Wolken

Wolken

Die Cloud ist in.
Jeder speichert dort.
Jeder in der Branche, der was auf sich hält, bietet Wolken an. Kostenlos hier, kostenpflichtig dort.
Die Cloud ist bequem, denn sie lässt sich in alle gängigen System einbinden; in die Dateimanager bei Windows oder Mac OS, als Apps auf Android und iOS.

Benötigt man mehr Speicherplatz, so geht’s bei allen Anbietern ans Geld.
Letztes Jahr gab es bei Box 50 GB umsonst, heute sind es beispielsweise nur 10 GB. Vorreiter ist Flickr, da gibt’s reichlich. nämlich einen ganzen TB (allerdings nur für Fotos & Videos).

Nicht ausser Acht zu lassen sind natürlich der Sicherheits- bzw. Datenschutzaspekt. Wo wandern meine Dateien hin, wer hat Zugriff darauf? Bei den US-amerikanischen Datenschutzbestimmungen kann man seine Dokumente auch sofort im Garten auf die Wäscheleine hängen …

Es gibt jedoch auch eine Alternative; Personal Cloud heißt das Zauberwort.
Was ist das? Ganz einfach, eine Personal Cloud ist eine netzwerkfähige Festplatte, die man an den heimischen Router klemmt und dadurch im heimischen Netz so wie via Internet die eigenen Daten bereitstellt. Will heißen: Man kommt von überall an sein Zeugs dran.

Da ich gerne alles an einem Ort habe und meine Bilder (jpeg-Dateien und RAW-Originale) fast schon 700 GB ausmachen, liegt diese Alternative nahe.
Beim Elektronik-Nick des Vertrauens gab es am Samstag eine WD MyCloud mit 2 TB Hubraum, angetrieben mit einem Dual-Core Prozessor und einem Debian-Linux als Betriebsystem für 129 Euronen.
Wenn man bei Dropbox knapp 50 Euro/Jahr für 500 GB abdrücken muss, dann weiß man, wo man preislich liegt, … also alternativlos.

Die WD MyCloud ist also die Wahl. Auspacken, Stromkabel anschliessen, Netzwerkkabel in den Router stopfen und die Laube ist fast fertig.
Über das Internet kann man sich ein Setup Programm für die erste Einrichtung herunterladen, das selbsterklärend ist und seine Aufgabe in Windeseile erledigt.
Idiotensicher ist die Handhabung am Mac. Im Finder wird das neue Laufwerk sofort unter Freigaben angezeigt. Unter DOS7/DOS8 ist es wieder ein Fackelzug, nach vielem Probieren funktioniert es auch dort, wenn auch längst nicht so komfortabel wie am Mac im oft kritisierten Finder.
Freundlicherweise kann man MyCloud auch als Backuplaufwerk für Apple’s Time Machine verwenden, aber das scheidet in meinem Fall aus, da passendes Gerät für den iMac bereits vorhanden.

Über ein Webinterface, das am Mac kinderleicht über Bonjour zu erreichen ist, kann man die kleine Kiste nach Herzenslust konfigurieren. Benutzer anlegen, Zugriffsrechte anlegen und Ordner für das Media-Streaming einrichten.
So legt man beispielsweise einen Foto-Ordner an, aktiviert das Streaming und schon kann man die ganzen schönen Bildchen am heimischen TV angucken. Gleiches gilt für Filme und Musik. Und wer Kinder hat und denen die Heimatfilme vorenthalten will, so kann man die Nachzügler einfach von einem Ordner ausschließen.

Wenn man sich dann noch bei WD registriert, hat man den vollen Zugriff auf seine Daten via Internet, auf allen Geräten, die zur Verfügung stehen. Egal, ob iOS oder Android. Benutzer des DOS-Phone von Microsoft und eines BlackBerry gucken hier leider in die Röhre.
Für den Internetzugriff kann man sich bei WD eine kleine App für DOS und Mac runterladen, so dass man auch in der Wüste Gobi an seine Daten kommt, wenn man seinen Laptop dorthin mitschleppt und es dort eine Internetverbindung gibt.

Das ganze ist eine runde Sache, alles läuft ausreichend schnell und man hat alle seine Daten an einem Ort, auf den man weltweit zugreifen kann. Was will man mehr? Und wenn man ganz auf “Nummer Sicher” gehen will, kann man an den USB3-Port der WD MyCloud gar noch ein Sicherungslaufwerk anhängen, damit nun wirklich nix verloren geht. Und um das weiße Kistchen vor Diebstahl zu sichern, gibt’s gar noch einen Kensington-Lock.
Nur Bastler müssen draussen bleiben, die Kiste läßt sich nicht öffnen und man kann das Laufwerk nicht so ohne weiters wechseln, vor allem nicht, um Garantieansprüche zu verlieren. Aber das sind wir Mac-User gewöhnt. Wir arbeiten am Rechner und nicht im Rechner
Beide Daumen für eine geschmeidige Lösung!

About Jürgen

Geboren 1967 in Neuss, mehr unter "Eigenschaften".

http://www.juergen-langenberg.de/">

Casual Conversations

"No hay nada ya, en ese lugar, todo es ficticio, nada de realidad …"

BACK TO TOP

Jürgen Langenberg