen), überspringt man einen fast unüberschaubaren Parcour aus Hindernissen um dann festzustellen, dass am Ende nichts so funktioniert wie es soll. Passiert das ganze dann auch noch Leuten, wie wenig bis gar nicht Computer-affin sind, vergeht einem schnell die Lust an diesem tollen Medium.
Meinem Kollegen, dem das passiert ist, der wird so ziemlich alles tun, doch gewiss nicht auch nur einen Cent bei Weltbild oder sonst wo für ein eBook ausgeben. Augenscheinlich scheint es mit einem Sony-Reader nicht zu funktionieren, was aber nirgendwo explizit erwähnt wird und was sich erst nach einigem Suchen im Internet bewahrheitet.
Es scheint, als ob man für so eine simple Aktion ein mehrsemestriges IT-Studium braucht. Das kann es in der heutigen Zeit nicht mehr sein. Die Benutzer werden schlicht und ergreifend vergrault, anstatt die neuen Medien zu benutzen. In der Zeit, die man verbringen muss um Rechner und Peripherie zu konfigurieren, hat man beispielsweise auf dem iPad schon die Hälfte von „Krieg und Frieden“ gelesen!
Und jeder der meint, dass Apple-Benutzer auf einem hohen Ross sitzen, die Kombination iTunes-iPad-iPhone funktioniert auch mit Windosen ganz vorzüglich. iTunes ist laut Steve Jobs sowieso das beste Programm, das je für Windows geschrieben wurde …
Und auf dem Mac ist es sooo einfach …
Die Spur der Bombe
Category: Allgemein,Geschichte,Politik
30. Juni 2016
Allerorten wurde im November dem 25-jährigen Fall der Mauer gedacht. Das ist auch gut so, denn es ist ein beispielloser Akt in der jüngeren Geschichte, auf den hier jedoch nicht näher eingegangen werden soll.
Ebenfalls von 25 Jahren, am 30.November 1989 ereignete sich einer der schlimmsten und brutalsten Mordanschläge der deutschen Geschichte. An diesem Tag wurde der Vorstandssprecher der Deutschen Bank, Alfred Herrhausen auf dem Weg zur Arbeit in Bad Homburg durch eine Bombe getötet. Schnell war klar, dass die 3.Generation der RAF angeblich dahintersteckt, schließlich wurde ein angeblich eindeutiges Bekennerschreiben am Tatort gefunden, dass nicht den leisesten Zweifel aufkommen lässt. Um so erstaunlicher ist es, dass immerhin 25 Jahre nach dem Attentat noch kein Mensch gefasst wurde, dem die Tat nachgewiesen werden konnte, geschweige, dass irgend jemand deswegen rechtskräftig verurteilt wurde.
Erstaunlicherweise tappen die Ermittlungsbehörden im Mordfall Detlev Carsten Rohwedder hier ähnlich im Dunklen.
Zeit also, ein wenig darüber nachzudenken.
Am 01.12.2014 lief in der ARD ein Bericht namens “Die Spur der Bombe”, die neue Erkenntnisse im Mordfall Herrhausen präsentieren sollte. Ich war gespannt. Immerhin beschäftigt das 25 Jahre später immer noch irgend jemanden.
Wir konnten erfahren, dass die Bombe zu 90%-tiger Sicherheit im Libanon von PFLP-Kämpfern gebaut worden sein muss. Diese Volksfront zur Befreiung Palästinas hatte angeblich ein weites Netzwerk mit europäischen uns japanischen Terrororganisationen geknüpft. Ein im Ruhestand befindlicher CIA-Mitarbeiter war damals im Libanon und angeblich mitten im Geschehen. “Die CIA beschäftigte sich VOR dem Attentat auf Herrhausen bereits intensiv forschend mit solchen Bomben”, sagte er – diesen Satz muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen!
Warum tat dieser Verein das? Was war das Ziel dieser “Forschung”? Auf diesen “Nebensatz” gab es natürlich keine Antworten.
Bei jedem Terroranschlag muss man sich die Frage stellen: “Qui bono” – Wem nützt das?
Was nützt es der PFLP, bzw. der RAF, einen Menschen wie Alfred Herrhausen zu ermorden? Welches Motiv haben sie?
Dazu muss man sich mit der Person Herrhausen auseinandersetzen. Was tat er als Vorstandssprecher der Deutschen Bank, dass es rechtfertigt, ihn dafür zu beseitigen.
