RAW-Konverter

RAW-Konverter

Zugegeben, ich bin ein großer Apple-Fan. Für die Entwicklung meiner Fotos, die ich im RAW-Format aufnehme, habe ich bis dato immer Aperture von Apple benutzt. Mit den Ergebnissen war ich immer mehr als zufrieden. Es war für mich immer besser als Lightroom von Adobe, mit dem ich nie ein passables Bild herausbekommen habe. Entweder hakte es bei der Belichtung und/oder bei den Farben.

Vor ein paar Tagen habe ich mir das FilmPack 4 der französischen Firma DxO zugelegt. Ein Eldorado für Liebhaber der Analog-Fotografie. Alles, was es an Filmen mit Rang und Namen gibt, ist dort zu finden. Als Zusatzmodul läuft es praktischerweise in Aperture.
Von der Firma DxO gibt es auch einen RAW-Konverter namens DxO Optics Pro, und zwar in der Version 8.
Da ich von dem FilmPack begeistert war lag es also nahe, dieses Programm ebenfalls einmal zu testen.

Der erste Eindruck war ernüchternd. Es gab nicht einmal eine Importfunktion, weder vom Kartenleser noch von der Kamera. Also muss man alle Bilder manuell auf die Festplatte kopieren. Es geht aber auch mit Umwegen über Aperture. In DxO Optics Pro kann nämlich auch die Verzeichnisstruktur einer Aperture/iPhoto-Bibliothek eingelesen werden. Das hat mich wieder versöhnt. Mehrere Ordern kann man in einem Projekt zusammenfassen. Aperture/iPhoto organisiert die Bilder alle nach Aufnahmedatum in seiner Verzeichnisstruktur. So kann man die Ordner einer 80-tägigen Weltreise bequem in einem Projekt verwalten.

Anschließend geht man in den Bearbeitungsmodus. Das Programm erkennt an Hand der EXIF-Daten sofort Kamera und Objektiv und bietet an, diesbezügliche Zusatzmodule herunterzuladen. Was tun diese Zusatzmodule? Nun, sie korrigieren einfach die Objektivverzerrungen. Feine Sache, sucht man das bei Aperture vergebens. Ein weiteres Highlight ist die Funktion, stürzende Linien zu korrigieren. Jeder, der einmal von unten eine Hochhausschlucht fotografiert hat, weiß, was ich meine. Die Häuser stürzen am Horizont zusammen. Das kann man hier sehr einfach korrigieren.

Das Highlight ist jedoch die sogenannte “Smart-Lighting”-Funktion. Diese hellt dunkle Bereiche auf und es kommt wirklich mit der Automatik alleine zu hervorragenden Ergebnissen. Natürlich kann man alles auch noch manuell feineinstellen.

Besitzt man das oben genannte FilmPack, so wird man feststellen, dass es sich nahtlos in DxO Optics Pro integriert, das heisst, man kann alles Funktionen schon bei der RAW-Entwicklung nutzen. Qualitativ kommt hier meiner Ansicht nach kein anderer RAW-Konverter hinterher. Mit diesem Programm “gelingen” mir meinen Bilder bis jetzt am Besten.

Bis Ende Juli gab es das Programm für knapp 99 Euro bei DxO im Onlienshop.
Alles in allem eine lohnende Investition, … bis Apple irgendwann einmal Aperture aktualisiert. Nach Logic und Final Cut gewiss der nächste Kandidat im Portfolio von Apple.

About Jürgen

Geboren 1967 in Neuss, mehr unter "Eigenschaften".

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