Freitag, 14. September 2007

Das hohe Gericht

Abgelegt unter: Tagebuch — Juergen Langenberg @ 23:28

Schaut man sich Urteil des obersten Formel 1-Gerichtes an, kann man eigentlich nur mit dem Kopf schütteln.
Ob schuldig oder nicht, das ist nicht die Frage.Die Frage ist, was dieses Urteil soll.
Da ist McLaren-Mercedes zu 100 Mio Tacken Geldstrafe und zur Aberkennung sämtlicher WM-Punkte verknackt worden. Die beiden Fahrer, Fernando Alonso und Lewis Hamitlon hingegen dürfen ihre erfahrenen Punkte behalten.

Was macht das für einen Sinn?
Da wird, nach diesem Urteil, in einem Fahrzeug gefahren, dessen Konstruktion angeblich auf Spionage beruht.
Die Fahrer, die damit rumheizen, dürfen aber ihre Punkte behalten, als ob nichts gewesen wäre.
Wo ist da die Gerechtigkeit?

In einem anderen Licht erscheint die ganze Angelegenheit, wenn man feststellt, dass in diesem "Gericht" u.a. Bernie Eccelstone, der große Formel 1-Zampano sitzt.
Honi soit qui mal y pense, ein Schelm, der Böses dabei denkt.
Der hat natürlich, neben der Gerechtigkeit im Sport, vermutlich auch ein klein wenig seine eigenen Interessen im Kopf.

Wer guckt dann noch Formel 1, wenn die beiden Protagonisten, sowie Ron Dennis und der dicke Haug sich ab nächsten Sonntag auch diesen impertinenten Kai Ebel am Bildschirm angucken müssten.
Vermutlich wäre aber gerade das interessant. Ferrari wird auf jeden Fall in dieser Saison die Konstrukteursweltmeisterschaft holen, dass ist keine Frage.
Aber wie sieht’s mit dem Fahrertitel aus. Da wäre ich mir nicht so sicher. Vielleicht hätte da unser "Quick Nick" noch ein Wörtchen mitzureden …

Verlogen ist die ganze Geschichte allemal.
Die Medien, an vorderster Front die öffentlich-rechtlichen, haben im Juli zum Sturm auf den Radsport geblasen, weil ein paar Tölpel ihrem Glück ein wenig auf die Sprünge geholfen. Jan Ullrich wird beschuldigt, auf einmal 9 Liter Blut zu haben - 6 Liter im Körper und 3 Liter in Spanien.
Bei diesem "Gerichtsurteil" gehen alle aber unverzüglich wieder zur Tagesordnung über, weil am Sonntag schon wieder Rennen ist, in Schumi’s "Wohnzimmer", dem Circuit de Spa-Francorchamps in Belgien.

Das waren noch Zeiten, als Schumacher 1996 vom 16.Startplatz einen Sieg eingefahren hat und in der "La Source" Damon Hill einfach links liegen ließ.

Donnerstag, 13. September 2007

Joe Zawinul ist tot

Abgelegt unter: Tagebuch — Juergen Langenberg @ 2:06

Joe ZawinulAm Morgen des 11.Spetember 2007 ist die österreichische Jazz-Legende Joe Zawinul verstorben.

Er war der einzige Musiker, der aus 2 Tönen ein Synthesizer-Solo zaubern konnte, das einem die Tränen in die Augen treibt. Ein Nachruf auf dieses Ausnahmetalent ist hier zu finden.

Ruhe in Frieden, Josef!

Eva Hermann

Abgelegt unter: Tagebuch — Juergen Langenberg @ 0:10

Früher war alles viel besser. Vor allem beim Adolf.
Da gab es noch ‘ne richtige Familie. Mit strengen Eltern und folgsamen Kindern.
Das behauptet Eva Hermann. Wie gut, dass sie das alles miterleben durfte.
Ach nee, so alt isse ja noch gar nicht. Woher nimmt die Dame bloß ihre Weisheit ?

Ich für meinen Teil kann ihr uneingeschränkt zustimmen. Familienpolitik beim Adolf war total geil.
Ohne seine großartige Politik wäre ich nämlich gar nicht zur Welt gekommen.
Ich danke Herrn Hitler in aller Form, dass er meine Familie zusammengeführt hat.
Ohne ihn wäre meine Mutter und meine Großmutter nie auf die Idee gekommen, ihre schlesiche Heimat zu verlassen und sich ins wunderschöne Rheinland aufzumachen. Mein Vater hätte meine Mutter nie kennengelernt, da er zu jung war, um vielleicht gen Osten zu ziehen, um sein Glück (und vielleicht meine Mutter) dort zu finden. Vielleicht hätten wir unsere eigene kleine Farm auf der Krim gehabt und ich hätte mit den Russenkindern Räuber und Gendarm spielen können.

Gut, es gab Kollateralschäden, meine beiden Großväter sind im Krieg gefallen. Aber dafür war’s, wie gesagt, ‘ne richtig dolle Familienpolitik.
Die bösen 68er, die Du so verfluchst, werte Eva, haben jedoch eventuell dafür gesorgt, dass ich als Kind niemals Schläge bekommen habe, auch wenn ich es vielleicht manchmal verdient hätte.
Danke nochmal, Eva, für diese Erleuchtung.

P.S.: Hättest Du Ende der 60er Jahre solchen Dünnschiß von Dir gegeben, dann hätten die anarchistischen Studenten vielleicht nicht “Schah, Schah, Scharlaten” gerufen, sondern “He, He, Hetzerin”. Ob sie jedoch “Eva Herman-Masken” getragen hätten, bezweifle ich doch stark …