Im Jahr 1987 machte Herrhausen auf einer Tagung der Weltbank den Vorschlag, den Entwicklungsländern teilweise ihre Schulden zu erlassen. Diese Forderung erneuerte er auf der Bilderberg-Konferenz im folgenden Jahr. Nach seiner Diagnose handelte es sich bei der dauernden Zahlungsunfähigkeit der Entwicklungsländer um ein andauerndes Solvenzproblem, dass nicht dadurch gelöst werden könne, dass der Schuldenberg immer weiter anwächst. Ein teilweiser Verzicht auf die Schulden sei nicht nur aus moralischen Gründen geboten, sondern auch im langfristigen Interesse der Gläubiger.
Zu erwähnen ist hier, dass die Kredite, die die Deutsche Bank damals vergab, zu ca. 75% durch Eigenkapital gedeckt waren. bei amerikanischen, britischen und japanischen Banken beispielsweise waren es nur ca. 50%! Entsprechend groß war die internationale Empörung. Der Nachfolger Herrhausens, Hilmar Köpper, tat dessen Idee als “intellektuelle Bemerkung” ab, die sich mangels Fürsprecher nach Herrhausen Tod erledigt hat.
Weiterhin wird der Umbau der Deutschen Bank unter Herrhausen retrospektiv als visionär bezeichnet. Dazu gehört beispielsweise der Ausbau des Investmentbereiches mit dem Erwerb der britischen Bank Morgan Grenfell. Diese Visionen wurden von Hilmar Kopper als Nachfolger jedoch nicht weiter verfolgt.
Zudem war Alfred Herrhausen ein wichtiger Berater Helmut Kohls. Kurz vor seinem Tod sagte Herrhausen, dass Deutschland in nur einem Jahrzehnt in die fortschrittlichste Indutsrienation Europas verwandelt werden sollte. Eine alarmierende Aussage, könne sich in Deutschland eine alternative Wirtschaftspolitk der USA entwickeln. In der Folge kamen der Maastricher Vertrag, Stabilitätspakt, der Euro als Gemeinschaftswährung und der wirtschaftliche Kahlschlag der neuen Bundesländer. Hätte sich Herrhausen Vision durchgesetzt, wäre Deutschland zu einer Wirtschaftsmacht aufgestiegen, die vermutlich das Weltgefüge durcheinander gebracht hätte.
Wieder stellt sich also die Frage, wem der Tod von Alfred Herrhausen genutzt hat. Mitnichten war Alfred Herrhausen ein Linker, doch der Schuldenerlass für Entwicklungsländer steht ebenso mit Sicherheit nicht im Gegensatz zu Zielen der PFLP und der vermeintlich 3.Generation der RAF.
Fest steht, dass die Verantwortung der RAF für diese Tat bis heute nicht geklärt, bzw. nachgewiesen ist. Zwar wurde mit Siegfried Nonne kurz nach der Tat ein Kronzeuge präsentiert, der die RAF mit der Tat in Zusammenhang brachte. Er widerrief jedoch eine Aussage und widerrief dann wieder den Widerruf, so dass hier von einem glaubwürdigen Zeugen kaum die Rede sein kann.
Ein Attentat wie das auf Alfred Herrhausen benötigt profunde Kenntnisse im Waffenbau und eine erhebliche Logistik bis hin zum Test einer solchen Waffe. Die Frage ist, ob eine im Untergrund operierende RAF dazu in der Lage gewesen ist.
Alfred Herrhausen war ein der am meisten gefährdeten Personen in Deutschland, den Personenschutz übernahm die Sicherheitsabteilung der Deutschen Bank und Einheiten des mobilen Einsatzkommandos des LKA in Hessen waren für die Observierung der Wohngegend Herrhausens zuständig. Trotzdem gelang es den Tätern, am Seedamweg in Bad Homburg die Strasse aufzugraben, ein Kabel für die Bombe zu verlegen und anschließend die Asphaltdecke wieder zu schließen. Am Tag des Attentates brachten die Täter noch eine Lichtschranke an und positionierten ein Fahrrad mit der Bombe am Tatort, das von keiner Polizeistreife bemerkt worden sein soll. Das ganze Attentat funktioniert nur, wenn es in der Kolonne kein vorausfahrendes Fahrzeug gibt. Eine Woche vor dem Attentat ist dieses Fahrzeug jedoch nach Aussage des früheren Präsidenten des Verfassungsschutzes, Dr. Richard Meier abgezogen worden. Selbst der damalige Innenminister Wolfgang Schäuble stellte fest, dass das am Tatort gefundenen Bekennerschreiben der RAF von der Substanz her im krassen Gegensatz zur technischen Perfektion des Anschlages stand. Nichtsdestotrotz halten die Ermittlungsbehörden bis heute an einer Täterschaft der RAF fest.
