Schaut man sich Urteil des obersten Formel 1-Gerichtes an, kann man eigentlich nur mit dem Kopf schütteln.
Ob schuldig oder nicht, das ist nicht die Frage.Die Frage ist, was dieses Urteil soll.
Da ist McLaren-Mercedes zu 100 Mio Tacken Geldstrafe und zur Aberkennung sämtlicher WM-Punkte verknackt worden. Die beiden Fahrer, Fernando Alonso und Lewis Hamitlon hingegen dürfen ihre erfahrenen Punkte behalten.
Was macht das für einen Sinn?
Da wird, nach diesem Urteil, in einem Fahrzeug gefahren, dessen Konstruktion angeblich auf Spionage beruht.
Die Fahrer, die damit rumheizen, dürfen aber ihre Punkte behalten, als ob nichts gewesen wäre.
Wo ist da die Gerechtigkeit?
In einem anderen Licht erscheint die ganze Angelegenheit, wenn man feststellt, dass in diesem "Gericht" u.a. Bernie Eccelstone, der große Formel 1-Zampano sitzt.
Honi soit qui mal y pense, ein Schelm, der Böses dabei denkt.
Der hat natürlich, neben der Gerechtigkeit im Sport, vermutlich auch ein klein wenig seine eigenen Interessen im Kopf.
Wer guckt dann noch Formel 1, wenn die beiden Protagonisten, sowie Ron Dennis und der dicke Haug sich ab nächsten Sonntag auch diesen impertinenten Kai Ebel am Bildschirm angucken müssten.
Vermutlich wäre aber gerade das interessant. Ferrari wird auf jeden Fall in dieser Saison die Konstrukteursweltmeisterschaft holen, dass ist keine Frage.
Aber wie sieht’s mit dem Fahrertitel aus. Da wäre ich mir nicht so sicher. Vielleicht hätte da unser "Quick Nick" noch ein Wörtchen mitzureden …
Verlogen ist die ganze Geschichte allemal.
Die Medien, an vorderster Front die öffentlich-rechtlichen, haben im Juli zum Sturm auf den Radsport geblasen, weil ein paar Tölpel ihrem Glück ein wenig auf die Sprünge geholfen. Jan Ullrich wird beschuldigt, auf einmal 9 Liter Blut zu haben - 6 Liter im Körper und 3 Liter in Spanien.
Bei diesem "Gerichtsurteil" gehen alle aber unverzüglich wieder zur Tagesordnung über, weil am Sonntag schon wieder Rennen ist, in Schumi’s "Wohnzimmer", dem Circuit de Spa-Francorchamps in Belgien.
Das waren noch Zeiten, als Schumacher 1996 vom 16.Startplatz einen Sieg eingefahren hat und in der "La Source" Damon Hill einfach links liegen ließ.
Am Morgen des 11.Spetember 2007 ist die österreichische Jazz-Legende Joe Zawinul verstorben.