Solange nur in diese eine Richtung ermittelt wird, werden sich die wahren Täter wohl niemals feststellen lassen.
Die Spur der Bombe bleibt also kalt ..
OS X Yosemite
Category: Apple und Mac
30. Juni 2016
Die Yosemite Falls gehören zu den höchsten und bekanntesten Wasserfällen der Welt. Sie befinde sich im Yosemite-Nationalpark in der Sierra Nevada in den USA.
Soviel zur Allgemeinbildung.
Yosemite heißt auch das neue Betriebssystem für den Mac. Seit Donnerstag nacht ist es über den Mac App-Store kostenfrei zu beziehen.
Willy Brandt hat beim Mauerfall 1989 gesagt, dass jetzt zusammenwächst, was zusammen gehört.
Nicht anders sieht es hier aus, bei OS X 10.10, Codename Yosemite. Die enge Verzahnung zum mobilen Betriebssystem iOS 8 ist unübersehbar.
Als bekennender Apple-Stalinist sind unsere mobilen Geräte selbstverständlich schon auf dem neuesten Stand.
Zeit also, die Macs aufzufrischen.
Wie bei Apple gewohnt, geht diese Prozedur äußerst entspannt vonstatten. So entspannt, dass ich mir für den ganzen Fackelzug unseren Wellness-Freitag mit Sauna und Massage ausgesucht habe.
Einfach gesagt, zwischen 2 Saunagängen und der anschließenden Massage wurden MacBook Pro und iMac mit dem neuen Betriebssystem gefüttert. Beim MacBook Pro geht das erfahrungsgemäß um Welten schneller als bei unserem iMac, da das kleine Notebook eine SSD-Festplatte hat, also nix Mechanisches.
Der große iMac ist hat da eher die Mentalität eines großen Strassenkreuzers und hat die Sache etwas gemütlicher angehen lassen.
Doch auch er war nach einer knappen Stunde (inclusive 5,6 GB Download!) wieder am Start, in schöner, neuer Pracht.
Das erste auffallende Merkmal nach dem Start ist das flachere Design. keine Knöpfe mehr, an “denen man lutschen möchte”, wie Steve Jobs es bei der Einführung der Aqua-Oberfläche einmal formuliert hat. Auch die neue Schrift in den Menus wirkt sehr simpel, dennoch edel.
Die Frage, die sich nach einem Betriebssystem-Update stellt ist, ob alles wie gewohnt funktioniert. Die Frage ist mal wieder mit einem ganz klaren “ja” zu beantworten! Alles läuft, keine Geschwindigkeitseinbußen, keine Inkompatibilitäten, keine Treiber-Probleme.
Einzig den iMac habe ich noch einmal neu gestartet, was prinzipiell ungewöhnlich ist. Doch danach lief er wirklich rund, immerhin hat er schon 3 Jahre und 3 Betriebssystem-Updates hinter sich.
Zeit, die Neuerungen auszuprobieren. iCloud hat jetzt eine richtige Ordnerstruktur analog Dropbox und läuft perfekt. Continuity und Hands-Off heissen die neuen Zauberwörter.
Will heissen, ich schreibe an einem Text auf meinem iPad und ich habe keinen Bock mehr und will am Mac weiterarbeiten. Kein Problem. Mein “Pages” wartet schon im Dock auf mich. Anrufen vom MacBook aus, wenn ich auf der Terasse sitze – kein Problem, solange das iPhone in Reichweite ist. Einfach aus dem Adressbuch die Nummer wählen, dass Höhrer-Symbol anknipsen und los geht’s.
So stellt man sich ein Betriebssystem-Update vor. Ohne Probleme, ohne Schmerzen.
Dass es auch anders geht, hat sich am selben Tag auf der Arbeit gezeigt. Hier haben wir es mit Windows 7 zu tun. Ich musste mein Dell-Notebook dringend mit Sicherheits-Updates versorgen. Das funktioniert in einer großen Firma mit einem Net-Installer. In der Zeit, in der dieser die Patches gesucht hat, haben meinem Macs ein ganzes Betriebssystem heruntergeladen. In der Hälfte der Zeit, in denen das Dell-Laptop die endlich gefundenen Patches installiert hat, haben sich beide Macs aktualisiert.
Gut, dass ich mir so etwas zu Hause nicht mehr antun muss …